Bjartmarz

Jónína Bjartmarz (* 23. Dezember 1952 in Reykjavík) ist eine isländische Rechtsanwältin und Politikerin der Fortschrittspartei. Sie gehörte seit 2000 dem isländischen Parlament Althing an und war vom 15. Juni 2006 bis zum 24. Mai 2007 Umweltministerin. Jónína Bjartmarz verlor ihren Parlamentssitz mit den Wahlen vom 12. Mai 2007[1], ihre Nachfolgerin im Umweltministerium ist Þórunn Sveinbjarnardóttir.

Die Entscheidungen, die von Jónína Bjartmarz in ihrer kurzen Amtszeit als Umweltministerin gefällt wurden, waren teilweise umstritten, so die Freigabe eines Straßenbauprojekts im Þingvellir-Nationalpark, das von Umweltschützern durch die Führung der Straße nahe am Þingvallavatn sehr kritisch gesehen wird.[2] Zu ihrer Abwahl als Parlamentarierin beigetragen hat jedoch wahrscheinlich hauptsächlich ein Vorkommnis im April 2007, das in den isländischen Medien teilweise als Nepotismus-Skandal dargestellt wurde: der mit einem Studentenvisum erst seit 15 Monaten im Lande weilenden Freundin eines Sohnes von Jónína Bjartmarz wurde das isländische Bürgerrecht gewährt, zu dessen Erwerb man normalerweise mindestens sieben Jahre in Island gelebt haben muss, wobei es den Anschein hatte, dass Jónína Bjartmarz dabei ihren Einfluss spielen ließ.[3][4]

Quellen

  1. Iceland Review Online: Progressive Party caught in the middle (englisch)
  2. savingiceland.org (englisch)
  3. Iceland Review Online: Girlfriend of minister's son granted citizenship (27.4.2007, englisch)
  4. Iceland Review Online: Nothing Unusual about Political Corruption (2.5.2007, englisch)

Weblinks

Homepage von Jónína Bjartmarz (isländisch)


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