Bistum Zrenjanin
Bistum Zrenjanin
Basisdaten
Staat Serbien
Kirchenprovinz Kirchenprovinz Belgrad
Metropolitanbistum Erzbistum Belgrad
Diözesanbischof László Német SVD
Fläche 9.387 km²
Dekanate 4 (2004)
Pfarreien 40 (2005)
Einwohner 601.676 (2004)
Katholiken 68.112 (2004)
Anteil 11,3 %
Diözesanpriester 21 (2004)
Ordenspriester 5 (2004)
Ständige Diakone 1 (2004)
Katholiken je Priester 2.620
Ordensbrüder 6 (2004)
Ordensschwestern 9 (2004)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Ungarisch, Serbisch, Kroatisch, Deutsch
Website http://www.catholic-zr.org.rs/

Das Bistum Zrenjanin (lat.: Dioecesis Zrenianensis) ist ein römisch-katholisches Bistum in Serbien. Bischof von Zrenjanin ist seit 2008 László Német.

Inhaltsverzeichnis

Bistumsgeschichte

Das heutige Bistumsgebiet von Zrenjanin unterstand jurisdiktionsmäßig und kirchengeschichtlich bis zum Ende des I. Weltkriegs dem ungarischen römisch-katholischen Bistum Szeged-Csanád. Mit dem Abkommen von Trient wurde das Bistumsgebiet von Szeged-Csanád dreigeteilt. Davon entfielen die Bistumsgebiete entlang der Flüsse Theiß und Donau territorial an Ex-Jugoslawien.

Seit dem 10. Februar 1923 wurde für das an Ex-Jugoslawien angegliederte Bistumsgebiet eigens ein Apostolischer Administrator beauftragt und die Apostolische Administratur Banat, (Apostolische Administratur Jugoslawisches Banat), kanonisch errichtet. Erster Apostolischer Administrator wurde der kroatische Franziskaner Rafael Rodić und späterer Erzbischof des römisch-katholischen Erzbistums Belgrad. Durch den Heiligen Stuhl beauftragt, wurde der Kroate Josip Antun Ujčić 1936 Nachfolger von Rodić und neuer Apostolischer Administrator der Apostolischen Administratur Jugoslawisches Banat, zudem neuer Erzbischof von Belgrad.

Während und nach dem Ende des II. Weltkriegs verlor die Apostolische Administratur Jugoslawisches Banat viele römisch-katholische Christen (meistens die Volksdeutsche). Insgesamt, hervorgerufen durch die Wirren des II. Weltkriegs und danach, fiel der Anteil der römisch-katholischen Christen von ca. 206.000 auf 120.000 Gläubige. Darunter verließen, besonders zwischen 1945 und 1960, die Angehörigen der deutschen Minderheiten (Donauschwaben/Banatdeutsche) das Bistumsgebiet.[1] Von den 64 Pfarreien, die vor Beginn des II. Weltkriegs vorhanden waren, sind aktuell 40 erhalten. Von den acht vorhandenen Dekanaten, vier.

Zum Koadjutor und Nachfolger von Josip Antun Ujčić wurde durch den Heiligen Stuhl der griechisch-katholische Pfarrer Gabrijel Bukatko am 17. Juli 1961 zum Apostolischen Administrator der Apostolischen Administratur Jugoslawisches Banat ernannt. Da die meisten römisch-katholischen Christen im Bistum Zrenjanin der ungarischer Nationalität zugerechnet werden können, entschloss sich der Heilige Stuhl den Ungarn Tamás Jung, gebürtig aus dem Gebiet des Banats, am 22. Dezember 1971 zum Apostolischen Administrator zu ernennen.

Am 16. Dezember 1986 wurde die Apostolische Administratur Jugoslawisches Banat zum Bistum Zrenjanin erhoben. In diese Zeit fiel auch die Gründung des Erzbistums Belgrad bzw. der Kirchenprovinz Belgrad. Dementsprechend wurde das neugegründete Bistum Zrenjanin neben dem Bistum Subotica, Suffraganbistum. Am 7. Januar 1988 wurde der erste Diözesanbischof ernannt, der Ungar László Huzsvár. Die feierliche Spendung des Weihesakraments erfolgte am 14. Februar 1988 in der Kathedrale von Zrenjanin. Nach einjähriger Sedisvakanz des bischöflichen Stuhls ernannte Papst Benedikt XVI. am 23. April 2008 Dr. László Német SVD zum neuen Oberhirten von Zrenjanin. Dieser empfing am 5. Juli 2008 von Péter Kardinal Erdö, Erzbischof von Esztergom und Primas von Ungarn, in der Zrenjaniner Domkirche St. Johannes Nepomuk die Bischofsweihe.

Siehe auch

Belege

  1. [1], Bistumsgeschichte nach dem 2. Weltkrieg auf den Webseiten des Bistums Zrenjanin, abgerufen am 23. Januar 2009.

Weblinks


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