Bischof Tello

Tello (* unbekannt; † 24. September 765 (?)) war von 759 bis 765 Bischof von Chur im heutigen schweizerischen Kanton Graubünden.

Gemäss seines Testaments von 765 und des Bischofskatalogs des Liber de feodis von 1388 war er ein Sohn des rätischen Präses Victor und seiner Frau Teusenda. Im Testament werden auch seine Geschwister genannt, von denen jedoch die Namen nicht bekannt sind.

Als Bischof von Chur lässt er sich ab 759 nachweisen. Wie schon sein Vater war er gleichzeitig auch Präses und vereinigte damit die geistliche und weltliche Gewalt in Churrätien in einer Person.

759/760 erwähnt ihn der St. Galler Mönch Walahfrid in seiner Vita san Galli. 762 nahm er als Suffragan des Erzbischofs von Mainz am Konzil von Attigny-sur-Aisne teil und unterschrieb dessen Akten. Neben anderen wird Tello auch im Verbrüderungsbuch der Abtei Reichenau erwähnt.

In seinem Testament vom 15. Dezember 765 vermachte er umfangreichen Besitz (Güter und Ländereien) in der unteren Surselva zwischen Flims und Trun dem eben gegründeten Kloster Disentis, mit dem er eng verbunden war. Tellos Testament ist eine der wichtigsten Quellen für die rätische Kirchengeschichte des 8. Jahrhunderts und eines der ältesten schriftlichen Dokumente Graubündens überhaupt.

Literatur


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