Bistum Cefalonia

Das ehemalige römisch-katholische Bistum Kefalonia (auch Bistum Cefalonia, griech.: Λατινική Επισκοπή Κεφαλληνίας ital. :Episcopato Latino di Cefalonia) wurde 1207 als Abspaltung des 1205 gegründeten Bistums Patras begründet[1]. Diesem wurde mit Beschluss des Papstes am 12. März 1222 das 1212 gegründete Bistum Zakynthos angeschlossen. [2]. Somit umfasste das neue Bistum Kefalonia das ganze Gebiet der Pfalzgrafschaft Kefalonia und Zakynthos (diese entstand nach dem 4. Kreuzzug, als abhängiger Staat des Königreiches Neapel und später der Republik Venedig). Franz von Assisi gründete auf Kefalonia ein Kloster (das im 16 Jahrhundert orthodox wurde, und seit dem Erdbeben von 1953 nur als Ruine erhalten ist). Nach seinem Namen heißt es "Sissia" (Μονή Σισσίων).

Die Diözese war Suffragan des Erzbischofs von Korfu. 1866 umfasste sie 7-8000 Gläubige unter einer Gesamtbevölkerung von 100.000 und hatte ihren Sitz auf einer Burg nördlich von Lixouri[3] Sie bestand etwa 700 Jahre lang ehe sie am 3. Juni 1919, wie auch das Bistum Zante (Griech.: Zakynthos), in das Erzbistum Korfu eingegliedert wurde. Heute wird noch die katholische Kirche St. Nikolaus an der Fußgängerzone in Argostoli regelmäßig genutzt.

Einzelnachweise

  1. http://npsailas.spaces.live.com/blog/cns!2AAD39E13A717053!270.entry
  2. http://www.catholic-church-corfu.org/
  3. Dictionnaire encyclopédique de la théologie catholique, S. 613 (unter Google books online verfügbar)

Literatur

Τζαννετάτος, Θ. Σ. (Herausgeber): Το πρακτικόν της Λατινικής Επισκοπής Κεφαλληνίας του 1264 και η επιτομή αυτού. Athen 1965.

Siehe auch


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