Bistum Utrecht
Dieser Artikel behandelt das römisch-katholische Erbistum Utrecht. Zum altkatholischen Erzbistum gleichen Namens, siehe Erzbistum Utrecht (altkatholisch).
Karte
Karte Erzbistum Utrecht (römisch-katholisch)
Basisdaten
Staat Niederlande
Diözesanbischof Willem Jacobus Eijk
Emeritierter Diözesanbischof Adrianus Johannes Kardinal Simonis
Emeritierter Weihbischof Johannes Antonius de Kok OFM
Generalvikar Ted Hoogenboom
Fläche 10.000 km²
Dekanate 5 (2006)
Pfarreien 312 (31. Dezember 2007 / AP 2009)
Einwohner 3.938.514 (31. Dezember 2007 / AP 2009)
Katholiken 766.000 (31. Dezember 2007 / AP 2009)
Anteil 19,4 %
Diözesanpriester 217 (31. Dezember 2007 / AP 2009)
Ordenspriester 243 (31. Dezember 2007 / AP 2009)
Ständige Diakone 82 (31. Dezember 2007 / AP 2009)
Katholiken je Priester 1.665
Ordensbrüder 362 (31. Dezember 2007 / AP 2009)
Ordensschwestern 842 (31. Dezember 2007 / AP 2009)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Niederländisch
Kathedrale Sint Catharinakathedraal
Webpräsenz www.aartsbisdom.nl
Suffraganbistümer Breda
Groningen-Leeuwarden
Haarlem-Amsterdam
Roermond
Rotterdam
’s Hertogenbosch (Bois-le-Duc)
Die Utrechter Domkerk war ursprünglich die Kathedrale des (Erz-)Bistums Utrecht
St. Katharina ist die Kathedrale des 1853 wiedererrichteten römisch-katholischen Erzbistums

Das Erzbistum Utrecht (lat.: Archidioecesis Ultraiectensis, niederl.: Aartsbisdom Utrecht) ist ein römisch-katholisches Erzbistum in den Niederlanden. Bis 1559 war das Bistum Utrecht dem Erzbistum Köln als Suffraganbistum unterstellt.

Geschichte

Als Gründer des Bistums gilt Willibrord, der von 695 bis 739 erster Bischof war. Als Bischofssitz war sie von größter Bedeutung, die Stadt ist daher reich an mittelalterlichen Kirchen. 799 wurde das Bistum Utrecht dem Erzbistum Köln unterstellt.

Heinrich von der Pfalz war letzter Fürstbischof. 1528 übertrug dieser aufgrund wiederholter Unruhen und Aufstände dem Kaiser Karl V. als Herzog von Brabant und Graf von Holland die Verwaltung seines Hochstifts. Dies bedeutete zugleich das Ende der politischen Selbstständigkeit des Stiftes Utrecht. Im Jahr 1559 wurde Utrecht im Gegenzug zum Erzbistum und zur Kirchenprovinz erhoben; Suffraganbistümer waren zu dieser Zeit: Haarlem, ’s-Hertogenbosch, Middleburg, Deventer, Leeuwarden und Groningen.

Bereits in der Amtszeit des ersten Erzbischofs breitete sich der Calvinismus rapide aus. Mit dem Aufstand gegen das spanische Regime wurde bereits 1573 die öffentliche Ausübung katholischer Gottesdienste verboten. Später setzt der Heilige Stuhl Apostolische Vikare ein, die die katholische Gemeinschaft in den Vereinigten Niederlanden aus dem Ausland verwalten. Im Jahr 1723 spaltete sich das Erzbistum Utrecht von der römisch-katholischen Kirche ab und begründete dadurch die Alt-Katholische Kirche der Niederlande.

Erst 1853 wurde Utrecht auch wieder Sitz eines römisch-katholischen Erzbischofs, erster Bischof wurde Johannes Zwijsen.

Siehe auch

Weblinks

Kerncijfers 2006 uit de kerkelijke statistiek van het Rooms-Katholiek Kerkgenootschap in Nederland, Door Jolanda Massaar-Remmerswaal en dr. Ton Bernts, Oktober 2007


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