Black Shark
DCS: Black Shark
Entwickler: Eagle Dynamics
Verleger: The Fighter Collection[1]
Publikation: März 2009
(deutsche Version, Koch Media),
Dezember 2008 (englische Download-Version),
Oktober 2008 (russische Version)
Plattform(en): PC (Microsoft Windows)
Genre: Flugsimulation
Spielmodi: Einzelspieler, Mehrspieler
Steuerung: Tastatur, Joystick, Maus, Track-IR, Pedale
Systemminima: Windows XP o. Vista; Pentium 4 2GHz; 2GB Hauptspeicher; DirectX9-kompatible Grafikkarte mit 256MB VRAM; 5GB freier Festplattenspeicher
Medien: 1 DVD
Sprache: Deutsch, Englisch, Russisch
Aktuelle Version: 1.00
Kopierschutz: StarForce
Altersfreigabe: PEGI:
PEGI-Einstufung: 12+


USK:
Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG USK

Black Shark ist der erste Flugsimulator aus der Digital Combat Simulator-Reihe.

Der Spieler steuert in dieser Simulation den Kamow Ka-50 (NATO-Codename: Hokum-A) Militärhubschrauber. Die Besonderheit liegt in einer fast vollständigen und detailgetreuen Simulation des Cockpits und der Flugeigenschaften.

Inhaltsverzeichnis

Spiel

In Zusammenarbeit mit Hubschrauberhersteller Kamov wurden das Cockpit, das Modell des Hubschraubers und die Flugeigenschaften im Computer dem Original entsprechend modelliert. Zur Visualisierung der Simulation verwendet Eagle Dynamics (ED) die weiterentwickelte The Fighter Collection Simulation Engine, die schon in Lock On zur Anwendung kam. Der Spieler kann Trainingsmissionen, Einzelmissionen und in einer semi-dynamischen Kampagne-Modus fliegen. Nach jedem Flug wird eine Auswertung der Mission angezeigt. Flüge können aufgezeichnet und als Tracks gespeichert und weitergegeben werden. Die Tracks können später angeschaut oder als AVI-Datei exportiert werden.

Simulation

Alle Cockpit-Elemente und Cockpit-Funktionen des wirklichen Hubschraubers funktionieren auch in der Simulation. Von der Anordnung der Bedienelemente, über die Beleuchtung, Scheibenwischer, den Bordcomputer bis hin zum programmierbaren Täuschkörper-Ausstoß – alles ist bis in das kleinste Detail nachgebildet und simuliert – mit Ausnahme der Funktionen, die keinen Einfluss auf den Spieler oder den Einsatz des Hubschraubers haben (Cockpit-Belüftung und -Heizung). Alle (Dreh-)Knöpfe und Schalter sind per Maus-Click oder Tastaturkürzel bedienbar und zeigen eine Wirkung im simulierten Hubschrauber bzw. in der simulierten Welt. Im Simulationsmodus stehen knapp 500 Tastaturbefehle zur Verfügung, die jedoch aufgrund des interaktiven Cockpits kaum benötigt werden. Diese Interaktivität im Cockpit erfordert eine freie Bewegung des virtuellen Kopfes, da nur so um bestimmte Hindernisse (Steuerknüppel, Beine des Piloten) herumgeschaut werden kann. Um den Blick besser steuern zu können, unterstützt Black Shark als Eingabegerät auch Track-IR mit sechs Freiheitsgraden.

Black Shark ist sehr realitätsnah – für den Start aus dem kalten Zustand sind im Handbuch 15 Seiten mit notwendigen Handgriffen hinterlegt. Laut dem Community-Manager Black Shark Deutschland sind diese Schritte ausreichend, um auch einen echten Ka-50 zum Leben zu erwecken.[2] Neben der Simulation des eigentlichen Hubschraubers wird viel Wert auf die korrekte Simulation der Wettereinflüsse (Sicht, Vereisung), anderer Fahrzeuge, militärischer Einheiten, Schadensmodelle und der Waffensysteme gelegt. Die daraus resultierende Komplexität schlägt sich in den Handbüchern nieder, die mit über 700 Seiten einen für kommerzielle Spiele ungewöhnlich hohen Umfang haben.

Der Einstieg in diese komplexe Simulation soll durch zahlreiche Trainingsmissionen und neun Videos (Producer’s Notes) erleichtert werden. Zusätzlich kann der Spieler verschiedene Hilfen einschalten (unendlich Munition, Unzerstörbarkeit, Text-Marker über Einheiten, etc.) und auch die Start- und Abschalt-Prozedur per Tastendruck automatisch erledigen lassen.

Arcade

Um Spielern einen kurzweiligen Zugang zu gewähren, wurde ein Arcade-Modus implementiert. In diesem Modus ist der Hubschrauber von außen sichtbar, die Waffensysteme sind deutlich einfacher zu handhaben, und dem Spieler steht ein Hilfs-Radar zur Seite.

Multiplayer

Da der Ka-50 nicht offensiv gegen andere Hubschrauber eingesetzt wird, konzentriert sich das Spiel auf die Bekämpfung von Bodenzielen. Die Multiplayer-Missionen sind somit Coop-Missionen, in denen das (taktische) Zusammenspiel mehrerer virtueller Piloten im Vordergrund steht. Die Herausforderungen im Mehrspieler-Modus sind: das Einhalten einer Formation, das Erkennen und Beurteilen von Gefahrensituationen und die Priorisierung von Gefahrenquellen. Eine gute Kommunikation und ein Abgleich (potentieller) Ziele/Bedrohungen (der Ka-50 hat dafür ein Data-Link-Panel) im Austausch mit den Flügelmännern reduziert die Wahrscheinlichkeit von mehrfach angegriffenen Zielen, objektiviert die Einschätzung der Situation und maximiert somit die Effizienz des Waffeneinsatzes unter Minimierung der Gefahren.

Digital Combat Simulator

Das russische Studio Eagle Dynamics hat zuvor mit PC-Simulationen wie Su-27 Flanker (1996), Lock On und dem Add-On Flaming Cliffs (Su-25T) reichlich Erfahrungen gesammelt. So war auch Black Shark ursprünglich als ein weiteres Add-On zu Lock On geplant und basiert daher auf der schon in Lock On verwendeten The Fighter Collection Simulation Engine (TFCSE).

Aufgrund der gestiegenen Anforderungen wandte sich das Entwickler-Team von der alten TFCSE ab [3], und startete somit die neue und unabhängige DCS-Reihe. Jedes neue Modul (wie auch schon Flaming Cliffs für Lock-On) wird neben allgemeinen Updates ein weiteres, sehr detailliert simuliertes Luftfahrzeug enthalten. Alle Module sind eigenständig spielbar, erlauben aber auch die Verbindung zu anderen Modulen. Verschiedene Module können zusammen installiert werden. Das kooperative Zusammenspiel eines A-10 und eines Apache-Hubschrauber sollte also möglich sein, selbst wenn die einzelnen Spieler nur ihr eigenes Modul besitzen. Zur Zeit geplante Module sind Simulatoren für den A-10C und den AH-64A Apache (mit Cockpits sowohl für den Piloten als auch für den Co-Pilot/Gunner).

Kritik

Eagle Dynamics sieht nach eigenen Aussagen DCS als eine study-sim[3] für den PC. Eine Spiele-Bewertung mit marktüblichen Maßstäben kann daher der Simulation nur schwer gerecht werden.

Während das FS-Magazin[4] in der Ausgabe 02/2009 den Digital Combat Simulator als „neue Referenz der militärischen Flugsimulation“ bezeichnet, erhält Black Shark in der Gamestar-Ausgabe 05/2009 nur 72 %[5]. Das FS-Magazin betont, dass die Version 1.00 sehr stabil läuft, bemängelt aber den Einsatz von StarForce.

Einzelnachweise

  1. http://fighter-collection.com
  2. http://www.game-tv.com/videos/mode/4/chID/81/vID/5121/hl/Black+shark/Teaser-Startseite/Black-Shark-1/7.html
  3. a b http://www.digitalcombatsimulator.com/index.php?end_pos=718&scr=default&lang=en
  4. http://fsmagazin.de/
  5. http://critify.de/games/pc/4169/dcs-black-shark

Weblinks


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