Bilkenroth

Georg Bilkenroth, (* 24. Februar 1898 in Osendorf; † 20. April 1982) war ein Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR.

Als Technischer Direktor des Konstruktionsbüros Kohle der DDR, war er wesentlich an der Entwicklung der Braunkohlenindustrie der DDR beteiligt. Zusammen mit Erich Rammler von der Bergakademie Freiberg entwickelte er nach 1949 die Technologie der Braunkohlenhochtemperaturvergasung.

Die ostdeutsche Industrie benötigte dringend Koks. Traditionell wurde dieser aus Steinkohle gewonnen. Deren wichtigste Lagerstätten befanden sich jedoch im Westen Deutschlands. Beide Wissenschaftler konzentrierten ihre Forschungen auf die Niederlausitzer Braunkohle und konnten 1952 schließlich ihr Patent anmelden.

Er war der Vater von Klaus-Dieter Bilkenroth, Ehrensenator der TU Bergakademie Freiberg.

Literatur

  • Ehrenkolloquium zum 65. Geburtstag von Georg Bilkenroth. Dt. Verl. für Grundstoffindustrie Leipzig, 1965. (Freiberger Forschungshefte ; A 343)
  • E. Rammler: Nachruf auf Georg Bilkenroth. In: Neue Bergbautechnik 12(1982)9, S. 490-491
  • Herbert Krug, Karl Heinz Rentrop: Die Erzeugung eines hochfesten, grobstückigen Braunkohlehochtemperaturkokses (BHT-Koks) im einstufigen Verfahren nach Bilkenroth-Rammler – eine komplexe Aufgabe. Bergakademie Freiberg 1991
  • Klaus-Dieter Bilkenroth: Die persönlichen Beziehungen zwischen Georg Bilkenroth und Erich Rammler. In: Ein Leben für die Braunkohle. TU Bergakademie Freiberg, 2001, S. 27-36
  • W. Naundorf, B. Meyer: Georg Bilkenroth – 100 Jahre. In: Braunkohle ISSN 1431-2719. 50(1998)2, S. 204

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