Bindenflügelralle
Fidschi-Ralle
Systematik
Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Kranichvögel (Gruiformes)
Familie: Rallenvögel (Rallidae)
Art: Fidschi-Ralle
Wissenschaftlicher Name
Nesoclopeus poecilopterus
(Hartlaub, 1866)

Die Fidschi-Ralle oder Bindenflügelralle (Nesoclopeus poecilopterus) ist ein flugunfähiger Vogel von der Fidschi-Insel Viti Levu.

Aussehen

Die Fidschi-Ralle ist 36,5 cm lang. Sie hat einen orange oder bräunlichgelben Schnabel mit gelblichweißer Spitze, der länger ist als der Kopf. Die gelben oder grauweißen Beine und Zehen sind kurz und kräftig, viel größer als Gallirallus philippensis. 1 2

Sie ist wahrscheinlich flugunfähig und hat abgerundete, ziemlich weiche Flügel mit gut entwickelten Schäften der Flugfedern. Die Handschwingen sind breit und an der Spitze abgerundet. Die Schwanzfedern ziemlich verkümmert und haben dünne Federschäfte. 1

Die schwärzlichen Unterschwanzdecken sind unregelmäßig und undeutlich braun gebändert. Handschwingen und Flügeldecken sind kastanienbraun und dabei in fast ihrer gesamten Länge schwarz und hellbraun quergebändert. Die Unterflügeldecken sind schwarz und haben jeweils 3 bis 4 weiße Randflecken. 1

Die Oberseite und der Schwanz des Vogels sind haben eine dunkelbraune Farbe, die etwas in Kastanienbraun übergeht. Die gesamte Unterseite, die Kopfseiten, Hals- und Halsseiten und ein verwaschener Strich auf den Schläfen sind schiefergrau. Die Brustseiten, Schenkel und Unterschwanzdecken sind dunkler, mehr schwärzlich. Die Federn der Bauch- und Flankenbefiederung haben weißliche Spitzen. Die Zügel sind braun und fast nackt. Kinn und Kehle sind weißlich. Die Iris ist hellbraun. 1

Lebensweise und Bestand

Die Fidjiralle galt, da sie zuletzt 1890 nachgewiesen wurde, als ausgestorben, bis sie 1973 lebend wiederentdeckt wurde. Inzwischen gilt sie seit 1994 wieder als ausgestorben. 2 3

Sie lebt auf den Fidschi-Inseln Viti Levu und Ovalau, wo sie Sümpfe und dichte Taro-Felder bewohnt. Sie ist ein sehr scheuer, versteckt lebender Vogel, der nie fliegend beobachtet wurde. 1 2

Die Vögel brüteten von Oktober bis Dezember in einem Nest, das am Boden aus Riedgräsern gebaut wurde. Das Gelege bestand aus etwa sechs 50 X 35 mm großen umber- und cremefarbenen Eiern mit purpurfarbenen oder dunkel blutroten Flecken. 1

Quellen


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