Blasenbaum
Blasenesche
Blasenesche (Koelreuteria paniculata)

Blasenesche (Koelreuteria paniculata)

Systematik
Unterklasse: Rosenähnliche (Rosidae)
Ordnung: Seifenbaumartige (Sapindales)
Familie: Seifenbaumgewächse (Sapindaceae)
Unterfamilie: Sapindoideae
Gattung: Koelreuteria
Art: Blasenesche
Wissenschaftlicher Name
Koelreuteria paniculata
Laxm.
Blatt.
Blasenförmige Früchte.

Die Blasenesche (Koelreuteria paniculata), auch Blasenbaum, ist eine Laubbaumart in der Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae). Sie stammt aus China und ist die bekannteste der drei Arten in der Gattung Koelreuteria.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Blasenesche wächst als ein sommergrüner Baum oder Strauch. Sie erreicht Wuchshöhen bis etwa 14 Meter und Stammdurchmesser von etwa 50 Zentimetern. Die Rinde des Stammes ist rau und braun mit schmalen orangefarbenen Furchen. Die Baumkrone ist relativ schlank mit bogig ansteigenden Ästen.

Die jungen Zweige sind hell kupferbraun. Die Blattknospen sind etwa 2 mm klein. Die wechselständigen Laubblätter sind bis 35 cm lang und unpaarig gefiedert mit 7 bis 15 Fiederblättchen. Die Fiederblättchen sind eiförmig länglich und 3 bis 8 Zentimeter lang; die Blättchen sind tief gezähnt bis fiederspaltig. Die Blattspindel ist rot. Der frische Blattaustrieb Mitte Mai ist anfangs dunkelrot gefärbt. Die Herbstfärbung des Laubes ist gelb bis orange.

Die Blüten erscheinen Mitte August in lockeren aufrechten rispigen Blütenständen. Die einzelnen Blüten sind etwa 1 cm groß und gelb.

Als Früchte werden Kapselfrüchte gebildet. Diese haben eine zunächst gelbgrüne, später hellbraune papierartige, blasenförmige Hülle. Die Fruchthülle ist etwa 4 bis 5 Zentimeter lang und dreiklappig; sie enthält drei schwarze Samen.

Verbreitung und Standort

Die Blasenesche ist in weiten Teilen Chinas heimisch; ihre Vorkommen finden sich in den Provinzen Anhui, Gansu, Hebei, Henan, Hubei, Jiangsu, Liaoning, Shaanxi, Shandong, Shanxi, Sichuan, Yunnan und Zhejiang.

Die Blasenesche ist in Mitteleuropa zuverlässig winterhart und wird häufig in Parks und Gärten als Zierbaum gepflanzt.

Systematik

Die Erstbeschreibung durch den finnischen Botaniker Erich G. Laxmann wurde 1772 veröffentlicht.[1]

Synonyme für die Art sind:

  • Koelreuteria apiculata Rehder & E.H.Wilson
  • Koelreuteria bipinnata Franchet var. apiculata How & Ho
  • Koelreuteria chinensis (Murray) Hoffmannsegg
  • Koelreuteria paniculata var. apiculata (Rehder & E.H.Wilson) Rehder
  • Sapindus chinensis Murray.

Zuchtformen

  • 'Fastigiata': Diese Form ist 1888 in Kew entstanden; sie wächst säulenförmig mit fast senkrecht aufstrebenden Zweigen und kann wie der Typ etwa 15 Meter hoch werden.

Quellen und weiterführende Informationen

Einzelnachweise

  1. Novi Comment. Acad. Sci. Imp. Petrop. 16:561, t. 18. 1772. Siehe Eintrag bei GRIN Taxonomy for Plants.

Literatur

  • Alan Mitchell, übersetzt und bearbeitet von Gerd Krüssmann: Die Wald- und Parkbäume Europas: Ein Bestimmungsbuch für Dendrologen und Naturfreunde. Paul Parey, Hamburg und Berlin 1975, ISBN 3-490-05918-2. 

Weblinks


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