Bismarckturm

Ein Bismarckturm ist eine besondere Form des Bismarckdenkmals.

Von 240 Bismarcktürmen sind heute noch 173 vorhanden. In der Bundesrepublik Deutschland sind noch 146 von ehemals 184 Türmen erhalten. Einige, u. a. alle 47 Türme nach dem Entwurf „Götterdämmerung“ von Wilhelm Kreis, wurden als sogenannte Bismarcksäulen errichtet. Diese Bezeichnung ist auf den 1899 ausgeschriebenen Wettbewerb der Studentenschaft zurückzuführen, der die Errichtung möglichst vieler Feuersäulen (und nicht Aussichtstürme) anregen sollte. Doch auch andere Bismarcktürme, z. B. die reinen Feuersäulen ohne Aussichtsfunktion, werden vielfach als Bismarcksäule bezeichnet.

Zu historischen Details der Bismarcktürme siehe Bismarckdenkmal #Geschichte.

Bismarckturm in Rathenow
Bismarckturm in Altenkirchen
Bismarckturm in Tübingen
Bismarckturm in Kamerun, Stereobild 1904
Bismarckturm in Concepción, Chile, 2008

Inhaltsverzeichnis

Erhaltene Türme

Bismarckturm in Mosbach
Bismarckturm am Starnberger See. Architekt:Theodor Fischer, Reliefs: Josef Floßmann
Bismarckturm in Spremberg
Bismarckturm am Taufstein
Bismarckturm in Hagen
Die Bismarcksäule auf dem Pariner Berg in Bad Schwartau, Schleswig-Holstein
Bismarckturm bei Sargenroth im Hunsrück
der höchste noch existierende Bismarckturm in Glauchau
Bismarckturm in Aumühle
Bismarcksäule in Reinbek
Bismarckturm in Itzehoe
Bismarckturm in Hameln
Bismarckturm in Mülheim an der Ruhr
Bismarckturm auf dem Peterskopf bei Kallstadt
Bismarckturm bei Bad Lauterberg
Bismarckturm Apolda (Thüringen)
Bismarckturm Erfurt (Thüringen)
Bismarckturm oberhalb von Wittmar
Bismarckturm in Konstanz
Bismarckturm in Hildesheim
Bismarckturm in Hof
Bismarckturm in Calbe (Saale)
Bismarckturm in Landstuhl
Bismarckturm in Göttingen
Bismarckturm bei Stettin
Bismarckturm in Tecklenburg
Bismarckturm in Ober-Johnsdorf, Niederschlesien
Bismarckturm in Köln
Bismarckturm in Radebeul

Baden-Württemberg

Bayern

Brandenburg

Hessen

Mecklenburg-Vorpommern

  • Bismarcksäule Greifswald auf dem Epistelberg. Entwurf Götterdämmerung[3]

Niedersachsen

Nordrhein-Westfalen

Rheinland-Pfalz

Sachsen

Sachsen-Anhalt

Siehe: Liste der Bismarcktürme in Sachsen-Anhalt

Schleswig-Holstein

Thüringen

Frankreich – ehem. Reichslande Elsass-Lothringen

Übriges Frankreich

  • Bismarckturm Laon, im Ort Vaurseine, Gemeinde Ployart et Vaurseine. Spätmittelalterlicher Steinturm, während der Dauer der Besetzung der Region durch deutsche Truppen im Ersten Weltkrieg in Bismarckturm umbenannt.

Österreich

  • Bismarckturm Rosenau/Niederösterreich

Polen – ehem. Preußen, Provinz Brandenburg

Polen – ehem. Preußen, Provinz Pommern

Polen – ehem. Preußen, Provinz Posen

  • Bismarckturm Filehne, Standort auf Knospes Höh.

Polen – ehem. Preußen, Provinz Schlesien

  • Bismarckturm Grünberg/Niederschlesien, auf dem Meiseberg
  • Bismarckturm Ober Johnsdorf/Niederschlesien. 1869 errichtet als erster Bismarckturm überhaupt.
  • Bismarckturm auf der Hohen Eule (Wielka Sowa) (1015 m) im Eulengebirge (Gory Sowie), Gemarkung Peterswaldau/Niederschlesien - 2005 bis 2009 in zwei Bauetappen mit Hilfe von EU-Fördermitteln (Interreg IIIa) saniert, öffentlich zugängig (besteigbar), öffentliche Ausstellung zu Geschichte und Sanierung des Turmes im 1. Obergeschoss (Zugangsebene)
  • Bismarckturm Sagan/Niederschlesien

Polen – ehem. Preußen, Provinz Ostpreußen

  • Bismarckturm Drengfurth/Landschaft Barten, östlich der Stadtmitte auf Anhöhe (verfällt)
  • Bismarckturm Osterode in Ostpreußen, im Stadtpark am nördlichen Drewenz-Seeufer (erhalten)

Polen – ehem. Preußen, Provinz Westpreußen

  • Bismarckturm Culm, an der Stelle der alten Ordensburg (abgerissen)
  • Bismarckturm Flatow, auf dem Galgenberg (1968 abgerissen)
  • Bismarckturm Lichtfelde, auf dem Waldberg (abgerissen)
  • Bismarckturm Melno, auf dem Mühlberg (abgerissen)
  • Bismarckturm Stagnitten, in der Nähe des Forsthauses Seeteich (abgerissen)

Russland - ehem. Preußen, Provinz Ostpreußen

Tschechien

Übersee

  • Bismarckturm in Chile auf dem Cerro Caracol oberhalb der Stadt Concepción. 1921 eingeweiht, bei zwei Erdbeben 1939 und 1960 so stark beeinträchtigt, dass das Obergeschoss abgetragen wenden musste. Weitere starke Beschädigung beim Erdbeben 2010.
  • Bismarckturm in Kamerun, südlich von Limbe auf Kap Nachtigal, welches die Ambas Bay von der Man of War Bay trennt. 1901 erbaut, ab 1903 und bis mindestens 1965 als Leuchtturm benutzt.

Nicht erhaltene Türme

Bismarckturm bei Drengfurth (verfällt)
Bismarckturm auf dem Knivsberg (gesprengt)

Bayern

Berlin

Brandenburg

Bremen

  • Bismarckturm in Reinkenheide. 1911 erbaut, 1966 gesprengt.

Hamburg

  • Bismarckturm Hamburg. Um 1890 wurde an dem am Hafen gelegenen Vergnügungslokal „Trichter“ ein Aussichtsturm mit Beleuchtungsfunktion errichtet. Etwa 1906 wurde dieser in „Bismarckturm“ benannt. Die Benennung könnte mit der Einweihung des benachbarten 35 m hohen Bismarckdenkmals im Hamburger Elbpark am 2. Juni 1906 in Zusammenhang stehen. Die Gartenwirtschaft samt Turm soll im Jahr 1926 abgerissen worden sein, nach anderen Quellen 1942 durch Fliegerbomben zerstört.

Hessen

Mecklenburg-Vorpommern

Niedersachsen

Nordrhein-Westfalen

Rheinland-Pfalz

  • Bismarckpavillon Bad Bergzabern. Holzbauweise, um 1895 eingeweiht, um 1965 abgerissen.
  • Bismarckturm Neuwied. 1911 eingeweiht, 1974 abgerissen. Am ehemaligen Standort befindet sich heute ein Gedenkstein.

Sachsen

Sachsen-Anhalt

Schleswig-Holstein

Thüringen

Dänemark – ehem. Preußen, Provinz Schleswig-Holstein

Frankreich – ehem. Reichslande Elsass-Lothringen

  • Bismarcksäule Mörchingen. Entwurf Götterdämmerung, 1901 errichtet, 1918 abgerissen.

Polen – ehem. Preußen, Provinz Brandenburg

  • Bismarckturm Drossen. Holzbauweise.
  • Bismarckturm Słubice, bis 1945 als Dammvorstadt Teil von Frankfurt (Oder); Typ Götterdämmerung, als Aussichtsturm unter anderem mit Blick auf das Schlachtfeld der Schlacht bei Kunersdorf. 1901 eingeweiht, 1945 von der Wehrmacht gesprengt
  • Bismarckturm Guben– 1908 eingeweiht, am 2. März 1945 von der SS gesprengt, um Artilleriebeschuss Gubens zu vermeiden, da er weithin sichtbar war und die Stadt Guben von russischer Seite aus gesehen direkt hinter dem Berg mit dem Turm lag.

Polen – ehem. Preußen, Provinz Pommern

  • Bismarckturm Pollnow, 1930 fertiggestellt, 1945 zerstört, die Reste kurz darauf abgerissen.

Polen – ehem. Preußen, Provinz Posen

  • Bismarckturm Birnbaum. 1900 eingeweiht, 1937 abgetragen.
  • Bismarckturm Bromberg auf der Bismarck-Höhe an der Brahe. 1913 eingeweiht, 1921 in Freiheitsturm umbenannt, 1928 gesprengt.
  • Bismarckturm Fraustadt. Typ Götterdämmerung, 1905 eingeweiht, Zerstörungsdatum unbekannt.
  • Bismarckturm Kempen. 1911 eingeweiht, 1920 in Kosciuszko-Turm umbenannt. Zerstörungsdatum unbekannt.
  • Bismarckturm Meseritz. 1914 eingeweiht, Ende der 1950er oder Anfang der 1960er Jahre gesprengt.

Russland – ehem. Preußen, Provinz Ostpreußen

  • Bismarckturm Gumbinnen auf den Kallner Bergen. 1903 eingeweiht, 1945 gesprengt.
  • Bismarckturm Königsberg auf dem Galtgarben. 1906 eingeweiht, 1945 gesprengt.

Polen – ehem. Preußen, Provinz Schlesien

  • Bismarckturm Glogau auf dem Gurkauer Berg. Entwurf Götterdämmerung. Grundsteinlegung 1906, um 1945 gesprengt.
  • Bismarckturm Gottesberg auf dem Winklerberg. Einweihung 1902, 1947 gesprengt.
  • Bismarckturm Kattowitz im Südpark auf der Beatenhöhe. 1903 eingeweiht, 1933 abgetragen.
  • Bismarckturm Myslowitz am Dreikaisereck. Entwurf Götterdämmerung. 1907 eingeweiht, zwischen 1933 und 1938 abgetragen.
  • Bismarckturm Ratibor. 1913 eingeweiht, 1933 gesprengt.
  • Bismarckturm Stonsdorf auf dem Prudelberg. 1901 eingeweiht, vor 1992 gesprengt.
  • Bismarckturm Ziegenhals auf der Mittelkoppe. Holzbauweise, 1902 eingeweiht, 1912 von einem Sturm zerstört.
  • Bismarckturm Zobten am Berge in der Nähe des Zobtenbergs (Ślęża). Steinbauweise, 1907 eingeweiht,

Übersee

  • Bismarckturm in Papua-Neuguinea auf dem Varzinsberg nahe Toma auf der Gazelle-Halbinsel. Einweihung 1910, weiteres Schicksal unbekannt.
  • Bismarcksäule in Tansania auf dem Singinoberg südwestlich von Kilwa Kivinje. Säule aus Korallensteinen, mit indischem Sandstein verkleidet, darauf ein Dreifuß mit Feuerschale. Einweihung 1901, weiteres Schicksal unbekannt.

Literatur

  • Sieglinde Seele, Günter Kloss: Bismarck-Türme und Bismarck-Säulen. Eine Bestandsaufnahme. Michael Imhof Verlag, Petersberg 1997, ISBN 3-932526-10-4.
  • Sieglinde Seele: Lexikon der Bismarck-Denkmäler. Türme, Standbilder, Büsten, Gedenksteine und andere Ehrungen. Eine Bestandsaufnahme in Wort und Bild. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2005, ISBN 3-86568-019-4.

Weblinks

 Commons: Bismarcktürme – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen

  1. a b c d e Regina Scheer: Der Umgang mit Denkmälern / Eine Recherche in Brandenburg. Potsdam 2003, ISBN 3-932502-36-1.
  2. Der Bismarckturm Darmstadt auf dem Dommerberg, Zugriff 29. Mai 2010
  3. Bismarcktuerme.de: Bismarckturm Greifswald
  4. »www.bismarckturm-itzehoe.de«, eingesehen am 13. Juli 2011
  5. Hannoversche Allgemeine: Auszüge aus dem „Stadtlexikon Hannover: Bismarck-Säule, 30. September 2009
  6. Historisches Chemnitz.de: Der Bismarckturm
  7. Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Weimar 1998. ISBN 3-7400-0807-5, S. 45 f.

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