Bildungssoftware

Unter Bildungssoftware versteht man jede Software, die sich für Bildungszwecke verwenden lässt.[1][2][3]

Geprägt hat den Begriff der österreichische Mediendidaktiker Peter Baumgartner in Anlehnung an den englischen Sprachgebrauch; der englische Terminus educational software lässt sich allerdings am besten mit Lernsoftware übersetzen. Auch der in der deutschsprachigen Mediendidaktik weithin gebräuchliche Begriff Unterrichtssoftware ist enger gefasst als Baumgartners Terminus.

Baumgartner unterteilt Bildungssoftware in fünf Kategorien:[4]

Gegen die Verwendung des Begriffs sind wiederholt Einwände vorgebracht worden, die vor allem damit zu tun haben, dass es sich bei „Bildungssoftware“ nicht um eine spezifische Art von Software, sondern um eine spezifische Art der Benutzung von Software handelt.[5] Infolgedessen sei der Begriff, wie einige Autoren kritisiert haben, so unscharf definiert, dass er für manche wichtigen Anwendungen, z.B. als Entscheidungsgrundlage für die finanzielle Förderung von Softwareentwicklungsprojekten, kaum brauchbar sei.[6]

Nützlich ist der Terminus hingegen für die Klassifikation von Programmen und Systemen, die – wie z.B. Programmiersprachen für Kinder – zwar speziell zum Lernen geschaffen worden sind, aber den Definitionskriterien weder der Lern- noch der Unterrichtssoftware im Zusammenhang des E-Learning entsprechen.

Einzelnachweise

  1. Britta Voß, Wanda Grabe, Kirsten Wienold: Varianten medialer Lernumgebungen. S. 35.
  2. Andreas Reiter: Mediale Lehr- und Lernsysteme. S. 5
  3. Kai Glesczinsky: (Lern-) Software
  4. Peter Baumgartner, Sabine Payr: Lernen mit Software. Österreichischer StudienVerlag, Innsbruck 1994.
  5. Ronald Knoch: Klassifikationssysteme und Typologien von Lehr- und Lernsystemen.
  6. Christine Schwarz: Von der Nachhaltigkeit hoher Erwartungen. In: Erwin Wagner, Michael Kindt (Hrsg.): Virtueller Campus. Szenarien ‒ Strategien ‒ Studium. Waxmann, Münster/New York/München/Berlin 2001, ISBN 3-8309-1093-2.

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