Bitzewski-Park
Ein Naherholungsgebiet im Bitza-Park

Der Bitza-Park (russisch Битцевский парк / Bitzewski Park) liegt am südwestlichen Stadtrand der russischen Hauptstadt Moskau und ist mit über 2200 Hektar Fläche das zweitgrößte Stadtwaldgebiet der Stadt nach dem Nationalpark Lossiny Ostrow. Namensgebend für den Bitza-Park ist der durch ihn fließende Bach Bitza aus dem Flusssystem der Moskwa.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Der Park liegt auf dem Gebiet des Südwestlichen Verwaltungsbezirks und erstreckt sich von den Wohngebieten des Stadtteils Sjusino im Norden bis zur Satellitensiedlung Butowo im Süden, in deren Nähe er vom Autobahnring MKAD zerschnitten wird. Östlich des Parks liegt der Stadtteil Tschertanowo und westlich hiervon die Wohnquartiere Beljajewo, Tjoply Stan und Jassenewo. Im letzteren befindet sich seit 1990 auch die Metrostation Bitzewski Park, die unmittelbar an den Park angrenzt.

Sehenswertes

Aufgrund seines vergleichsweise reichhaltigen Bestandes an Pflanzen und Tieren steht der Bitza-Park unter Naturschutz. Für Moskauer Verhältnisse recht ungewöhnlich ist die in ihm vorzufindende Vielfalt an Landschaftsformen, die nicht nur ausgedehnte Waldflächen verschiedenen Typs, sondern auch eine Vielzahl kleinerer Gewässer, Schluchten und Erhebungen beinhaltet. Auch bietet der Wald Tierarten Lebensraum, die auf dem Moskauer Stadtgebiet ansonsten meist rar sind. Hierzu gehören diverse Nagetiere, Hasen, Füchse, Wiesel sowie – wenn auch nur noch sehr selten – das Hermelin, das Wildschwein und der Elch; darüber hinaus brüten hier rund 80 Vogelarten.

Des weiteren liegen im Park auch mehrere architektonische Denkmäler, insbesondere die alten Landschlösser Uskoje, Jassenewo und Snamenskoje-Sadki aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Auf dem Gebiet des Parks wurden außerdem eine Reihe von Hügelgräbern aus dem 11. oder 12. Jahrhundert gefunden, die auf die damalige Besiedelung des Gebietes durch die Wjatitschen hinweisen.

Trivia

In den 1980er-Jahren gab es Pläne, den Moskauer Zoo auf ein Gelände innerhalb des Bitza-Parks zu verlegen, die jedoch später verworfen wurden. Im Zusammenhang mit diesen Plänen erhielt die Metrostation Bitzewski Park bei ihrer Errichtung einen zweiten, östlichen Ausgang, der nahezu unmittelbar in den Wald hinein führt. Als die Pläne scheiterten, wurde dieser Ausgang mangels Nutzung geschlossen. Das ungenutzte, verschlossene Außenvestibül steht jedoch bis heute.

In jüngster Zeit geriet der Park mehrfach in Schlagzeilen im Zusammenhang mit dem Serienmörder Alexander Pitschuschkin, der auf dem Gebiet des Parks in den Jahren 1992 bis 2006 mutmaßlich bis zu 62 Menschen erschlagen hat. Dies brachte ihm in der lokalen Presse auch den Spitznamen Bitza-Killer.

Weblinks

55.62722222222237.5616666666677Koordinaten: 55° 37′ 38″ N, 37° 33′ 42″ O


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Bizewski Park — Ein Naherholungsgebiet im Bitza Park Der Bitza Park (russisch Битцевский парк / Bitzewski Park) liegt am südwestlichen Stadtrand der russischen Hauptstadt Moskau und ist mit über 2200 Hektar Fläche das zweitgrößte Stadtwaldgebiet der Stadt nach… …   Deutsch Wikipedia

  • Bitza-Park — Ein Naherholungsgebiet im Bitza Park Der Bitza Park (russisch Битцевский парк / Bitzewski Park) liegt am südwestlichen Stadtrand der russischen Hauptstadt Moskau und ist mit über 2200 Hektar Fläche das zweitgrößte Stadtwaldgebiet der… …   Deutsch Wikipedia

  • Kaluschsko-Rischskaja-Linie — Linie 6 „Kaluschsko Rischskaja“ Verlauf im Stadtplan Eröffnung: 1. Mai 1958 …   Deutsch Wikipedia

  • Linie L1 — „Butowskaja“ Verlauf im Stadtplan Eröffnung: 27. Dezember 2003 Länge: 5,2 km …   Deutsch Wikipedia

  • Butowskaja-Linie — Linie L1 „Butowskaja“ Verlauf im Stadtplan Eröffnung: 27. Dezember 2003 Länge …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Stationen der Metro Moskau — Linienplan der Metro Moskau Dies ist die Liste aller Stationen der Metro Moskau, die sich in Betrieb befinden. Das Moskauer Metrosystem hat aktuell 182 Stationen[1] auf insgesamt zwölf Linien: Nummer Linienname Anzahl Stationen …   Deutsch Wikipedia

  • Moskauer Metro — Station Arbatskaja der Linie 3 …   Deutsch Wikipedia

  • Moskauer U-Bahn — Station Arbatskaja der Linie 3 …   Deutsch Wikipedia

  • U-Bahn Moskau — Station Arbatskaja der Linie 3 …   Deutsch Wikipedia

  • Russische Nonkonformisten — Als Russische Nonkonformisten werden die Künstler bezeichnet, die von 1953 bis 1986 (vom Stalins Tod bis zum Aufbruch von Perestroika und Glasnost) als Gegenbewegung zum Sozialistischen Realismus in Literatur, bildender Kunst und Musik in der… …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”