Bilwesschnitter

Bilwis, auch Bilwiß, Bilwiz (mittelhochdeutsch) oder Belewitte (mittelniederdeutsch), altenglisch Adjektiv "bilewit" (gütig, milde), Pilwis, Pilfas, Bilmesschnitter, Bilweis, Willeweis stellte einen "Korndämon" dar.

Im Mittelalter, vor allem zu den Hochzeiten der Hexenverbrennungen, benutzte man das Wort "Bilwis" auch für Hexen.

Bei Wolfram von Eschenbach ist der Wilwis ein elfisches Wesen, das Menschen mit einem magischen Pfeil, dem "Bilwizschuß", lähmen kann. In Nordostdeutschland stellt der Bilwis einen wohltätigen Dämonen der Kornfelder dar, in Bayern hingegen ist er als "Bilwes-" oder "Bilmesschnitter" ein schädigender Erntedämon. In Kärnten wird der Bilwis auch als Personifikation des Wirbelwindes angesehen.

Vermutlich ist der Bilwis eine volkstümliche Variante eines älteren germanischen Fruchtbarkeitswesens und wird auch mit den schadenbringenden Kräften des abnehmenden Mondes in Verbindung gebracht. Der Name Bilwis hängt vermutlich mit Bil zusammen, die ursprünglich eine alte nordische Mondgöttin war.


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