Blacula
Filmdaten
Deutscher Titel Blacula
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1972
Länge 93 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie William Crain
Drehbuch Raymond Koenig
Joan Torres
Produktion Norman T. Herman
Joseph T. Naar
Musik Gene Page
Kamera John M. Stephens
Schnitt Allan Jacobs
Besetzung
  • William Marshall: Mamuwalde / Blacula
  • Vonetta McGee: Luva / Tina
  • Denise Nicholas: Michelle
  • Thalmus Rasulala: Dr. Gordon Thomas
  • Gordon Pinsent: Lt. Jack Peters
  • Charles Macaulay: Dracula
  • Emily Yancy: Nancy, Fotografin

Blacula ist ein US-amerikanischer Blaxploitation-Horrorfilm aus dem Jahr 1972, der auf Motiven des Dracula Romans von Bram Stoker beruht. Regie führte William Crain.

Ein Jahr später fand der Vampirfilm mit Der Schrei des Todes unter der Regie von Bob Kelljan eine Fortsetzung.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Im späten 18. Jahrhundert befindet sich der afrikanische Prinz Mamuwalde mit seiner jüngeren Frau Luva auf Europareise, um unter den Adligen Verbündete für seinen Kampf gegen den expandierenden Sklavenhandel zu finden. Das Herrscherpaar bereist so im Jahre 1780 auch Siebenbürgen und besucht völlig ahnungslos den Grafen Dracula auf seinem Anwesen. Der Gastgeber gibt sich zunächst freundlich, doch nach einer Meinungsverschiedenheit schlägt die Stimmung urplötzlich um. Der rassistische Vampir weigert sich, Mamuwalde zu helfen, beißt ihn, trinkt dessen Blut und belegt ihn mit dem sogenannten Fluch der Untoten, der ihn bis zur Ewigkeit zur Gier nach Menschenblut verdammt. Anschließend wird der Prinz, der den Beinamen „Blacula“ erhält, in einen Sarkophag gesperrt und mit seiner nicht vampirisierten Frau lebendig eingemauert.

Gut zwei Jahrhunderte später wird das Schloss Dracula mitsamt allen Besitztümern von zwei homosexuellen amerikanischen Innenarchitekten gekauft, die wenig später alle Antiquitäten, darunter auch den Sarg, nach Los Angeles verschicken. Abenteuerliche Neugier treibt die beiden Käufer dazu, den verschlossenen Sarg in ihrer Heimat zu öffnen, was für beide tödlich endet. Sie werden die ersten Opfern des schwarzen, blutgierigen Vampirs. Sie verwandeln sich nach einer gewissen Zeit ebenfalls in jene Kreaturen.

Beim Aufbahren der Leiche des afro-amerikanischen Mordopfers Bobby McCoy beobachtet Blacula heimlich die attraktive Tina, die seiner verstorbenen Luva gleicht. Er glaubt, in ihr eine Reinkarnation seiner Gefährtin zu erkennen, und verfolgt daraufhin die verängstigte Frau, die sich zunächst als Opfer eines Sittenstrolches wähnt. Der leidenschaftliche Blutsauger, dessen Liebe neu entbrennt, beißt weitere Passanten auf seinen nächtlichen Streifzügen durch die Metropole, die wiederum zu Vampiren mutieren und weiteren Menschen nachstellen.

Inzwischen untersucht der furchtlose afroamerikanische Pathologe Dr. Thomas im Auftrag des Police Lieutnant Peters die zunehmende Anzahl mysteriöser Mordfälle. Die beiden Ermittler tappen anfangs im Dunkeln, obgleich Thomas insgeheim an eine Vampirtheorie glaubt. Bei der Geburtstagsfeier von Thomas' Freundin, bei der auch ihre Schwester Tina anwesend ist, erscheint völlig unerwartet der charmante Mamuwalde, der mit seiner kurzen Anwesenheit Tinas Zuneigung gewinnt. Die beiden werden ein Liebespaar.

Am nächsten Tag gelingt Thomas der entscheidende Durchbruch – er begegnet einem leibhaftigen Vampir und erbringt so einen Beweis für deren Existenz. Geistesgegenwärtig durchschaut der wissenschaftliche Polizeiberater die Sachlage und eröffnet gemeinsam mit seinem Polizeikollegen Peters die Jagd nach den Vampiren, die die Großstadt zu terrorisieren drohen, sowie Blacula, den er zwischenzeitlich enttarnen konnte. Mit Hilfe der verliebten Tina, die zu ihm flieht, gelingt es bewaffneten Einheiten schließlich, das flüchtige Paar zu stellen. Dabei wird Tina versehentlich von einem bewaffneten Beamten tödlich verletzt. Mamuwalde rettet sie kurzzeitig, indem er sie in einen Vampir verwandelt, verliert sie aber dennoch ein zweites Mal durch eine rituelle Pfählung am Ende des Films. Nach dem Ableben seiner verehrten Tina erkennt der liebeskranke Mamuwalde die Sinnlosigkeit seines Lebens. Er wählt letztendlich den Freitod im Sonnenlicht.

Kritiken

„Die ironische "schwarze" Variante des Vampir-Mythos wurde einer der besten "Blacksploitation"-Filme überhaupt, dank eines einfallsreichen Drehbuchs und eines überragenden Hauptdarstellers.“

Lexikon des internationalen Films[1]

Auszeichnungen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Blacula im Lexikon des Internationalen Films

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Blacula — Infobox Film | name = Blacula caption = Original 1972 theatrical poster director = William Crain producer = Samuel Z. Arkoff Joseph T. Naar Norman T. Herman writer = Raymond Koenig Joan Torres starring = William Marshall Vonetta McGee Denise… …   Wikipedia

  • Blacula, le vampire noir — Données clés Titre original Blacula Réalisation William Crain Scénario Joan Torres Raymond Koenig Acteurs principaux William Marshall Vonetta McGee Denise Nicholas Gordon Pinsent Charles Macaulay …   Wikipédia en Français

  • Scream Blacula Scream — Infobox Film name = Scream Blacula Scream caption = Theatrical release poster director = Bob Kelljan producer = Joseph T. Naar eproducer = aproducer = writer = Maurice Jules Raymond Koenig Joan Torres starring = William H. Marshall Pam Grier… …   Wikipedia

  • Blaxploitation — is a film genre that emerged in the United States in the early 1970s when many exploitation films were made that targeted the urban black audience; the word itself is a portmanteau of the words “black” and “exploitation.” Blaxploitation films… …   Wikipedia

  • Dracula in popular culture — Bela Lugosi as Count Dracula at the Hollywood Wax Museum The character of Count Dracula from the 1897 novel Dracula by Bram Stoker, has remained popular over the years, and many films have used the Count as a villain, while others have named him… …   Wikipedia

  • William Marshall (film and television actor) — Infobox actor name = William Marshall imagesize = 200px caption = birthname = William Horace Marshall birthdate = birth date|1924|8|19|mf=y birthplace = Gary, Indiana deathdate = death date and age|2003|6|11|1924|8|19|mf=y deathplace = Los… …   Wikipedia

  • Vampire films — the Blood Countess has also been an influence. By 2005, Dracula had been the subject of more films than any other fictional character. History The earliest cinematic vampires in such films as The Vampire (1913), directed by Robert G. Vignola,… …   Wikipedia

  • Liste de films de vampires — Ceci est une liste non exhaustive des films de vampires. Titre VF Titre VO Réalisateur Année Origine 30 jours de nuit 30 Days of Night David Slade 2007  États Unis …   Wikipédia en Français

  • Liste des films de vampires — Liste de films de vampires Ceci est une liste non exhaustive des films de vampires. Titre VF Titre VO Réalisateur Année Origine 30 jours de nuit 30 Days of Night David Slade 2007  États Unis …   Wikipédia en Français

  • Премия «Сатурн» за лучший фильм ужасов — Список лауреатов и номинантов премии «Сатурн» («Золотой свиток» с 1973 по 1977) в категории «Лучший фильм ужасов или триллер». С 1973 по 2010 год категория носила название «Лучший фильм ужасов», в 2011 году была переименована в «Лучший фильм… …   Википедия

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”