Bitblit

Als Bit blit (für Bit Block Image Transfer; auch als BitBlt oder ähnlich bezeichnet für bit block transfer) bezeichnet man eine Computeroperation, die für das schnelle Kopieren und Verschieben von Speicherinhalten (Blitting) zuständig ist. Bit blit kann entweder als Softwareprozedur oder als Grafikkartenbefehl implementiert werden; in letzterem Fall bezeichnet man den dazugehörigen Chip auch als Blitter.

Bit Blit geht auf die sogenannte RasterOp-Spezifikation von Newman und Sproull zurück, eine Funktion zum bitweisen Kopieren von Speicherblöcken, die aber noch stark begrenzt war. Eine Hardware-Implementierung der RasterOp-Funktion wurde von VLSI Technology 1986 vorgestellt. Dieser Chip verfügte nicht über DMA-Zugriff und konnte damit den Hauptprozessor kaum entlasten.

Blitting wird vor allem zur Beschleunigung der Grafikausgabe verwendet. Dabei werden Bildbereiche verschoben, kopiert, bitweise manipuliert oder zwei Rastergrafikteile zu einem kombiniert. Die CPU wird beim Einsatz des Blitters nicht belastet, sofern dieser über DMA verfügt. Das Konzept wurde von Dan Ingalls am Forschungszentrum Xerox PARC für den Xerox Alto Computer entwickelt. Bei älteren Computern war die CPU oft zu langsam, um große Datenblöcke schnell im Speicher zu kopieren. Die Aufgabe übernahm ein Spezialchip bzw. Co-Prozessor, der besagte Blitter. Viele Heimcomputer wie der Amiga (Amiga Blitter, schon seit 1985, schon inklusive DMA-Beschleunigung) und manche Atari-ST-Modelle besaßen einen Blitter. Hiermit wurde es auch möglich, die CPU mit anderen Aufgaben zu beschäftigen, während der Blitter Bildschirmdaten manipulierte.

Auch in die Welt der PC-kompatiblen X86-Prozessor-Rechner fand Blitting Eingang. Zunächst wurden solche Grafikkarten auch als „Windows-Beschleuniger“ bezeichnet, weil sie den Prozessor von der Notwendigkeit entlasteten, die Daten über den ISA-Bus zu übertragen. Wenn dies innerhalb der Grafikkarte durch den Grafikprozessor in separatem Grafik-RAM erfolgt, wird auch hier die CPU und der normale Arbeitsspeicher entlastet. Man spricht hier auch von 2D-Beschleunigung. Sie obliegt, wie auch die später eingeführte 3D-Beschleunigung, dem Grafikprozessor.

Literatur

  • William Newman and Robert Sproull: Principles of Interactive Computer Graphics. McGraw Hill, 1978
  • John Atwood: 16160 RasterOp Chip Data Sheet. Silicon Compilers, 1984
  • User Manual for the Atari ST Bit-Block Transfer Processor (BLiTTER), The Atari Corporation, Sunnyvale, June 1987

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