Biljal Walerjewitsch Machow

Biljal Walerjewitsch Machow (russisch Билял Валерьевич Махов, englische Transkription Bilyal Makhov; * 20. September 1987 in Naltschik) ist ein russischer Ringer. Er war Weltmeister 2007 und 2009. Der 1,96 m große und 118 kg schwere Machow ringt im Freistil in der Klasse bis 120 kg (Schwergewicht).

Inhaltsverzeichnis

Laufbahn

Biljal Machow, in Kabardino-Balkarien geboren und seit seiner Jugend in Dagestan lebend, begann 2000 mit dem Ringen. Schnell stellte sich dein Talent heraus. Er rang im Juniorenbereich sowohl im klassischen als auch im freien Stil, bei den Senioren jedoch nur mehr im freien Stil. Nach seinen ersten Erfolgen im Juniorenbereich wurde er Mitglied von Dinamo Chassawjurt. Dort wurde und wird er von Chankala Gadschimagomedow und Magomed Gusseinow trainiert.

2005 startete Biljal Machow bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Vilnius, wo er nach Siegen über Rokas Balinskas aus Litauen, Arjan Bhullar aus Kanada, Maxim Michailowitsch aus Weißrussland und Batschana Karanadse aus Georgien Weltmeister wurde. Beim Turnier im griechisch-römischen Stil unterlag er in seinem ersten Kampf gegen den Schweden Jalmar Sjöberg, besiegte danach aber Laszlo Dömötör aus Ungarn, Sergei Pawlow aus der Ukraine und Brandan Rupp aus den Vereinigten Staaten und erkämpfte sich so noch eine Bronzemedaille.

2006 konnte er seinen Junioren-Weltmeistertitel im Freistil verteidigen. Im Finale des Weltmeisterschaftsturniers in Guatemala-Stadt besiegte er Mohammad Azar Shakib Seyed aus dem Iran.

2007 startete Biljal Machow in Baku erstmals bei einer Senioren-Weltmeisterschaft. Nachdem er zu Beginn Vincenzo Lipari aus Italien mit 10:0 besiegt hatte, gewann er auch die Duelle gegen den erfahrenen Wadym Tassoew aus der Ukraine, den Koreaner Go Soung-Jin und Fatih Çakıroğlu aus der Türkei. Im Finale stand er dem Kubaner Alexis Rodríguez Valera aus Havanna, Vize-Weltmeister von 2002 und 2005, gegenüber. Nach vier Minuten Kampfzeit hatte Machow Rodriguez mit 2:0 Runden (10:0 technische Punkte) besiegt und war damit mit 20 Jahren einer der jüngsten Weltmeister im freien Stil im Schwergewicht in der Ringergeschichte.

Im Olympiajahr 2008 belege Biljal Machow bei dem für die russischen Ringer wichtigen internationalen Iwan-Jarygin-Gedenkturnier in Krasnojarsk im Schwergewicht hinter Bachtijar Achmedow und dem Ex-Weltmeister Kuramagomed Kuramagomedow nur den 3. Platz, und auch bei der russischen Meisterschaft belegte er hinter Achmedow und Alexander Schemarow nur den 3. Platz. In der Folgezeit war er zudem verletzt, sodass er sich nicht mehr für die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Peking qualifizieren konnte. Dort startete Achmedow, der hinter Artur Taymazov, einem aus Nordossetien-Alanien stammenden, für Usbekistan ringenden Sportler, die Silbermedaille gewann.

2009 besiegte Biljal Machow, von seiner Verletzung wiederhergestellt, bei der russischen Meisterschaft Bachtijar Achmedow und wurde deshalb bei der Weltmeisterschaft in Herning/Dänemark eingesetzt. In Herning gewann Machow in überlegenem Stil seinen zweiten Weltmeistertitel. Bemerkenswert dabei war die Überlegenheit, die der 1,96 Meter große Athlet dabei an den Tag legte. Nur sein erster Gegner, der Grieche Ioannis Arzoumanidis, ging mit ihm über die Regelkampfzeit von vier Minuten und verlor mit lediglich 0:4 technischen Punkten. Dem Spanier Jose Cuba Vasquez nahm Biljal Machow in 51 Sekunden Kampfzeit 12 technische Punkte ab, womit der Kampf beendet war. Ähnlich erging es Disney Rodriguez aus Kuba, der nach 3:46 Minuten Kampfzeit mit 10:0 technischen Punkten besiegt war, sowie im Endkampf dem Iraner Fardin Masoumi Valadi, der nach 3:22 Minuten mit 8:0 technischen Punkten unterlag.

Bei der Europameisterschaft 2010 in Baku gewann Machow durch Siege über Bartolomiej Bartnicki (Polen), Sergejs Djomins (Lettland), Alexei Schemarow (Weißrussland) und Fatih Çakıroğlu (Türkei) den Titel. Bei der Weltmeisterschaft dieses Jahres in Moskau gelang ihm die Titelverteidigung mit Siegen über Luis F. Vivenes Urbanesa, Venezuela, Daniel Ligeti, Ungarn, Levon Berianidse, Georgien und den zweifachen Olympiasieger Artur Taimasow aus Usbekistan, den er mit 2:0 Runden, 1:0, 1:0 techn. Punkte besiegte.

Internationale Erfolge

Jahr Platz Wettbewerb Stil Gewichtsklasse
2005 1. Junioren-WM in Vilnius F Schwer mit Siegen über Rokas Balinskas (Litauen), Arjan Bhullar (Kanada), Maxim Michailewitsch (Weißrussland) und Batschana Karanadse (Georgien)
2005 3. Junioren-WM in Vilnius GR Schwer mit einer Niederlage gegen Jalmar Sjöberg (Schweden) und Siegen über Laszlo Dömötör (Ungarn), Sergei Pawlow (Ukraine) und Brandon Rupp (USA)
2005 2. Intern. Turnier in Sassari F Schwer hinter Rares Chintojan (Rumänien), vor Otto Aubeli (Ungarn)
2006 1. Junioren-WM in Guatemala-Stadt F Schwer mit Siegen über Ioannis Papadopouos (Griechenland), Mehmet Yesil Yesil (Türkei), Erik Noe (USA) und Mohammed Reza Azar Shakib (Iran)
2007 1. WM in Baku F Schwer nach Siegen über Vincenzo Lipari (Italien), Wadym Tassoew (Ukraine), Go Soung-Jin (Südkorea), Fatih Çakıroğlu (Türkei) und Alexis Rodríguez Valera (Kuba)
2008 3. Iwan-Jarygin-Memorial in Krasnojarsk F Schwer hinter Bachtijar Achmedow und Kuramagomed Kuramagomedow (beide Russland), gemeinsam mit Fatih Çakıroğlu (Türkei)
2008 1. Schamil-Umachanow-Memorial in Chassawjurt F Schwer vor Hizir Durgajew und Eldar Bjasrow (beide Russland)
2009 1. WM in Herning/Dänemark F Schwer mit Siegen über Ioannis Arzoumanidis (Griechenland), Jose Cuba Vasquez (Spanien), Disney Rodriguez (Kuba) und Fardin Masoumi Valadi (Iran)
2010 1. EM in Baku F Schwer mit Siegen über Bartolomiej Bartnicki (Polen), Sergejs Djomins (Lettland), Alexei Schemarow (Weißrussland) und Fatih Çakıroğlu (Türkei)
2010 1. WM in Moskau F Schwer mit Siegen über Luis F. Vivenes Urbanesa, Venezuela, Daniel Ligeti, Ungarn, Levon Berianidse, Georgien und Artur Taimasow, Usbekistan

Erläuterungen

  • WM = Weltmeisterschaft, EM = Europameisterschaft,
  • F = freier Stil,
  • Schwergewicht, bis 120 kg Körpergewicht

Quellen

  • Website des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaften der Universität Leipzig
  • Fachzeitschrift Der Ringer

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