Birsigthalbahn
Basel–Rodersdorf
Stand: 1980 vor Zusammenschluss mit der alten Linie 10
Das Stationsgebäude von Leymen
Das Stationsgebäude von Leymen
Spurweite: 1000 mm (Meterspur)
Stromsystem: 940 V (heute: 600 V) =
Legende
0,0 Basel Heuwaage
jetzt auch dazwischen Haltestelle Zoo
Haltepunkt, Haltestelle
0,7 Dorenbach
Haltepunkt, Haltestelle
1,0 Binningen Oberdorf
Haltepunkt, Haltestelle
1,4 Binningen
Haltepunkt, Haltestelle
2,3 Bottmingermühle
jetzt auch dazwischen Haltestelle Batteriestrasse
Haltepunkt, Haltestelle
3,3 Bottmingen
jetzt auch dazwischen Haltestelle Stallen
Haltepunkt, Haltestelle
4,8 Oberwil
Haltepunkt, Haltestelle
5,7 Hüslimatt
Haltepunkt, Haltestelle
6,5 Therwil
jetzt auch dazwischen Haltestelle Känelmatt
Bahnhof, Station
8,5 Ettingen Ende Doppelspur
jetzt auch dazwischen Haltestelle Sonnenrain
Bahnhof, Station
10,3 Witterswil
Haltepunkt, Haltestelle
11,6 Bättwil
Bahnhof, Station
12,2 Flüh
Datei:BSicon GRENZE.svg
Landesgrenze Schweiz/Frankreich
Bahnhof, Station
13,5 Leymen
Datei:BSicon GRENZE.svg
Landesgrenze Frankreich/Schweiz
16,0 Rodersdorf

Die Birsigtalbahn ist eine Bahnstrecke zwischen Basel Heuwaage und Rodersdorf in der Schweiz – die Strecke ist heute Teil des Netzes der Baselland Transport AG (BLT) – sowie der Name der ehemaligen betreibenden Bahngesellschaft, der Birsigthalbahn (BTB).

Geschichte

Die von der Berner Baufirma Pümpin & Herzog, Gesellschaft für Specialbahnen erbaute Birsigthalbahn eröffnete 1887 ihren ersten Abschnitt von Basel Heuwaage nach Therwil. Schon ein Jahr später konnte die Strecke bis Flüh verlängert werden. 1905 wurde der Dampfbetrieb durch die elektrische Traktion mit 750 Volt Gleichstrom abgelöst. Durch die 1910 fertiggestellte Verlängerung bis Rodersdorf erhielt die Bahn sogar einen internationalen Hauch, da sie auf knapp 3 km über elsässisches Gebiet (Frankreich, bei Betriebseröffnung noch Deutschland) verläuft und in Leymen eine Station bedient. Eine geplante Weiterführung bis nach Belfort wurde nie realisiert.

1966 wurde das Rollmaterial durch modernere Pendelzüge bestehend aus sechs Motorwagen (11–16), sieben Steuerwagen (21–27) und zwei Mittelwagen (61–62) ersetzt. Ein Teil der alten Motorwagen wurde an die Biel-Täuffelen-Ins-Bahn (BTI) verkauft, ein anderer Teil an die AOMC. Letztere wurden aber (mangels Zahnradantrieb) nur auf den "Flachlandstrecken" zwischen Aigle und Monthey eingesetzt.

Von 1982 bis 1984 wurde die Strecke ausgebaut. In der Nacht vom 26. auf den 27. Oktober 1984 wurden die blau-weissen beidseitig besteigbaren "(Blauen) Bähnli" durch Tramfahrzeuge ersetzt. In jener Nacht waren viele Firmen mit der Umstellung auf Trambetrieb beschäftigt: ersetzt werden mussten unter anderem die Herzstücke aller Weichen und die Spannung musste von (inzwischen) 940 Volt auf 600 Volt herabgesetzt werden; die Rangiergeleise im Depot Oberwil wurden abgehängt, beim neuen Depot Hüslimatt mussten dagegen zahlreiche neue Weichen eingebaut werden.

Fusion

1974 entstand durch die Fusion der Birsigthalbahn (BTB), der Birseckbahn (BEB), der Trambahn Basel-Aesch (TBA) und der Basellandschaftliche Ueberlandbahn (BUeB) die Baselland Transport AG (BLT).

Die Strecke der ehemaligen Birsigthalbahn erhielt die Liniennummer 17. Aussergewöhnlich war das weisse BLT-Logo auf der hellblauen Farbe der Schmalspur-Pendelzüge, wurden doch die Hausfarben der BLT auf Gelb-Rot festgelegt. 1984 wurde die Linie auf Trambetrieb umgestellt. Dazu mussten Wendeschlaufen an der Heuwaage sowie in Oberwil (beim Depot), Ettingen, Flüh und Rodersdorf gebaut werden. In Oberwil entstand ein neues Tramdepot Hüslimatt. Seither verkehren hier gelb-rote Gelenktriebewagen, zunächst teils mit grünen, von den BVB übernommenen Anhängern. 1986 wurde die Linie 17 an das Netz der Basler Tramlinien angeschlossen. Zwei Verbindungsgeleise mussten zwischen der ehemaligen Endstation der Birsigthalbahn und der Tramhaltestelle Heuwaage gebaut werden. Dann wurde die Tramlinie 10 mit bisheriger Strecke von Dornach zum Aeschenplatz bis Rodersdorf verlängert. Die Linie 17 wurde zu einer Einsatzlinie zwischen Ettingen und Schifflände bzw. Wiesenplatz "zurückversetzt".

Literatur

  • Claude Jeanmaire: Die Entwicklung der Basler Straßen- und Überlandbahnen 1840-1969. Verlag für Eisenbahn und Straßenbahn, Basel 1969
  • Hansrudolf Schwabe, Rudolf Werder, Werner Heuberger, Paul Messmer, Rudolf Pleuler, Christian Siposs: BTB + BEB + TBA + BUeB = BLT, Baselland Transport AG, 100 Jahre öffentlicher Regionalverkehr in der Nordschweiz, Pharos-Verlag, Basel 1987, ISBN 3-7230-0222-6

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