Björn Bombis
DeutschlandDeutschland Björn Bombis
Björn Bombis
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 30. September 1982
Geburtsort Berlin, DDR
Spitzname Bombe
Größe 184 cm
Gewicht 88 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Center
Schusshand Rechts
Spielerkarriere
1999–2000 1. EV Weiden
2000–2001 HC Energie Karlovy Vary
2001–2003 Wölfe Freiburg
2003–2004 Hannover Scorpions
2004–2005 Nürnberg Ice Tigers
2005–2006 Hamburg Freezers
Hannover Scorpions
2006–2007 REV Bremerhaven
2007–2008 Krefeld Pinguine
2008–2009 Schwenninger Wild Wings
2009–2010 Dresdner Eislöwen
2010–2011 Hannover Indians
seit 2011 Lausitzer Füchse

Björn Bombis (* 30. September 1982 in Berlin, DDR) ist ein deutscher Eishockeystürmer, der seit 2011 bei den Lausitzer Füchsen in der 2. Bundesliga unter Vertrag steht.

Inhaltsverzeichnis

Karriere

Björn Bombis wuchs in Ost-Berlin auf und durfte, da sein Vater nicht Mitglied der SED war, nicht beim EHC Dynamo Berlin spielen. Stattdessen trainierte er in einem reinen Amateurverein, bevor seine Familie im Sommer 1989 aus der DDR ausreiste und sich in Hannover niederließ. Von da an trainierte er im Nachwuchs des EC Hannover. Da er mehr als einmal in der Woche trainieren wollte, wechselte er im Alter von 12 Jahren in das Sportinternat der Eisbären Berlin.[1]

Über das Bundesleistungszentrum in Weiden kam er zum 1. EV Weiden, für den er während der Spielzeit 1999/2000 in der Oberliga Süd debütierte. Parallel dazu spielte er für den gleichen Verein in der tschechischen Junioren-Extraliga.[2] Am Ende der Spielzeit war er Topscorer seines Teams, so dass einige tschechische Profiteams auf Bombis aufmerksam wurden.

Vor der folgenden Spielzeit nahm er an einem Trainingslager des HC Plzeň teil, mit dem er am Zepter Cup, einem tschechischen Vorbereitungsturnier, teilnahm. Das Management des HC Plzeň bot ihm einen Dreijahres-Vertrag an - Bombis lehnte dieses Angebot ab und spielte stattdessen für den HC Energie Karlovy Vary in der U20-Junioren-Extraliga, erhielt aber auch Einsätze bei der Profimannschaft in der Extraliga. Im Sommer 2001 bot ihm der Club einen Vertrag für die Extraliga an, doch Bombis entschied sich letztendlich für eine Rückkehr nach Deutschland. Er unterschrieb einen Vertrag bei den Freiburger Wölfen, da er sich in der 2. Bundesliga mehr Eiszeit versprach.[3]

Björn Bombis im Trikot der Dresdner Eislöwen

In der 2. Bundesliga absolvierte er zwischen 2001 und 2003 zwei Spielzeiten für die Wölfe Freiburg und etablierte sich dabei innerhalb des Teams. Aufgrund seiner starken Spielweise in der Saison 2002/03 erhielt er im Sommer 2003 einen Vertrag bei den Hannover Scorpions aus der DEL, für die er in 55 Saisonspielen 15 Scorerpunkte erzielte. Ein Jahr später wechselte er innerhalb der DEL zu den Nürnberg Ice Tigers, bei denen er seine Vorjahresleistung bestätigte. Zudem bestritt er drei Spiele für den EV Weiden in der 2. Bundesliga.

Im Sommer 2005 wurde Björn Bombis von den Hamburg Freezers unter Vertrag genommen [1], verließ den Verein aber nach 30 DEL-Partien. Da er sich über zu wenig Einsätze beklagt hatte, wurde sein Vertrag in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst.[4] Er kehrte zu den Hannover Scorpions zurück, mit denen er in den Playoffs 2006 das Halbfinale erreichte. Vor der folgenden Spielzeit wurde er von Hans Zach mit einer Förderlizenz zum Farmteam der Scorpions, dem REV Bremerhaven, geschickt.[5]Da er keine Chance mehr auf eine Rückkehr zu den Scorpions sah, wollte er sich zunächst einen neuen DEL-Club suchen, entschloss sich dann aber zu einem Verbleib in Bremerhaven.[5] So verbrachte er die gesamte Spielzeit 2006/07 bei den Fischtown Pinguins und erzielte in der Hauptrunde 13 Tore und 24 Assists. Mit den Pinguinen scheiterte Bombis im Playoff-Viertelfinale am EHC München, wobei ihm in sechs Playoff-Partien fünf Scorerpunkte gelangen.

Aufgrund seiner Spielweise wurde er schon kurz nach der Saison 2006/07 von den Krefeld Pinguinen unter Vertrag genommen.[6] Aufgrund einer Kreuzbandverletzung Ende Oktober 2007 verpasste Bombis den Großteil der Saison 2007/08 und absolvierte insgesamt nur zwölf DEL-Einsätze für die Pinguine.

Sein bis 2008 laufender Vertrag wurde nicht verlängert, woraufhin er zu den Schwenninger Wild Wings in die 2. Bundesliga wechselte. Bombis zog sich bei den Schwenningern schon früh in der Saison einen weiteren Kreuzbandriss zu, weswegen die Spielzeit für ihn vorzeitig beendet war. Für die Saison 2009/10 wurde er von den Dresdner Eislöwen verpflichtet. Die Saison 2010/11 spielte er bei den Hannover Indians.

Erfolge und Auszeichnungen

Karrierestatistik

Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
1999/2000 1. EV Weiden OL Süd 3 0 0 0 0
1999/2000 1. EV Weiden U18 (Cz) 29 23 16 39 18 10 3 8 11 81
2000/01 HC Karlovy Vary U20-EL (Cz) 32 8 3 11 10 10 7 4 11 6
2001/02 EHC Freiburg 2. BL 61 7 21 28 45
2002/03 EHC Freiburg 2. BL 39 10 10 20 14 12 2 3 5 0
2003/04 Hannover Scorpions DEL 51 9 5 14 0 4 1 0 1 01
2004/05 Nürnberg Ice Tigers DEL 45 5 9 14 20 6 0 0 0 0
2004/05 1. EV Weiden 2. BL 3 1 1 2 2
2005/06 Hamburg Freezers DEL 30 2 4 6 12
2005/06 Hannover Scorpions DEL 20 2 2 4 8 10 0 0 0 0
2006/07 REV Bremerhaven 2. BL 46 13 24 37 24 6 1 4 5 8
2007/08 Krefeld Pinguine DEL 12 0 2 2 4
2008/09 Schwenninger Wild Wings 2. BL 12 2 6 8 16
2009/10 Dresdner Eislöwen 2. BL 50 13 22 35 28 3 0 0 0 0
2010/11 Hannover Indians 2. BL 44 5 17 22 38 2 0 0 0 0
2011/12 Lausitzer Füchse 2. BL

1 Play-downs
(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = Spiele insgesamt; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz)

Einzelnachweise

  1. a b C. H.: Freezers-Neuzugang Bombis: Stürmer mit starkem Willen. WELT online, 27. April 2005, abgerufen am 1. November 2011.
  2. hokej.cz, Björn Bombis (tschechisch)
  3. ehcf.de, Björn Bombis im Interview: „Ich möchte nicht vergessen werden“
  4. Julien Wolff: Freezers schon in Play-off-Form. WELT online, 19. Dezember 2005, abgerufen am 1. November 2011.
  5. a b H. G. Schoofs: Die Bombe explodierte. Björn Bombis gibt sein Debüt bei den Krefeld Pinguinen. In: rp-online.de. Rheinische Post, 8. August 2007, abgerufen am 1. November 2011.
  6. Heribert Schmitt: Bombis schmerzhafte Stippvisite. In: wz-newsonline. Westdeutsche Zeitung, 5. April 2007, abgerufen am 1. November 2011.

Weblinks


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