Bischofswarth
Hlohovec
Wappen von Hlohovec
Hlohovec (Tschechien) (Tschechien)
DEC
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Jihomoravský kraj
Bezirk: Břeclav
Fläche: 895 ha
Geographische Lage: 48° 46′ N, 16° 46′ O48.77416666666716.766666666667174Koordinaten: 48° 46′ 27″ N, 16° 46′ 0″ O
Höhe: 174 m n.m.
Einwohner: 1.282 (3. Juli 2006)
Postleitzahl: 691 43
Verkehr
Straße: Lednice - Valtice
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 1
Verwaltung (Stand: 2008)
Bürgermeister: Jana Vlková
Adresse: Hlavní 75
691 43 Hlohovec u Břeclavě
Website: www.hlohovec.cz

Hlohovec (deutsch Bischofswarth) ist eine Gemeinde in der Region Südmähren in Tschechien. Sie liegt zehn Kilometer westlich von Břeclav und gehört zum Okres Břeclav.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Hlohovec befindet sich im Süden der Pollauer Berge rechtsseitig des Baches Včelínek. Das Dorf liegt am Hlohovecký rybník, der mit dem Nesyt, Prostřední rybník und Mlýnský rybník entlang des Včelínek ein System von vier zusammenhängenden Karpfenzuchtteichen mit insgesamt ca. 600 ha bildet.

Nachbarorte sind Bulhary und Nejdek im Norden, Lednice im Nordosten, Charvátská Nová Ves im Osten, Poštorná im Südosten, Valtice im Süden, Úvaly im Südwesten sowie Sedlec im Westen.

Geschichte

Der Name erscheint zuerst im Liechtensteinischen-Urbar des Jahres 1414. Er bezeichnete einen erhöhten Punkt im Gelände, dem Wartberg. Im Jahre 1570 wird es als neu angelegtes Dorf erwähnt. Dies war vermutlich das Nachfolgedorf des im 15. Jahrhundert verödeten Allach (Alosch) und Königsbrunn welche nördlich von Feldsberg lagen. Die neuen Zuwanderer waren großteils Kroaten. Im Laufe der Jahrhunderte wurden die Kroaten von slowenischen Zuwanderer assimiliert, so dass im 19. Jahrhundert alle kroatischen Elemente der Ortschaft verschwunden waren. Die Ortschaft selbst gehörte bis 1919 zu Niederösterreich wurde aber nach dem Zerfall von Österreich-Ungarn an die Tschechoslowakei abgetreten. Nach dem Münchner Abkommen rückten im Oktober 1938 deutsche Truppen im Ort ein. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Gemeinde wieder an die Tschechoslowakei abgetreten.

Matriken gibt es seit 1615 (bei Feldsberg).[1]

Das Ortssiegel ist seit dem letzten Viertel des 16. Jh. bekannt. Es zeigt ein einfaches Barockschild, in dessen Fuß ein Herz steht, aus dem ein junges Bäumchen sprießt. Aus dem Bäumchen wachsen drei Zweige, die je eine Apfelblüte tragen. Das Bäumchen ist mit einem Flugeisen belegt, welches für die Landwirtschaft steht. [2]

Einwohnerentwicklung

Volkszählung Einwohner gesamt Volkszugehörigkeit der Einwohner
Jahr Deutsche Tschechen Andere (Kroaten)
1793 - -
1836 732
1869 753 0 640 113
1880 871 36 828 7
1890 981 28 947 6
1900 1005 5 990 10
1910 1219 152 1066 1
1921 1313 10 1296 6
1930 1425 13 1403 9
1939 1431
Quelle: 1793, 1836, 1850 aus: Frodl, Blaschka: Südmähren von A-Z. 2006
Sonstige: Historický místopis Moravy a Slezska v letech 1848–1960, sv.9. 1984

Sehenswürdigkeiten

  • Filialkirche des hl. Bartholomäus
  • Schloss Hraniční zámek am Hlohovecký rybník
  • Schlösschen Rybniční zámeček, nordöstlich des Dorfes am Prostřední rybník bei Lednice
  • Schutthügel des Feste Aloch, südlich des Dorfes

Weblinks

Belege

  1. Gerald Frodl, Walfried Blaschka: Der Kreis Nikolsburg von A-Z, 2006, Bischofswarth Seite 47
  2. Liechtenstein-Archiv Vaduz/Wien 1378, 1401, 1413: Archiv der NÖ Landesregierung; Okresní archiv/ B Nikolsburg.

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