Björnstjerna

Graf Magnus Fredrik Ferdinand Björnstjerna (* 10. Oktober 1779 in Dresden; † 6. Oktober 1847 in Stockholm) war schwedischer General, Diplomat und Schriftsteller.

Er wurde in Deutschland erzogen, wo sein Vater schwedischer Legationssekretär war und trat 1793 in Schweden in die Armee ein. Im finnischen Krieg wurde er Major, ging 1809 als geheimer Botschafter zu Napoleon I., unterhandelte 1812 in London wegen des Verkaufs der Insel Guadeloupe, ging 1813 als Oberst mit der schwedischen Armee nach Deutschland, wo er Hamburg entsetzen und die Vierlande verteidigen sollte, sich aber zurückziehen musste und dann bei Leipzig mitkämpfte.

Er führte die Unterhandlungen wegen Übergabe von Lübeck und Maastricht, kämpfte später in Holstein und Norwegen und schloss mit dem Prinzen Christian Friedrich die Konvention zu Moß, infolge deren Norwegen mit Schweden am 20. Oktober 1814 vereinigt wurde. 1815 wurde er Generaladjutant und Freiherr, 1820 Generalleutnant, 1826 Graf. 1828-1846 fungierte er als bevollmächtigter Minister am britischen Hof, worauf er nach Stockholm zurückkehrte, wo er am 6. Oktober 1847 starb. Björnsterna bekannte sich zu einem gemäßigten Liberalismus.

Er schrieb, zugleich schwedisch und deutsch:

  • Das Brittische Reich in Ostindien. Übersetzt von Johannes Rohtlieb. Stockholm: Fritze & Bagge, 1839.
  • Die Theogonie, Philosophie und Kosmogonie der Hindus. Stockholm: Norstedt, 1843; auch Mehreres über staatswirtschaftliche Fragen.

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