Bildungscontrolling
Lückenhaft In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Wer gibt z.B. in Deutschland Bildungs-Controlling in Auftrag? Wer führt es in welchen Bildungseinrichtungen und in welcher Form durch?

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Unter Bildungs-Controlling versteht man die regelmäßige Steuerung, Kontrolle und Planung von Bildungsmaßnahmen bzw. der Qualität von öffentlichen und privaten Bildungsanbietern. Bildungs-Controlling (auch: Bildungscontrolling) ist eine Aufgabe des Bildungsmanagements.

Aufgaben und Methoden

Um Missbrauch zu verhindern und den Verbraucher vor Schwarzen Schafen unter den Bildungsanbietern zu schützen sollen deren Angebote auf ihre Qualität befragt werden. Dies geschieht u.U. schon mit einer Zufriedenheitsanalyse am Ende einer Lerneinheit (eines Seminars), kann sich auf die Auswirkungen erfolgreicher Weiterbildungsmaßnahmen konzentrieren, sollte jedoch immer auch auf die Qualität der Referenten und auf die Rahmenbedingungen des Bildungsprozesses achten, wobei eine sinnvolle Analyse auch längerfristige, prozessverändernde Auswirkungen von Bildung am Arbeitsplatz einbezieht. Die selbstauferlegte Überprüfung von Bildungsvorgängen durch Zertifizierung (CERTQA) ist ein Schritt auf diesem Weg. Weniger fremdbestimmt ist der Weg des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP) oder Total Quality Management, bei dem die an einem Bildungsprozess Beteiligten in die Bewertung einbezogen werden und letztlich befähigt werden müssen, ihre eigenen Kriterien und ihr Lehrverhalten durch stete pädagogische Reflexion weiter zu entwickeln.

Eine Zertifizierung von Bildungskonzepten kann jedoch immer nur den Rahmen erfassen, die Planung des Bildungsprozesses, nicht aber die Qualität seiner Durchführung garantieren. Dieses Vorgehen unterliegt immer dem Vorwurf, fremdbestimmend zu sein, leitet es sich doch nicht aus dem Bildungsprozess selbst her; es kann mithin der Komplexität eines Bildungsprozesses nur bedingt gerecht werden, wenn sie Bildung in Analogie zu technischen Prozessen misst.

Eine Evaluation durch die Teilnehmer selbst lässt ebenso wenig direkt auf Qualität zurück schließen. Ob der Lernende der Lernzumutung gerecht geworden ist, lässt sich (bedingt) durch Prüfungen erheben; dort jedoch können wiederum nur – das Bildungsanliegen einengend – einzelne Fakten und Denkmuster erfasst werden. Kritisch anzumerken ist, dass die Frage nach einer Bildungsevaluation besonders in Zeiten knapp werdender Mittel aufgeworfen wird; auch dies ein Hinweis darauf, dass Controlling im Bildungswesen meist bildungsfremd motiviert und somit u.U. kontraproduktiv ist. Bildung ist nicht im selben Maß zertifizierbar wie die Produktion eines technischen Geräts. Die Kriterien für die Qualität eines Lehr-Lern-Vorgangs werden im Bewusstsein der Teilnehmer erstellt, die Veränderung dieses Bewusstseins ist mit ein Ziel des zu beurteilenden Bildungsprozesses, folglich kann die Qualität desselben nur schwer objektiv dargestellt werden.

Bildungs-Controlling in verschiedenen Ländern

Vereinigte Staaten

Im Schulsystem der Vereinigten Staaten, wo an die Stelle der Didaktik das Instruktionsdesign, d. h. die systematische Planung, Entwicklung und Evaluation von Lernumgebungen und –materialien tritt, ist Bildungs-Controlling in sehr viel größerem Umfang üblich als etwa in Deutschland. So führen die amerikanischen Bundesstaaten regelmäßig Vollerhebungen (State Tests) zur Kompetenz der Schüler aller Klassenstufen z. B. in den Bereichen Mathematik und Lesen durch.

Privatschulen, die in den USA einen weitaus größeren Anteil der Kinder beschulen als in Europa, unterziehen sich oft freiwillig einer umfassenden Qualitätsprüfung, wenn sie dadurch die Anerkennung durch eine angesehene Akkreditierungs-Organisation wie z. B. die Middle States Association of Colleges and Schools oder die Western Association of Schools and Colleges zu erhalten hoffen.


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