Black-Swan-Klasse (Sloop)
Technische Daten Royal Navy Ensign
Verdrängung: 1250 ts
1350 ts (mod.)
Länge: 91,3 m
Breite: 12 m
Tiefgang: 3,4 m
Antrieb: 2 Admiralitätsdampfkessel
2 Parsons-Dampfturbinen
mit Einfachgetriebe
2 Wellen
3600 PS
4300 PS (mod.)
Geschwindigkeit: 19 kn
20 kn (mod.)
Reichweite: 7500 sm bei 12 kn
Besatzung: 180
192 (mod.)
Bewaffnung: 6 × 10,2-cm-Mehrzweckkanonen (3×2)
4 × 2-Pfünder-Flak (1×4)
4 × cal-0,5-Fla-MG (1×4)
110 Wasserbomben
8 Wasserbombenwerfer
Bewaffnung (mod.): 6 × 10,2-cm-Mehrzweckkanonen (3×2)
4 × 40-mm-Bofors-Flak
bis 12 × 20-mm-Oerlikon-Flak (6×2)
110 Wasserbomben
8 Wasserbombenwerfer

Die Sloops der Black Swan- und modifizierten Black Swan-Klasse wurden bei der Royal Navy und Royal Indian Navy eingesetzt. Die ersten acht liefen zwischen 1939 und 1943 vom Stapel; 29 modifizierte Einheiten folgten zwischen 1942 und 1945.

Wie Korvetten sind Sloops auf Geleitschutzaufgaben spezialisierte Kriegsschiffe, mit Flugabwehr- und U-Jagdfähigkeiten. Ihre Seeausdauer ist größer als die eines Zerstörers, dafür ist ihre Höchstgeschwindigkeit deutlich niedriger. Immerhin waren die Schiffe aber in der Lage, ein über Wasser ablaufendes deutsches U-Boot vom Typ VII oder Typ IX abzufangen.

Im Zweiten Weltkrieg versenkten die Sloops der Black Swan-Klasse 29 deutsche U-Boote. Der wohl bekannteste Kommandant einer Sloop war Captain Frederic John Walker. Seine Sloop HMS Starling war an der Versenkung von elf deutschen U-Booten beteiligt und damit wohl der erfolgreichste britische U-Boot-Jäger des Zweiten Weltkrieges.

Nach dem Zweiten Weltkrieg blieben Sloops im Dienst bei der Royal Navy, der ägyptischen, indischen und pakistanischen Marine. Vier Schiffe wurden 1958 von der deutschen Bundesmarine übernommen.

Mehrere Sloops der Black Swan-Klasse kämpften im Koreakrieg.

Inhaltsverzeichnis

Black Swan-Klasse

Royal Indian Navy

  • Pakistan als Sind
  • Bearbeiten] Modifizierte Black-Swan-Klasse

    Royal Indian Navy

    • Bundesmarine als Hipper
    • U 515
    • U 344 am 21. August 1944
    • U 968 am 20. März 1945
    • U 968 am 17. Februar 1945
    • Ägypten als El Malek Farouq
    • HMS Wild Goose, Stapellauf am 14. Oktober 1942
    • U 256 am 27. Februar 1944
    • Bearbeiten] Verluste der Black-Swan-Klasse
      • Im Zweiten Weltkrieg:
        • HMS Ibis versenkt von italienischen Torpedobombern bei Algier am 10. November 1942
        • HMS Woodpecker versenkt durch U 256 am 27. Februar 1944
        • HMS Kite versenkt durch U 344 am 21. August 1944
        • HMS Lark zum Wrack geschossen durch U 968 am 17. Februar 1945
        • HMS Lapwing versenkt durch U 968 am 20. März 1945

      Durch Black-Swan-Klasse versenkte U-Boote

      • U 213 versenkt östlich der Azoren durch HMS Erne , U 124 versenkt westlich von Oporan durch die Korvette U 202 versenkt um 00:30 Uhr am 2. Juni 1943 südöstlich von Cape Farewell, Grönland durch HMS Starling.
      • U 449 versenkt nordwestlich von Kap Ortegal durch HMS Wren, HMS Woodpecker, HMS Kite und HMS Wild Goose am 24. Juni 1943.
      • U 462 versenkt in der Biskaya durch einen Handley-Page Halifax Bomber und HMS Wren, HMS Kite, HMS Woodpecker, HMS Wild Goose und HMS Woodcock am 30. Juli 1943.
      • U 504 versenkt nordwestlich von Kap Ortegal durch HMS Kite, HMS Woodpecker, HMS Wren und HMS Wild Goose am 30. Juli 1943.
      • U 226 versenkt östlich von Neufundland durch HMS Starling, HMS Woodcock und HMS Kite am 6. November 1943.
      • U 538 versenkt südwestlich von Irland durch die Fregatte U 119 versenkt in der Biskaya durch HMS Starling am 24. Juni 1943.
      • U 842 versenkt durch HMS Starling und HMS Wild Goose am 6. November 1943.
      • U 592 versenkt südwestlich von Irland durch HMS Starling, HMS Wild Goose und HMS Magpie am 31. Januar 1944.
      • U 762 versenkt durch HMS Woodpecker und HMS Wild Goose am 8. Februar 1944.
      • U 734 versenkt südwestlich von Irland durch HMS Wild Goose und HMS Starling am 9. Februar 1944.
      • U 238 versenkt südwestlich von Irland durch HMS Kite, HMS Magpie und HMS Starling am 9. Februar 1944.
      • U 424 versenkt südwestlich von Irland durch HMS Wild Goose und HMS Woodpecker am 11. Februar 1944.
      • U 425 versenkt in der Barentssee durch HMS Lark und die Korvette U 264 versenkt durch HMS Woodpecker und HMS Starling am 19. Februar 1944.
      • U 1276 versenkt südlich von Waterford durch HMS Amethyst am 20 Februar 1945.
      • U 327 versenkt im Ärmelkanal durch die Fregatten U 653 versenkt durch eine Fairey Swordfish vom Gleitflugzeugträger U 961 versenkt östlich von Island durch HMS Starling am 29. März 1944.
      • U 962 versenkt nordwestlich von Kap Finisterre durch HMS Crane und HMS Cygnet am 8. April 1944.
      • U 473 versenkt südwestlich von Irland durch HMS Starling, HMS Wren und HMS Wild Goose am 6. Mai 1944.
      • U 333 versenkt westlich der Scilly Isles durch HMS Starling und die Fregatte U 608 versenkt in der Biskaya durch HMS Wren und einen B-24-Liberator-Bomber am 10. August 1944.
      • U 385 versenkt in der Biskaya durch HMS Starling und eine Short Sunderland am 11. August 1944.
      • U 198 versenkt nahe den Seychellen durch die Fregatte U 354 versenkt in der Barentssee durch HMS Mermaid und HMS Peacock, die Fregatte U 394 versenkt in der Norwegischen See durch eine Fairey Swordfish vom Geleitflugzeugträger HMS Vindex, die Zerstörer HMS Keppel und Bearbeiten] Siehe auch

        Weblinks


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