Bistümer der Römisch-katholischen Kirche in Sudan

Die römisch-katholische Kirche in Sudan wurde im 19. Jahrhundert gegründet. 1842 wird die erste katholische Schule und Mission in Khartum von Fr. L. Montuori, einem Vinzentiner, eingerichtet.

Zur Zeit des Mahdi-Aufstandes von 1881 bis 1899 waren alle katholischen Aktivitäten verboten und die Aktiven der Kirche waren entweder geflohen oder inhaftiert. Nach der vollständigen Eroberung Sudans 1899 durch anglo-ägyptische Truppen und der Errichtung des Anglo-Ägyptischen Sudans konnten die katholischen Aktivitäten wieder aufgenommen werden.

Inhaltsverzeichnis

Struktur

Übersicht über die Diözesen in Sudan

In der römisch-katholischen Kirche in Sudan bestehen zwei Kirchenprovinzen und insgesamt neun Diözesen.

Kirchenprovinz Khartum

Kirchenprovinz Dschuba

Geografisch gesehen umfasst die Kirchenprovinz Khartum den Nordsudan und die Kirchenprovinz Dschuba den Südsudan. Die auffallend stärkere Gliederung der südsudanesischen Kirchenprovinz Dschuba ist durch die dort relativ hohe Katholikenzahl begründet. Anders als in der nordsudanesischen Kirchenprovinz Khartum, wo der Katholikenanteil an der Gesamtbevölkerung weit unter 10% liegt und nur 2 Diözesen bestehen, die mit ihrer großen Fläche den gesamten Nordsudan umfassen.

Im September 2008 ist die Eröffnung der Katholischen Universität von Sudan vorgesehen.[1]

Statistiken

Stand: 2004

  • Bevölkerung

In Sudan leben etwa 4.019.000 Katholiken und bilden damit einen Anteil von 9,13% an der Gesamtbevölkerung Sudans. Während der Katholikenanteil im Nordsudan (Kirchenprovinz Khartum) bei 3,5% liegt, sind in Südsudan (Kirchenprovinz Dschuba) 21,5% der Bevölkerung römisch-katholisch. Die Katholiken bilden nebenbei den größten Anteil der Christen in Sudan (ca. 65%).

  • Geistliche

Für die Gläubigen sorgen 18 Bischöfe (davon 2 emeritiert), 169 Welt– und 95 Ordenspriester und 4 ständige Diakone.
Ordensleute ohne Priesterweihe gibt es 510 (167 Männer, 343 Frauen).

Institutionen

Die Apostolische Nuntiatur im Sudan hat ihren Sitz in Khartum.
Apostolischer Nuntius ist seit der Ernennung am 16. Januar 2007 Erzbischof Leo Boccardi.

Es besteht die sudanesische Bischofskonferenz, die in Khartum ihren Sitz hat. Präsident der Bischofskonferenz ist derzeit der Erzbischof von Dschuba, Paolino Lukudu Loro. Die sudanesische Bischofskonferenz ist des Weiteren Mitglied des Verbands der ostafrikanischen Bischofskonferenzen.

Kirchenbauten

In den meisten Diözesen existieren nur wenige Gemeinden, die über eine eigene Kirche verfügen. Diese Gemeinden richteten stattdessen kirchenähnliche Gebetshäuser ein. Folgende Kirchen und Kathedralen bestehen in den jeweiligen sudanesischen Diözesen:

Patrone

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. „ Neue katholische Universität in Juba“, kathweb.at, 13. August 2008

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