Bistum Gurk
Karte
Karte Diözese Gurk
Basisdaten
Staat Österreich
Kirchenprovinz Salzburg
Metropolitanbistum Erzdiözese Salzburg
Diözesanbischof Alois Schwarz
Generalvikar Engelbert Guggenberger
Fläche 9.533 km²
Dekanate 24 (31. Dezember 2007 / AP 2009)
Pfarreien 337 (31. Dezember 2007 / AP 2009)
Einwohner 561.154 (31. Dezember 2007 / AP 2009)
Katholiken 409.363 (31. Dezember 2007 / AP 2009)
Anteil 73 %
Diözesanpriester 194 (31. Dezember 2007 / AP 2009)
Ordenspriester 65 (31. Dezember 2007 / AP 2009)
Ständige Diakone 43 (31. Dezember 2007 / AP 2009)
Katholiken je Priester 1.581
Ordensbrüder 76 (31. Dezember 2007 / AP 2009)
Ordensschwestern 258 (31. Dezember 2007 / AP 2009)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Latein, Deutsch
Slowenisch
Kathedrale Klagenfurter Dom
Konkathedrale Gurker Dom
Webpräsenz www.kath-kirche-kaernten.at
Kirchenprovinz
Karte der Kirchenprovinz Salzburg

Die Diözese Gurk (lat.: Dioecesis Gurcensis, slowenisch: Krška Škofija) ist eine österreichische Diözese, die zur Kirchenprovinz Salzburg gehört. Der Bischofssitz befindet sich in Klagenfurt. Ihr Territorium umfasst heute das Bundesland Kärnten. Der südliche Teil des Diözesangebiets wird neben einer deutschsprachigen Mehrheit auch von Kärntner Slowenen besiedelt. Aus diesem Grund sind die zentralen Diözesanstrukturen zweisprachig (Deutsch, Slowenisch) angelegt. So gibt es beispielsweise neben der Kärntner Kirchenzeitung auch ein Pendant in Slowenisch, die Nedelja (Sonntag). In 69 Pfarren Südkärntens ist Slowenisch neben Deutsch Liturgiesprache.

Geschichte

Das Bistum wurde 1072 als erstes der Salzburger Eigenbistümer gegründet. Sitz des Bischofs war Gurk in Kärnten. Als materielle Basis diente ein von Erzbischof Gebhard aufgelassenes Nonnenkloster (Stift Gurk), das einst die Gräfin Hemma von Gurk gestiftet hatte. Hemma gilt daher als eine der Gründerinnen des Bistums. Als erster Bischof wurde Günther von Krappfeld geweiht. Der Gurker Bischof sollte voll von Salzburg abhängig sein und für den Erzbischof als Vikar fungieren. Erst 1131 erfolgte die Zuteilung einer kleinen Diözese. Durch großangelegte Urkundenfälschungen wurde versucht, aus der Umklammerung Salzburgs zu kommen, was aber misslang. Sitz der Bischöfe war jahrhundertelang Schloss Straßburg (bis 1783), danach für kurze Zeit Schloss Pöckstein.

Dom zu Gurk

Ein langwieriger Prozess um das Bistum wurde auf dem Konzil von Basel ausgetragen.

1787 wurde der Bischofssitz nach Klagenfurt verlegt. Seit 1859 decken sich die Diözesangrenzen Gurks mit jenen des Landes Kärnten. Zuvor gehörten Teile von Kärnten zur Erzdiözese Salzburg (bzw. zu ihren Eigenbistümern Gurk und Lavant) sowie zum Patriarchat Aquileia.

Kärntner Pfarren mit zweisprachiger (deutsch-slowenischer) Liturgie

Diözesanheilige

Der Landespatron von Kärnten ist der Heilige Josef (19. März), der Schutzheilige der Diözese ist Johannes der Täufer (24. Juni), die Heilige Hemma von Gurk (27. Juni) ist die Landesmutter.

Siehe auch

Literatur

  • Jakob Obersteiner: Die Bischöfe von Gurk 1072–1822. Klagenfurt, Verlag des Geschichtsvereins für Kärnten 1969.
  • Jakob Obersteiner: Die Bischöfe von Gurk 1824–1979. Klagenfurt, Verlag des Geschichtsvereins für Kärnten 1980.

Weblinks


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