AMD Saxony LLC & Co. KG
Luftbild der Chipfabrik

AMD Saxony bezeichnet das Dresdner Unternehmen AMD Saxony LLC & Co. KG in denen Prozessoren gefertigt werden. Das Unternehmen befindet sich in Wilschdorf im Ortsamtsbereich Klotzsche im Norden Dresdens, unweit des Flughafens.

AMD Saxony wurde 1996 als eine Tochterfirma von Advanced Micro Devices gegründet. Bis Ende 2007 wurden in beide Unternehmen etwa 6 Milliarden US-Dollar investiert [1]. Im Jahr 2008 arbeiteten rund 2800 Mitarbeiter bei AMD Saxony. Seit Februar 2009 ist Jim Doran Geschäftsführer und General Manager von AMD Saxony.[2]

Inhaltsverzeichnis

Rechtsform

Das Unternehmen wurde als Kommanditgesellschaften gegründet, als deren Komplementär eine Limited Liability Company eingetragen ist. Eine Limited Liability Company ist eine Unternehmensform der Vereinigten Staaten und ähnelt sehr stark der deutschen GmbH. Die Konstellation ist also weitestgehend einer GmbH & Co. KG oder Limited & Co. KG gleichzusetzen.

Am 8. September 2008 erklärte AMD CEO Dirk Meyer gegenüber dem US-Wirtschaftsmagazin Fortune, dass sich AMD „weg von einem durch Fabs gefesselten hin zu einem weniger auf Fabs konzentrierten Modell entwickeln werde“. Damit war die wirtschaftliche Abtrennung der Fertigungsanlagen auf dem Wege. Am 7. Oktober 2008 gab AMD schließlich bekannt, seine Fabriken in eine zusammen mit der Investmentfirma Advanced Technology Investment Company (ATIC) aus Abu Dhabi betriebene Foundry namens The Foundry Company auszugliedern.[3]. Damit ist AMD Saxony keine direkte Tochterfirma der Advanced Micro Devices Inc. mehr.

Im März 2009 wurde der offizielle Name der neu ausgegründeten Firmensparte bekanntgegeben: GLOBALFOUNDRIES[4]

Fab 30

AMD Saxony betreibt das Werk „AMD Fab 30“ und den europäischen Forschungs- und Entwicklungsbereich „Dresden Design Center“. Die Zerlegung der Wafer, die Fertigung des CPU-Gehäuses und der Zusammenbau der Prozessoren erfolgt in Werken im asiatischen Raum. Seit dem Produktionsstart im Jahr 1999 hat Fab 30 regelmäßig zukunftsweisende Technologien in die Volumenfertigung überführt und den Ruf von AMD als anerkannter Technologieführer gestärkt. Die Fertigung auf 200-mm-Wafern wurde im November 2007 heruntergefahren.

Fab 36

Die zweite Großinvestition von AMD in Dresden baut auf den Erfolg von Fab 30 auf. Ende 2003 wurde der Grundstein für Fab 36, AMDs erstem Werk für 300-mm-Wafer, gelegt. Im Oktober 2005 nahm die hoch automatisierte Fabrik die Fertigung von Mikroprozessoren auf [5]. Derzeit fertigt Fab 36 in 65-nm- und 45-nm-Technologie. Im März 2009 wurde die Fab 36 umbenannt in Fab1, Modul 1[6].

Fab 38

AMDs neuestes Halbleiterwerk wird den Namen Fab 38 tragen. Es entsteht derzeit durch eine grundlegende Umrüstung des bisherigen 200-mm-Werkes Fab 30 zu einem 300-mm-Werk. 2008 soll Fab 38 bereits zur flexiblen Kapazitätserweiterung am Standort Dresden beitragen. Im März 2009 wurde die Fab 38 umbenannt in Fab1, Modul 2.

Clustering

Das Unternehmen ist an der Advanced Mask Technology Center GmbH & Co. KG (AMTC), einem Joint-Venture mit Qimonda und Toppan Photomask Inc., beteiligt. Neben dem AMTC bemüht sich AMD über den Branchenverband „Silicon Saxony“ regionale Synergien zu schaffen. Zusammen mit Qimonda und der Fraunhofer-Gesellschaft betreibt AMD das Fraunhofer-Center Nanoelektronische Technologien (CNT) am Standort von Qimonda Dresden.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. www.amd-saxony.com
  2. heise.de: Führungswechsel bei AMD-Dresden vom 20. Februar 2009
  3. heise.de: AMD gründet The Foundry Company und baut Fab 4X vom 7. Oktober 2008
  4. golem.de: AMD nennt Fabrikensparte Globalfoundries (4.3.2009)
  5. AMD eröffnet zweite Chipfabrik in Dresden
  6. www.globalfoundries.com: Fab 1, Dresden Chronologie

51.12623333333313.7174194444447Koordinaten: 51° 7′ 34″ N, 13° 43′ 3″ O


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