Bistum Würzburg
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Basisdaten
Staat Deutschland
Kirchenprovinz Bamberg
Metropolitanbistum Erzbistum Bamberg
Diözesanbischof Friedhelm Hofmann
Weihbischof Ulrich Boom
Emeritierter Diözesanbischof Paul-Werner Scheele
Emeritierter Weihbischof Helmut Bauer
Generalvikar Karl Hillenbrand
Fläche 8.532 km²
Dekanate 22 (31. Dezember 2008 / AP2010)
Pfarreien 619 (31. Dezember 2008 / AP2010)
Einwohner 1.331.500 (31. Dezember 2008 / AP2010)
Katholiken 837.068 (31. Dezember 2008 / AP2010)
Anteil 62,9 %
Diözesanpriester 477 (31. Dezember 2008 / AP2010)
Ordenspriester 111 (31. Dezember 2008 / AP2010)
Ständige Diakone 88 (31. Dezember 2008 / AP2010)
Katholiken je Priester 1.424
Ordensbrüder 265 (31. Dezember 2008 / AP2010)
Ordensschwestern 839 (31. Dezember 2008 / AP2010)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache deutsch
Kathedrale Dom St. Kilian
Website www.bistum-wuerzburg.de
Kirchenprovinz
Erzbistum Freiburg Erzbistum Bamberg Erzbistum Berlin Erzbistum Hamburg Erzbistum Köln Erzbistum München und Freising Erzbistum Paderborn Bistum Aachen Bistum Augsburg Bistum Dresden-Meißen Bistum Eichstätt Bistum Erfurt Bistum Essen Bistum Fulda Bistum Görlitz Bistum Hildesheim Bistum Limburg Bistum Magdeburg Bistum Mainz Bistum Mainz Bistum Münster Bistum Münster Bistum Osnabrück Bistum Passau Bistum Regensburg Bistum Rottenburg-Stuttgart Bistum Speyer Bistum Trier Bistum Trier Bistum WürzburgKarte der Kirchenprovinz Bamberg
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Das Bistum Würzburg (lateinisch Dioecesis Herbipolensis) ist eine Diözese in Franken, Bayern. Es wurde 741 gegründet und war im Hochmittelalter ein bedeutender Machtfaktor des römisch-deutschen Reichs. Seit 1822 gehört es zur Kirchenprovinz Bamberg.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Anfänge

Das Christentum wurde anfänglich von den Merowingern im Jahre 531 in die Region gebracht. Weitere Zeugnisse der Christianisierung findet man um 640 mit St. Gertrud in Karlburg und Neustadt am Main, um 689 mit den irischen Wandermönchen Kilian, Kolonat und Totnan in Würzburg und 704 mit Willibrord in Würzburg.

Das Bistum Würzburg selbst wurde im Jahr 741 von Bonifatius gegründet. Erster Bischof war der Angelsachse Burkard. Der Sprengel erstreckte sich damals vom Rennsteig und der Fulda im Norden bis zur Linie Lauffen-Ellwangen-Feuchtwangen-Roßtal im Süden. Die Westgrenze lag an der östlichen Seite des Mainvierecks, im Osten ging es ohne feste Begrenzung bis über die Mainquellen hinaus. Am Ende des 8. Jahrhunderts wurde Würzburg Suffraganbistum des unter Karl dem Großen zum Erzbistum erhobenen Mainz (→ Kirchenprovinz Mainz).

Würzburger St. Kiliansdom

Das zweite Jahrtausend

Im Jahre 1007 erwirkte König Heinrich II. die Bildung des neuen Bistums Bamberg im Wesentlichen aus Teilen des Bistums Würzburg.

Ende des 12. Jahrhunderts erreichte Würzburg eine weitgehende Unabhängigkeit von den Stiftsvögten, vor allem der Grafen von Henneberg. Durch ein Privileg Kaiser Friedrich Barbarossas wurden die Bischöfe von Würzburg zu Herzogen (spätere Titulatur: Herzöge von Franken). Würzburg entwickelte sich zu einem bedeutenden Fürstbistum.

Mitte des 13. bis Mitte des 15. Jahrhunderts kam es zu einer drückenden Verschuldung des Hochstifts, so dass sogar 1441 dessen Abtretung an den Deutschen Orden erwogen wurde. Der Einfluss des sich aus der Ritterschaft rekrutierenden Domkapitels stieg.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg errichteten die Fürstbischöfe zahlreiche Barockbauten, so die Würzburger Residenz. Nach der Säkularisation durch den Reichsdeputationshauptschluss im Jahre 1803 wurde das Bistum der Kirchenprovinz Bamberg angeschlossen.

Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg

Das Ende des Zweiten Weltkrieges bedeutete neben der Teilung Deutschlands auch die Teilung einiger Bistümer, deren Wirkungsbereich sich auch auf Gebiete der neu entstandenen DDR erstreckte. Betroffen war auch die Würzburger Diözese, deren südthüringischer Teil die Dekanate Meiningen und Saalfeld/Saale, seit dem Jahre 1007 zum Bistum Würzburg gehörig, in der DDR lag. Der letzte Bischöfliche Kommissar des Bischofs von Würzburg in Meiningen war Karl Ebert. Im Jahre 1973 wurden auf päpstliches Dekret die thüringischen Teile der Bistümer Fulda und Würzburg zum Bischöflichen Amt Erfurt-Meiningen mit Sitz in Erfurt zusammengeschlossen. Dieses Bischöfliche Amt wurde im Jahre 1994 zum Bistum Erfurt erhoben.

Nach der Zerstörung des Doms war bis zu seiner erneuten Weihe im Jahre 1967 die Stiftskirche Neumünster Bischofskirche des Bistums Würzburg.

Von 1971 bis 1975 fand im St.-Kilians-Dom die Würzburger Synode statt.

Seit 1989 besteht eine Diözesanpartnerschaft zu der tansanischen Diözese Mbinga.

Eine Besonderheit ist die Kuratie Ostheim vor der Rhön, die kirchenrechtlich als ehemalige thüringische Exklave zum Bistum Fulda gehört, aber seit 1945 von der Diözese Würzburg seelsorgerisch betreut wird.

Bistumspatrone

Patron des Bistums Würzburg ist der Hl. Kilian. Seine Weggefährten Kolonat und Totnan sind Mitpatrone des Bistums.

Stiftsvögte bzw. Burggrafen von Würzburg

Burggrafen von Würzburg aus der Familie der fränkischen Babenberger waren:

  • Godebold I., † nach 1100, 1057 Burggraf von Würzburg, Bruder des Grafen Poppo I. von Henneberg
  • Godebold II., † 1144, Burggraf von Würzburg, Sohn Godebolds I.,
  • Berthold, † 1157, Burggraf von Würzburg, Sohn Godebolds II., Bruder des Grafen Poppo II. von Henneberg und des Bischofs Gebhard († 1159), Stammvater der weiteren Grafen von Henneberg

Dekanate

  • Würzburg links des Mains
  • Würzburg rechts des Mains
  • Würzburg Stadt

Siehe auch

Literatur

  • Wolfgang Brückner: Frommes Franken. Kult und Kirchenvolk in der Diözese Würzburg seit dem Mittelalter, Echter Verlag, Würzburg 2008, ISBN 978-3-429-03012-4.
  • Johannes Merz (Hrsg.): Aufbrüche und Kontroversen. Das Bistum Würzburg 1945-1963, Echter Verlag, Würzburg 2009, ISBN 978-3-429-03177-0.
  • Verena von Wiczlinski (Hrsg.): Kirche in Trümmern? Krieg und Zusammenbruch 1945 in der Berichterstattung von Pfarrern des Bistums Würzburg, Echter Verlag, Würzburg 2005, ISBN 3-429-02717-9.

Weblinks

 Commons: Bistum Würzburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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