Blaberus craniifer
Totenkopfschabe
Ausgewachsene Totenkopfschabe (Blaberus craniifer)

Ausgewachsene Totenkopfschabe (Blaberus craniifer)

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Fluginsekten (Pterygota)
Ordnung: Schaben (Blattodea)
Familie: Blaberidae
Gattung: Blaberus
Art: Totenkopfschabe
Wissenschaftlicher Name
Blaberus craniifer
Burmeister, 1838)

Inhaltsverzeichnis

Gesamt

Adulte Tiere der Totenkopfschabe (Blaberus craniifer) sind zwischen 4 und 6 cm groß, wobei die Männchen etwas kleiner sind. Diese Spezies ist charakterisiert durch einen schwarzen Punkt auf dem Halsschild, der mit etwas Fantasie wie ein Totenschädel aussieht – dadurch ist sie sehr einfach von anderen Schaben zu unterscheiden.

Fressgewohnheiten

Die Totenkopfschabe ist ein Omnivore, das heißt, sie frisst so ziemlich alles, Gemüse, Fleisch, Früchte und Obst. Wenn sie nichts anderes finden, werden auch Fäkalien oder Holz gefressen. Wie die meisten Schaben sind sie in der Lage, ca. die Hälfte ihres Körpergewichts bei einem Fressvorgang zu sich zu nehmen. Auch nach den Wachstumshäutungen abgelegte Häute werden meist gefressen.

Im Terrarium

Für Totenkopfschaben genügen kleinste Terrarien ab 30x20x20cm (LxBxH), die Einrichtung ist beliebig, von Regenwald bis trockene Wüstenei, auch wenn schon festgestellt wurde, dass sie in einem Laubwaldterrarium auch sehr gut gedeihen. Das Futter ist beliebig, sehr gut sind Früchte wie zum Beispiel Apfel oder Banane.

Körperbau

Wie alle Schaben ist auch die Totenkopfschabe mit den Gottesanbeterinnen verwandt. Mit ihrem flachen Körper können sie sich in Felsritzen und unter Bodenbelägen und vielem mehr verstecken. Der breite Nackenschild in Verbindung mit den harten Flügeldecken ist ein sehr wirksamer Schutz gegen Feinde, den sie erst mit der Erwachsenenhäutung bekommen.

Zucht

Zur Zucht wird ein etwas über der Zimmertemperatur liegendes Klima, etwa 25–30 Grad, benötigt, welche mit einer Schreibtischlampe erzeugt werden kann. Ein Terrarium von 30×20×20cm (L×B×H) und einer Einrichtung von Sand, einem kaputten Blumentopf (oder etwas Vergleichbarem) als Höhle und etwas Holzwolle ist eine sehr gute Zuchtgrundlage. Nun werden 2–3 Tiere ausgesucht, (ein Männchen und 1–2 Weibchen), wobei darauf zu achten ist, dass die gewählten Zuchttiere keine Verletzungen aufweisen und gesund sind. Nach der Befruchtung sollte man nicht in Euphorie ausbrechen, es ist noch nicht garantiert, dass es zu einer Eiablage kommt. Das Männchen sollte zurück zu den anderen Tieren gesetzt werden. Nach dem Schlupf der Jungtiere ist für eine dicht schließende Abdeckung des Terrariums zu sorgen, da die Jungtiere sonst entkommen. Des Weiteren sollten die Elterntiere aus den Terrarien entfernt werden, da sie sonst die Jungtiere fressen könnten.

Die Jungtiere

Die Jungtiere sind kurz nach dem Schlupf winzig und kaum zu erkennen. Erst nach 1-2 Wochen wühlen sie sich aus dem Boden. Der ideale Platz für das Terrarium ist auf dem Fensterbrett über der Heizung. In der Nacht - und bei ausreichender Wärme - sind die Jungtiere gut zu beobachten.

Feinde

Der Hauptfeind ist in erster Linie der Mensch. In gut ausgestatteten Tiergeschäften kann man manchmal einige Exemplare als Futtertiere kaufen, die dann an Geckos und Agamen verfüttert werden. Totenkopfschaben werden außerdem von manchen Großvögeln gefressen.

Lebensraum

Das Verbreitungsgebiet ist Mittelamerika und Kuba, dort leben sie im tropischen Regenwald.

Galerie


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