Bitburg-Prüm
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Eifelkreises Bitburg-Prüm Deutschlandkarte, Position des Eifelkreises Bitburg-Prüm hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Verwaltungssitz: Bitburg
Fläche: 1.626,12 km²
Einwohner: 95.219 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: BIT
Kreisschlüssel: 07 2 32
Kreisgliederung: 235 Gemeinden
Adresse der Kreisverwaltung: Trierer Straße 1
54634 Bitburg
Webpräsenz:
Landrat: Roger Graef (CDU)
Lage des Eifelkreises Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz
Karte

Der Eifelkreis Bitburg-Prüm (bis 31. Dezember 2006 „Bitburg-Prüm“) ist gemessen an seiner Fläche der größte Landkreis von Rheinland-Pfalz. Er liegt im äußersten Westen des Landes an der Grenze zu Luxemburg. Im Norden grenzt er an den Landkreis Vulkaneifel und den Kreis Euskirchen, im Nordwesten an Belgien, im Südosten an den Landkreis Bernkastel-Wittlich und im Süden an den Landkreis Trier-Saarburg.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Typische Eifelkreis-Landschaft nahe Speicher

Der Eifelkreis Bitburg-Prüm umfasst den südlichen Teil des Mittelgebirges Eifel mit der Schneifel und derem höchstem Berg, dem Schwarzen Mann (698 m). Im Westen befindet sich der Islek, im Osten die Kalk- und Waldeifel und im Süden das Bitburger Gutland (Bekef) mit dem Ferschweiler Plateau. Kleinere Flüsse, wie Kyll, Nims und Prüm durchziehen das Kreisgebiet. Our und Sauer (ein Nebenfluss der Mosel) bilden die Grenze zum Großherzogtum Luxemburg.

Lage der Verbandsgemeinden und der Stadt Bitburg im Eifelkreis Bitburg-Prüm

Geschichte

Das heutige Kreisgebiet von Bitburg-Prüm war Ende des 18. Jahrhunderts in viele Territorien zersplittert. 1798, unter französischer Verwaltung, wurde als Teil des Saardépartements das Arrondissement Prüm gegründet. 1815 kam es unter preußische Verwaltung und 1816 entstanden die beiden Kreise Bitburg und Prüm. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Gegend zeitweise wieder französisch besetzt. Im Kreisgebiet befinden noch heute vor allem in der Schneifel bedeutende Reste des ehemaligen Westwalles. Seit 1947 ist das Gebiet Teil des neu gegründeten Landes Rheinland-Pfalz.

Bei der Kreisreform 1970 wurde der Kreis Bitburg mit dem wesentlichen Teil des Kreises Prüm sowie Teilen der Landkreise Wittlich und Trier zum Landkreis Bitburg-Prüm vereinigt. Der Landkreis Bitburg-Prüm wurde schließlich am 1. Januar 2007 in „Eifelkreis Bitburg-Prüm“ umbenannt, wovon man sich u. a. touristische Vorteile erhofft.[1]

Der sogenannte Eifelsteig geht jedoch am Eifelkreis vorbei.

Der heutige Eifelkreis gehört seit 1994 zur Initiative Region Trier (IRT), in der regionale öffentliche Institutionen, Verwaltungen, Hochschulen, Unternehmen, Banken und engagierte Einzelpersonen mit dem Ziel, die Zukunft der Region als wirtschaftlich attraktiven, kulturell bedeutsamen und ökologisch intakten Raum mit hohem Lebens- und Freizeitwert zu sichern, partnerschaftlich zusammenarbeiten.

Politik

Kreistag

Bei den Wahlen zum Kreistag am 13. Juni 2004 ergab sich folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2004
Sitze
2004
%
1999
Sitze
1999
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 21,6 9 28,7 12
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 52,6 22 54,0 22
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 5,2 2 3,9 2
FDP Freie Demokratische Partei 6,5 3 4,2 2
FWG Freie Wählergruppe 14,1 6 9,2 4
gesamt 100,0 42 100,0 42
Wahlbeteiligung in % 66,8 71,7

Landräte

Unterpräfekten im Arrondissement Bitburg

  • 1800–1811: Johann Georg Willmar
  • 1811–1813: August Maria Raban von Helmstatt

Landräte des Kreises Bitburg

  • 1814–1821: Heinrich Simonis
  • 1822–1830: Ferdinand Otto Wilhelm von Westphalen
  • 1831–1836: Christian Friedrich Hesse
  • 1838–1849: Johann Nikolaus Cäsar Thilmany
  • 1849–1871: Johann Peter Sprenger
  • 1871–1877: Michael Wilhelm Heinrich Dagobert Borchert
  • 1878–1889: Viktor Eckhard
  • 1889–1900: Rudolf Schrakamp
  • 1900–1913: Max Joseph Hubert von Kesseler
  • 1913–1919: Dr. Sigmund Graf Adelmann von Adelmannsfelden
  • 1919–1927: Friedrich Loenartz
  • 1927–1938: Dr. Dr. Albert Gilles
  • 1939–1941: Otto Meyer-Tonndorf
  • 1941–1945: Dr. Max Ringel
  • 1945: Josef Niederprüm
  • 1945–1946: Dr. Dr. Albert Gilles
  • 1946–1952: Dr. Josef Hammes
  • 1952–1962: Dr. Konrad Schubach
  • 1962–1970: Karl Vogt

Landräte des Kreises Bitburg-Prüm

  • 1970–1979: Karl Vogt
  • 1979–1988: Fritz Gasper
  • seit 1989: Roger Graef

Kreispartnerschaften

Seit 1990 unterhält der Eifelkreis mit dem südthüringischen Landkreis Sonneberg eine Kreispartnerschaft. Im Rahmen dieser half er seinem Partnerkreis nach der Wiedervereinigung beim Aufbau der Kreisverwaltung.

Eine weitere Kreispartnerschaft wurde am 2. Oktober 2001 mit dem polnischen Powiat Kędzierzyńsko-Kozielski (deutsch: Landkreis Kedzierzyn-Kozle) offiziell unterzeichnet, nachdem sie in den zwei Jahren zuvor aufgebaut worden war. Die Kreispartnerschaft wird durch eine weitere kommunale Partnerschaft der Verbandsgemeinde Bitburg-Land mit Strzeleczki (deutsch: Klein-Strehlitz) unterstützt.

Wappen

Beschreibung:
Geviert: 1 rotes Balkenkreuz in Silber; 2 goldener Turm mit blauem Tor in Rot, beseitet von je einem silbernen Stern über silbernem Nagelspitzkreuz; 3 silbernes Salvatorlamm in Rot; 4 neunmal geteilt von Silber und Blau (Wappen-Genehmigung 27. August 1973)
Bedeutung:
Das Lamm mit der Fahne ist Wappen der Fürstabtei Prüm, die silbern-blaue Streifen symbolisieren das Großherzogtum Luxemburg, zu dem der Südteil des Kreisgebiets gehörte. Das rote Kreuz steht für das Kurfürstentum Trier und der Turm entstammt dem Siegel der Propstei und der Stadt Bitburg.

Eine Übersicht zu den Wappen der Städte und Gemeinden des Landkreises findet sich in der Liste der Wappen im Eifelkreis Bitburg-Prüm.

Verkehr

Straße: Durch das Kreisgebiet führt die Bundesautobahn A 60 Wittlich-Lüttich (Belgien). Ferner durchziehen mehrere Bundes-, Land- und Kreisstraßen das Kreisgebiet, darunter die B 51, B 257, B 265 und B 410.

Schiene: Die Eifelstrecke, die zwischen Köln und Trier verkehrt, führt durch den Kreis. Diese Eisenbahnstrecke hatte hier mehrere Nebenstrecken, die aber mittlerweile weitgehend stillgelegt und teilweise bereits zurückgebaut wurden. Minden war Haltepunkt an der Bahnlinie Erdorf–Irrel–Igel (Nims-Sauertalbahn), welche 1988 stillgelegt und rückgebaut wurde. Die Linie Erdorf-Bitburg wurde bis vor kurzem noch zur Rohstoffbelieferung der Bitburger Brauerei genutzt. Dies wurde jedoch aus Kostengründen auf die Straße verlagert.

Luft: Im Kreisgebiet befinden sich mehrere Sportflugplätze sowie der ehemalige NATO-Flugplatz Bitburg, der für die zivile fliegerische Nutzung im Sichtflug derzeit bis 14 Tonnen freigegeben ist. Die Startbahn misst 3056 Meter (zum Vergleich: Frankfurt/Main: 4000 m, Nürnberg 2700 m) und ist somit auch für Großflugzeuge geeignet. Momentan laufen Ausbau und Genehmigungsverfahren für Instrumentenflug.

Städte und Gemeinden

Der Eifelkreis Bitburg-Prüm umfasst 235 Gemeinden und ist damit der gemeindereichste Landkreis in Deutschland.
(in Klammern: Einwohnerzahlen am 31. Dezember 2007[2])

Verbandsfreie Gemeinden/Städte

1. Verbandsgemeinde Arzfeld
2. Verbandsgemeinde Bitburg-Land
3. Verbandsgemeinde Irrel
4. Verbandsgemeinde Kyllburg
5. Verbandsgemeinde Neuerburg
6. Verbandsgemeinde Prüm
7. Verbandsgemeinde Speicher

Fußnoten

  1. Landesregierung entscheidet für Namensänderung der Eifelkreise in „Landkreis Vulkaneifel“ und „Eifelkreis Bitburg-Prüm“ Pressemitteilungen der Landesregierung, 4. Juli 2006
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz - Bevölkerung der Gemeinden

Weblinks


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