Billafingen (Owingen)
Billafingen
Gemeinde Owingen
Ehemaliges Gemeindewappen von Billafingen
Koordinaten: 47° 50′ N, 9° 8′ O47.8330579927789.139380455536Koordinaten: 47° 49′ 59″ N, 9° 8′ 22″ O
Höhe: 536 m ü. NN
Fläche: 9,17 km²
Einwohner: 728 (31. Dez. 2006)
Eingemeindung: 1. Jan. 1975
Vorwahl: 07557

Das Dorf Billafingen ist ein Ortsteil der baden-württembergischen Gemeinde Owingen im westlichen Bodenseekreis in Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Billafingen liegt im sogenannten Billafinger Tal.

Ausdehnung des Gebiets

Die Gesamtfläche der Gemarkung Billafingen beträgt 917 Hektar.[A 1]

Gliederung

Zu Billafingen gehören das Dorf Billafingen, der Weiler Höllsteig, die Höfe Benklershof (Im Menzenmösle), Beurenhof, Hippshof, Nassental, Neubauren (Thums)hof, Neuhäuserhof, Neuhof, Oberfrickhof (Breitehof und Raithaldenhof), Simons (Bischofs, Voglers)hof und Unterfrickhof und die Häuser Drechslerhaus, Häuptlehaus, Im Hasenbühl (Akzisorhaus), Im Nägelsee (Küferhaus, Martinshof), Sattlerhaus, Wagnerhaus und Weierhaus.[1]

Schutzgebiete

Auf der Gemarkung Billafingens findet sich das Natur- und Landschaftsschutzgebiet Sielmann-Weiher. Der Weiher hat drei kleine Inseln und bietet dadurch geschützte Brutmöglichkeiten für zahlreiche Vogelarten.[2]

Geschichte

Billafingen

1684 gelangte Billafingen in Besitz der Familie Roth von Schreckenstein.

Billafingen war eine selbstständige Gemeinde im Landkreis Überlingen. Als dieser im Zuge der Kreisreform am 1. Januar 1973 aufgelöst wurde, kam Billafingen zum Bodenseekreis. Im Zuge der Gebietsreform in Baden-Württemberg wurde die Gemeinde Billafingen zum 1. Januar 1975 nach Owingen eingemeindet.

Beim Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ im Jahr 2010 wurde Billafingen mit Silber ausgezeichnet.

Einwohnerentwicklung

Hatte der Ort am 6. Juni 1961 noch eine Einwohnerzahl von 360, waren es am 31. Dezember 2006 mit 728 Einwohner mehr als doppelt so viele.

Politik

Wappen

Das Wappen der ehemals selbständigen Gemeinde Billafingen zeigt in Rot einen silbernen Balken mit zwei roten Ringen und im schwarzen Herzschild einen rot bezungten silbernen Einhornrumpf. Das Einhorn ist aus dem Wappen der Familie Roth von Schreckenstein entlehnt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Im Billafingen gibt es einen Dorf- und Naturlehrpfad mit 33 Stationen.[2]

Bauwerke

  • Die katholische Pfarrkirche St. Mauritius wurde im Spätmittelalter erbaut. Ihre Weihe datiert ins Jahr 1488, der Turm ist älter. Die Kreuzwegstationen von 1880 sind Werke des Kunstmalers Franz Krombach.[3]
  • Die Burg Zwingenburg ist eine abgegangene Burg.[4]
  • Das Schloss Billafingen, auch Schloss Schreckenstein genannt, war Familiensitz der Roth von Schreckenstein.[5]

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Ein Höhepunkt des Orstgeschehens ist die Schwäbisch-alemannische Fasnet, sie wird aktiv durch die „Narrengesellschaft Billafingen“ mit der Narrenfigur „Einhorn“ gestaltet.

Persönlichkeiten

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

Anmerkungen

  1. Gemarkungsfläche 917 ha 03 a 43 m².

Einzelnachweise

  1. Vgl. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VII: Regierungsbezirk Tübingen. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004807-4. S. 547–626
  2. a b c Eva-Maria Bast: Owingen. „Ich fühle mich hier pudelwohl“. In: Die Region stellt sich vor. Wir sind hier. Sonderbeilage des Südkurier vom 19. November 2010, S. 8.
  3. se-owingen.de: Pfarrkirche St. Mauritius Billafingen, Zugriff am 15. Juli 2011
  4.  Wikisource: Die Zwingenburg bei Billafingen – Quellen und Volltexte (Deutsch)
  5. Archiv der Freiherren Roth von Schreckenstein; abgerufen am 14. Juli 2011

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