Bismarcksäule (Lüdenscheid)

Wie viele Orte im mitteleuropäischen Raum besaß auch Lüdenscheid einen sogenannten Bismarckturm, hier Bismarcksäule genannt. Mit dieser Art Denkmal sollte des ehemaligen Reichskanzlers Otto von Bismarck (1815-1898) gedacht werden, welchem zudem die Lüdenscheider Ehrenbürgerwürde verliehen worden war.

Die örtliche Bismarcksäule wurde bis 1902 in landschaftlich dominierender Lage auf einer Anhöhe am Ende der Kaiserallee errichtet. Sie folgte dem vielfach verwendeten Entwurf „Götterdämmerung“ und besaß eine Höhe von 18 m. Bei Bismarcktürmen üblich war die Verwendung lokaltypischer Baumaterialien; in Lüdenscheid kam Grauwacke zum Einsatz. Bis 1957 wurde um die Säule herum die Albert-Schweitzer-Schule errichtet, so dass sie schließlich den Schulhof dominierte. Wegen angeblicher Baufälligkeit kam es 1965 zum Abbruch. Weitgehend erhalten ist die Umfeldgestaltung in Form der ursprünglich auf die Säule ausgerichteten Kaiserallee mit vier Baumreihen und ringförmigen Baumpflanzungen am ehemaligen Denkmalsplatz. Steinmaterial der Bismarcksäule wurde schließlich für die Gestaltung eines kleineren Bismarckdenkmals im Loher Wäldchen südöstlich der Innenstadt verwendet.

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