1/f²-Rauschen

1/f²-Rauschen (auch „Braunes“ oder „Rotes Rauschen“ genannt) bezeichnet ein Rauschen mit einem Amplitudenverlauf umgekehrt proportional zum Quadrat der Frequenz (~ 1/f²). Die Rauschleistungsdichte sinkt dabei um 6 dB je Oktave.

Der Ausdruck „Rotes Rauschen“ stammt aus dem englischen Sprachgebrauch.

Beispiele

Amplitudenverteilung von 1/f²-Rauschen

Die Brownsche Molekularbewegung entspricht zum Beispiel einem 1/f²-Rauschen.

1/f²-Rauschen kann visualisiert werden, indem eine diskrete zweidimensionale komplexe Funktion mit bihyperbolisch abfallender Amplitude und zufälliger Phase invers fourier-transformiert wird. Der Betrag der komplexwertigen Fourier-Rücktransformierten kann sowohl einfarbig (Graustufen) als auch getrennt für die drei Farbkanäle als RGB-Signal ausgegeben werden.

1/f²-Rauschen kann theoretisch hörbar gemacht werden, indem eine diskrete eindimensionale komplexe Funktion mit einer mit bihyperbolisch abfallenden Amplitude und zufälliger Phase invers fourier-transformiert wird. Allerdings ist der Frequenzanteil auf sehr niederfrequente Signale beschränkt, so dass der Infraschall für den Menschen nicht hörbar ist. Der Betrag der komplexwertigen Fourier-Transformierten kann sowohl monophon als auch stereophon wiedergegeben werden.

1/f²-Rauschen
Eindimensionale Rauschsignale Eindimensionale Rauschsignale
Zweidimensionale,
farbige Rauschsignale
Zweidimensionale, farbige Rauschsignale
Zweidimensionale,
graustufige Rauschsignale
Zweidimensionale, graustufige Rauschsignale
Hörbeispiele, mono
Unhörbar, da Infraschall

Achtung: bei Lautsprechern mit sehr tieffrequenten Wiedergabebereich führt das 2. Hörbeispel zu sehr großen Amplituden, was zur permanenten Beschädigungen führen kann.



Siehe auch

Literatur

  • Hubert Henle: Das Tonstudio Handbuch. 5. Auflage. GC Carstensen Verlag, München, 2001, ISBN 3-910098-19-3.
  • Michael Dickreiter: Handbuch der Tonstudiotechnik. 6. Auflage. K. G. Saur Verlag KG, München, 1997, ISBN 3-598-11320-x.
  • Thomas Görne: Tontechnik. 1. Auflage. Carl Hanser Verlag, Leipzig, 2006, ISBN 3-446-40198-9.

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