Bistum Passau
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Basisdaten
Staat Deutschland
Kirchenprovinz München und Freising
Metropolitanbistum Erzbistum München und Freising
Diözesanbischof Wilhelm Schraml
Emeritierter Diözesanbischof Franz Xaver Eder
Generalvikar Klaus Metzl
Fläche 5.442 km²
Dekanate 10 (31.12.2008 / AP2010)
Pfarreien 285 (31.12.2008 / AP2010)
Einwohner 566.882 (31.12.2008 / AP2010)
Katholiken 498.691 (31.12.2008 / AP2010)
Anteil 88 %
Diözesanpriester 346 (31.12.2008 / AP2010)
Ordenspriester 108 (31.12.2008 / AP2010)
Ständige Diakone 28 (31.12.2008 / AP2010)
Katholiken je Priester 1.098
Ordensbrüder 136 (31.12.2008 / AP2010)
Ordensschwestern 612 (31.12.2008 / AP2010)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Deutsch
Kathedrale Dom St. Stephan
Website www.bistum-passau.de
Kirchenprovinz
Erzbistum Freiburg Erzbistum Bamberg Erzbistum Berlin Erzbistum Hamburg Erzbistum Köln Erzbistum München und Freising Erzbistum Paderborn Bistum Aachen Bistum Augsburg Bistum Dresden-Meißen Bistum Eichstätt Bistum Erfurt Bistum Essen Bistum Fulda Bistum Görlitz Bistum Hildesheim Bistum Limburg Bistum Magdeburg Bistum Mainz Bistum Mainz Bistum Münster Bistum Münster Bistum Osnabrück Bistum Passau Bistum Regensburg Bistum Rottenburg-Stuttgart Bistum Speyer Bistum Trier Bistum Trier Bistum WürzburgKarte der Kirchenprovinz München und Freising
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Das Bistum Passau (lat.: Dioecesis Passaviensis) ist eine Diözese im Osten von Bayern und umfasst den östlichen Teil des Regierungsbezirks Niederbayern und den Raum AltöttingBurghausen. Passau hat mit 88 Prozent (Stand: 31. Dezember 2008) den höchsten Katholikenanteil von allen deutschen Bistümern (vgl. untere Karte).

Das Bistum ist Mitträger der Katholischen Universität Eichstätt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Bistum wurde 739 von Bonifatius gegründet. Es war zur Zeit des Heiligen Römischen Reichs mit 42.000 km² das größte Bistum und dehnte sich über Wien bis Ungarn aus. Die Geschichte des Bistums beginnt jedoch schon sehr viel früher. Um das Jahr 300 ließen sich die ersten römischen Bewohner taufen. Die Heiligen St. Florian, der Wanderbischof St. Valentin und St. Severin lebten in dieser früheren Zeit im Gebiet des Bistums Passau.

Wappen des Bistums Passau

Bis ins erste Jahrzehnt des elften Jahrhunderts reichte das Bistum Passau im Osten bis zur March und Leitha (ost-österreichische Grenzflüsse) und im Süden bis zu den Voralpen. Mit Recht konnte es sich als Donaubistum bezeichnen (42.000 km²) und war das größte Bistum des alten Deutschen Reiches. Da das Bistum fast ganz in Österreich lag, gab es immer wieder Schwierigkeiten mit den österreichischen Herrschern, die die Absicht trugen, den österreichischen Bistumsanteil abzutrennen. Deshalb entschlossen sich die Passauer Bischöfe Ende des 15. Jahrhunderts das Bistum in zwei große Verwaltungseinheiten (Offizialate) aufzuteilen. Vom 14. bis 17. Jahrhundert erlebte das Bistum viele Höhen und Tiefen. In der Zeit des Trienter Konzils wirkte Fürstbischof Urban von Trennbach (1561–1598) segensreich in Passau. Er stabilisierte die Hinwendung zum katholischen Glauben und galt als mildtätig aber kirchenstreng. 1722 wurde unter Bischof Joseph Dominikus von Lamberg nach jahrhundertelangem Bestreben die Exemtion aus der Kirchenprovinz Salzburg erreicht. 1783 wurde der österreichische Anteil des Bistums abgetrennt. Aus ihnen entstanden die Diözesen Linz und St. Pölten. Während der Säkularisierung verlor Passau 1805 das weltliche Fürstentum. Ebenso wurden alle weltlichen Besitztümer entzogen und fast alle Klöster aufgehoben. 1821 verlor das Bistum seine Exemption und wurde Suffraganbistum von München und Freising. 1813 und 1822 wurde das Bistum um das südliche Gebiet um Simbach am Inn, Altötting und Burghausen erweitert, das zuvor zum Erzbistum Salzburg gehört hatte.

Geographie

Das Bistum Passau hat heute eine Fläche von 5442 km² mit über 520.000 Katholiken. Die Diözese umfasst 306 Pfarreien, die von rund 220 Geistlichen betreut werden. Mittlerweile ist die Bildung von Pfarrverbänden soweit vorgeschritten, dass die 306 Pfarreien in nun mehr 117 Pfarrverbänden eingeteilt sind.

Kathedrale

Die Diözese Passau ist der kirchliche Verwaltungs-
bezirk mit dem größten Katholikenanteil. Katholische Bevölkerung Deutschlands nach Diözesen (Stand: 31 Dez. 2008).

Der Stephansdom ist die Bistumskirche. Er hat wahrscheinlich in der spätrömischen Zeit seine frühen Ursprünge. Das Innere des Doms ist größtenteils barock gestaltet, der Chorraum ist noch aus gotischer Zeit erhalten. Im Dom befindet sich die größte Kirchenorgel eines Domes mit 17.774 Pfeifen und 255 Registern (siehe Hauptartikel Orgeln des Domes St. Stephan (Passau)). Es sind insgesamt fünf Orgelwerke, die von einem Hauptspieltisch aus gemeinsam gespielt werden können. Die größte Orgelpfeife hat eine Länge von über elf Metern und ein Gewicht von 502 Kilogramm.

Wallfahrtsorte

Zum Bistum Passau gehört auch der Wallfahrtsort Altötting, der jedes Jahr von mehr als einer Million Pilgern besucht wird. Die Gläubigen besuchen den Marienwallfahrtsort zum einen wegen der „Schwarzen Madonna“ in der Gnadenkapelle, an deren Stätte sich im Jahr 1489 zwei Heilungswunder ereigneten, zum anderen wegen des Hl. Bruder Konrad von Parzham, der im dortigen Kapuzinerkloster als Pförtner tätig war.

Historisch bedeutsam ist auch die Wallfahrtskirche Mariahilf ob Passau. Die ab 1622 begründete Wallfahrt erlangte nach der Zweite Türkenbelagerung Wiens und der Schlacht am Kahlenberg 1683 an großer Bedeutung, als das Passauer Mariahilf-Gnadenbild zum Staatsgnadenbild der Habsburgermonarchie avancierte.

Patrone

Zu den Bistumspatronen zählen der Hl. Valentin, der Hl. Maximilian und der Hl. Bruder Konrad von Parzham.

Persönlichkeiten

Siehe auch

Bistumsgliederung

Dekanate

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Stephansdom Passau

Kirchen

Klöster

Weblinks

 Commons: Bistum Passau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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