Bistum Triest
Bistum Triest
Basisdaten
Staat Italien
Kirchenregion Triveneto
Metropolitanbistum Erzbistum Gorizia
Diözesanbischof Giampaolo Crepaldi
Emeritierter Diözesanbischof Eugenio Ravignani
Generalvikar Giampaolo Muggia
Fläche 134 km²
Pfarreien 60 (31.12.2007 / AP2008)
Einwohner 245.800 (31.12.2007 / AP2008)
Katholiken 221.700 (31.12.2007 / AP2008)
Anteil 90,2 %
Diözesanpriester 98 (31.12.2007 / AP2008)
Ordenspriester 51 (31.12.2007 / AP2008)
Ständige Diakone 10 (31.12.2007 / AP2008)
Katholiken je Priester 1.488
Ordensbrüder 61 (31.12.2007 / AP2008)
Ordensschwestern 161 (31.12.2007 / AP2008)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Italienisch
Kathedrale Kathedrale von San Giusto
Website www.webdiocesi.chiesacattolica.it

Das Bistum Triest (lat.: Dioecesis Tergestina, ital.: Diocesi di Trieste) ist eine Diözese der römisch-katholischen Kirche um die norditalienische Stadt Triest. Sie unterliegt der Erzdiözese Görz und umfasst 60 Pfarreien. Die Kathedralkirche des Bischofs von Triest ist die Kathedrale San Giusto.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Stadt Triest ist nachweislich seit dem 6. Jahrhundert Sitz eines Bischofs. Aufgrund der frühen Verehrung des Heiligen San Giusto und der ausgeprägten liturgischen und ekklesiologischen Organisation der christlichen Gemeinde in dieser Periode wird allerdings vermutet, dass die Stadt bereits im 1. oder 2. Jahrhundert über einen Bischof verfügte. Es wird ferner davon ausgegangen, dass die Verbreitung des christlichen Glaubens im Gebiet des heutigen Triests von den Bischöfen von Aquileia ausging. Aufgrund seiner engen Beziehung war das Bistum dem Metropoliten von Aquileia unterstellt. Im Zuge des Dreikapitelstreits wandten sich die Erzbischöfe von Aquileia 567 von Rom ab und nahmen den Titel Patriarchen an. Das Bistum Triest als Suffragandiözese von Aquileia kehrte sich ebenfalls vom Heiligen Stuhl ab. Als 568 die Langobarden im Friaul einfielen, flüchtete der Patriarch von Aquileia Paulinus nach Grado. Sein Nachfolger, Patriarch Candidianus, der in Grado residierte, suchte 606 wieder die Gemeinschaft mit Rom; ein Vorhaben, dem sich sein in Aquileia verbliebenes Domkapitel zwar nicht anschloss, dafür aber das Bistum Triest, das seitdem dem Patriarchen von Grado (Aquileia Nova) unterstand.

Statue des Heiligen Justus von Triest, dem Patron der Diözese, im Glockenturm des Doms von Triest

Im 10. Jahrhundert erhielt der Bischof von Triest, Johann II., weltliche Macht über die Stadt verliehen. König Lothar II. von Italien übertrug ihm am 8. August 948 die Gerichtsgewalt über die Stadt und ihre Umgebung sowie eine Reihe weiterer Herrschaftsrechte. Der Bischof wurde somit zum Fürstbischof und Stellvertreter des Königs, musste aber auch die dauerhafte Zugehörigkeit der Stadt zu dessen Reich garantieren. Obwohl diese Regelung bis ins 13. Jahrhundert wirksam war, zeichnete sich im Laufe der Jahrhunderte ein zunehmender Konflikt zwischen der Triestiner Bevölkerung, die echte Seelenhirten auf den Bischofsstuhl wünschten, und den deutschen Königen und Kaisern, die der Stadt ihnen treue Lehnsherren als Bischöfe aufzwingen wollten, ab. Ferner setzten sich die Triestiner Bürger zunehmend über die Autorität des Bischofs hinweg und erlangten ihm gegenüber immer mehr Unabhängigkeit. Am 10. März 1295 verzichtete schließlich Bischof Brissa di Toppo auf die letzte bischöfliche Kontrolle über die Organe der Volksvertretung in Triest. Die Stadt wurde somit de facto und de jure zur freien Kommune.

Die Kathedrale von San Giusto: Kathedralkirche des Bischofs von Triest
Büste von Papst Pius II. an der Kathedrale von Triest

1751 wurde die Erzdiözese Gorizia von Papst Benedikt XIV. errichtet, der das Bistum Triest seither als Suffragandiözese untersteht.

Am 30. Juni 1828 wurde die Diözese Triest mit dem Bistum Koper zum Bistum Triest und Capodistria vereinigt. Erst am 17. Oktober 1977 - zwei Jahre nach dem Vertrag von Osimo, in dem Triest endgültig Italien und Koper dem jugoslawischen Staat angegliedert wurden - erfolgte die erneute Trennung der beiden Bistümer.

Bekannte Bischöfe von Triest

Siehe auch

Weblinks


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