AL-KU
Lage des Kreises Kukës mit dem Hauptort Kukës in Albanien
Flüchtlingslager 1999 östlich von Kukës

Der Kreis Kukës (albanisch: Rrethi i Kuksit) ist einer der 36 Verwaltungskreise Albaniens. Der Kreis mit einer Fläche von 956 km² gehört zum Qark Kukës. Er hat ca. 64.000 Einwohner (2004, Schätzung). Benannt wurde der Kreis nach dem Hauptort Kukës.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Der Kreis liegt im Nordosten des Landes in einer gebirgigen Region. Die Berge erreichen östlich von Kukës Höhen bis fast 2400 m ü.d.M.

Die nördliche Grenze des Kreises wird vom Fluss Drin gebildet, der hier zum Liqeni i Fierzës gestaut ist. Aus dem Süden fließt der Schwarze Drin durch den Kreis, der sich im Stausee mit dem aus Osten kommenden Weißen Drin vereinigt. Das Tal des Drin ist meist eng und unzugänglich, wie weite Teile des Gebietes.

Im Osten des Kreises liegt Kosovo. Bei Morina, auf der Straße 39 Kilometer östlich von Kukës im Tal des Weißen Drin, liegt der wichtigste Grenzübergang zwischen Albanien und Kosovo.

Östlich von Kukës wurde Chrom abgebaut.

Bevölkerung

Die Bevölkerung ist ländlich geprägt. Neben Kukës mit rund 18.000 Einwohnern gibt es keine weiteren Städte im Kreis.

Im Kreis Kukës gibt es kaum Minderheiten. Nur ganz im Osten an der Grenze leben Goranen in einigen Dörfern wie Shishtavec. Die Bewohner sind fast ausnahmslos sunnitische Muslime.

Verkehr

Kukës liegt sehr abgeschieden vom Rest des Landes. Schmale Bergstrassen, die sich über zahlreiche Pässe winden, sind die einzige Verbindung zu den Zentren des Landes. Im Winter sind nach Schneefall zahlreiche Dörfer überhaupt nicht mehr zu erreichen. Um den Nordosten ein wenig besser mit dem Rest des Landes zu verbinden, ist in Kukës ein Flughafen in Planung. Auch an einer Autobahn von Zentralalbanien über Kukës nach Kosovo wird gebaut.

Vor dem Zweiten Weltkrieg war die Region um Kukës stark mit Kosovo verbunden. Nach Prizren sind es nur rund 60 Kilometer. Das Schließen der Grenze verunmöglichte in der Folge den traditionellen Austausch zwischen den Regionen. Erst seit dem Abzug der serbischen Armee von der Grenze nach dem Ende des Kosovo-Kriegs, als Zehntausende von albanischen Flüchtlingen aus Kosovo bei Morina die Grenze überquerten und rund um Kukës Zuflucht suchten, ist die Grenze wieder normal passierbar.

Gemeinden

Städte: Kukës.
Gemeinden: Arrën, Bicaj, Bushtrica, Grykë-Çaja, Kalis, Kolsh, Malzi, Shishtavec, Shtiqën, Surroj, Tërthor, Topojan, Ujmisht, Zapod.

Websites



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