Bisacetodioxiuran
Strukturformel
Allgemeines
Name Uranylacetat
Andere Namen
  • Uranylacetat-Dihydrat
  • Bisacetodioxiuran(-Dihydrat)
Summenformel UO2(CH3COO)2·2H2O
CAS-Nummer
  • 541-09-3
  • 6159-44-0 (Dihydrat)
PubChem 114927
Kurzbeschreibung gelbe Kristalle
Eigenschaften
Molare Masse
  • 388,12 g·mol−1
  • 424,15 g·mol−1 (Dihydrat)
Aggregatzustand

fest

Dichte

2,893 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

110 °C (Verlust des Kristallwassers)[1]

Siedepunkt

275 °C (thermische Zersetzung)[1]

Löslichkeit

76,94 g/l in Wasser[2]

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung aus RL 67/548/EWG, Anh. I [3]
Sehr giftig Umweltgefährlich
Sehr giftig Umwelt-
gefährlich
(T+) (N)
R- und S-Sätze R: 26/28-33-51/53
S: (1/2)-20/21-45-61
Radioaktivität
Radioaktiv
 
Radioaktiv
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Uranylacetat (UO2(CH3COO)2·2H2O) ist ein gelber, kristalliner Feststoff, bestehend aus rhombischen Kristallen mit leicht essigsaurem Geruch. Bei Temperaturen über 110 °C tritt der Verlust des Kristallwassers ein; wird der Stoff über 275 °C erhitzt, zersetzt er sich thermisch zu Urantrioxid (UO3).

Inhaltsverzeichnis

Verwendung

Uranylacetatkristalle

Uranylacetat findet Verwendung zur Negativkontrastierung in Elektronenmikroskopen. Tatsächlich ist es für die meisten Abläufe in der Elektronenmikroskopie der Biologie notwendig. Ein- und zweiprozentige Uranylacetatlösungen dienen als Indikator und zur Titration in stärkeren Konzentrationen in der analytischen Chemie, da der Stoff mit Natrium ein unlösliches Salz bildet, was bei Natrium sonst unüblich ist. Uranylacetatlösungen zeigen Lichtempfindlichkeit und zersetzen sich vor allem unter UV-Strahlung.

Gesundheitsgefahren

Kommerzielle Uranylacetatpräparate werden aus abgereichertem Uran hergestellt und besitzen eine Radioaktivität von 0,37 bis 0,51 µCi/g.[2] Diese geringe Strahlungsintensität ist zu schwach, um gefährlich zu sein, solange das Material nicht inkorporiert wird.

Uranverbindungen sind unabhängig von ihrer Radioaktivität stark giftig. Auf den menschlichen Körper wirkt es nach der Einnahme (oral, als Staub über die Atemwege oder bei Wundkontakt) sehr giftig. Es sind Risiken für den gesamten Organismus durch eine Langzeitexposition nicht auszuschließen. So können sich Erbgutschäden und Krebs entwickeln.

Einzelnachweise

  1. a b c Eintrag zu Uranylacetat in der GESTIS-Stoffdatenbank des BGIA, abgerufen am 27. Juni 2008 (JavaScript erforderlich)
  2. a b http://www.laddresearch.com/wsmsds/23620.htm
  3. Nicht explizit in RL 67/548/EWG, Anh. I gelistet, fällt aber dort mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Sammelbegriff „Uranverbindungen“; Eintrag in der GESTIS-Stoffdatenbank des BGIA, abgerufen am 30. März 2009 (JavaScript erforderlich)

Weblinks


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