Bischofsring
Bischofsring des Erzbischofs Albero von Montreuil 1131–1152.

Der Bischofsring (lat.: Annulus pontificalis) zählt zu den Insignien und Pontifikalien der Bischöfe und der Äbte in der römisch-katholischen Kirche, wird aber auch von lutherischen Bischöfen getragen. Er ist in der Regel golden und mit Edelsteinen besetzt, kann aber auch anders gestaltet sein. Er wird mit den Worten „Nimm den Ring, das Siegel der Treue, damit du Gottes heilige Braut, die Kirche, geschmückt durch unwandelbare Treue, unverletzt behütest“ bei der Bischofsweihe oder der Abtsweihe angesteckt.

Er ist das Zeichen der Bindung des Bischofs oder des Abtes an seine Diözese bzw. an seine Gemeinschaft, so wie der Ehering als Symbol die dauernde Bindung der Ehepartner symbolisiert. Der Ring erscheint mit dem Stab erstmals bei Isidor von Sevilla in seinem Werk De ecclesiasticis officiis (II,5) und beim Konzil von Toledo im Jahre 633 (can. 28).[1] Seit dem Jahr 1000 wird er von Bischöfen und Äbten allgemein getragen.


Der Bischof von Rom, der zugleich auch Papst ist, trägt den sogenannten Fischerring.

Einzelnachweise

  1. Raddatz, Alfred: kirchliche Insignien. In: Müller, Gerhard (Hrsg.): Theologische Realenzyklopädie. Bd. 16, Berlin 1993, S. 196-202.

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