Blasius Gerg

Blasius Gerg (* 16. Januar 1927 in Lenggries; † 17. Mai 2007 in Haslach[1]) war ein deutscher akademischer Bildhauer der Münchner Schule.

Er erhielt 1966 einen Förderpreis im Bereich Bildende Kunst der Landeshauptstadt München und war Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Er war befreundet mit dem niederbayerischen Bildhauer Karl Reidel.

Der gute Hirt. Steinplastik im Hof des Kreuzgangs des Eichstätter Doms

Inhaltsverzeichnis

Werke

  • Für den Hof des Kreuzgangs des Eichstätter Doms, der Beerdigungsstätte des Eichstätter Domkapitels, schuf er 1961 die Steinplastik "Der gute Hirt" aus Muschelkalk.
  • In der Pfarrkirche St. Augustin in Ingolstadt gibt es seit 1962 einen von ihm in Eisen gegossenen Kreuzweg, der als Besonderheit eine 15. Station hat, die der Auferstehung gewidmet ist.
  • 1965 wurde in St. Hildegard in München-Pasing eine von ihm geschaffene Madonna mit Kind aufgestellt.
  • 1966 entwarf er für die Pfarrkirche St. Karl Borromäus in München-Fürstenried Altäre, Tabernakel, Altarkreuz, Taufstein, Weihwasserbecken, Apostelkreuze, Leuchter, Turmkreuz und eine Marienstatue.
  • Seit 1967 steht ein von ihm gestalteter Säulenbrunnen in München-Maxvorstadt (Heßstraeße 21, Innenhof).
  • 1968/69 schuf er die Innenausstattung der Kath. Pfarrkirche Heilig Geist in Oberjoch.
  • Im Ingolstädter Münster stammt aus dem Jahr 1970 der Volksaltar von ihm.
  • Seit 1974 steht in St. Bonifaz, München, ein Altar von ihm.
  • 1976 schuf er den Zelebrationsaltar und den Ambo der Stadtpfarrkirche St. Jakob in Dachau.
  • Aus dem Jahr 1978 stammen von ihm in der katholischen Pfarrei Menschwerdung Christi in Nürnberg-Langwasser: Haupt- und Kapellenaltar, Altar- und Apostelleuchter, Osterleuchter, Weihwasserbecken, Taufbecken,Opfertisch, Altarwand-Kreuz.
  • 1989 entwarf er den Bischofsstuhl des Regensburger Domes, der heute in der Ulrichskirche steht.
  • 1992 lieferte er für die katholische Stadtpfarrkirche St. Emmeram in Wemding einen neuen Haupt- bzw. Zelebrationsaltar und Ambo aus Solnhofener Jura und für die Wallfahrtskirche auf dem Habsberg in der Oberpfalz den Volksaltar, den Ambo und Sedilien.
  • 1995 schuf er einen Grabstein für seinen Nachbarn, den Komponisten Günter Bialas auf dem Glonner Waldfriedhof.

Weitere Werke von ihm sind:

  • St. Severin in Garching bei München: Hauptaltar, Ambo, Sedilien, Sakramentsaltar mit der Mauerscheibe und Taufbrunnen
  • Neue Messe München (Endbahnhof der U2): Sonnenuhr, die trichterförmig von der Oberfläche Sonnenlicht nach unten führt
  • St. Josef in Memmingen: Kriegergedächtniskapelle
  • Pfarrkirche zur Heiligen Familie in Eichstätt: Altarinsel aus Juramarmor, Tabernakel, Altar- und Apostelleuchter aus Bronze
  • St. Christophorus in Neukeferloh: Altarraum
  • Christophorus-Stele in der Kapelle des Flughafens München
  • St. Ulrich und Afra in Augsburg, Altar und Tabernakel in der Unterkirche
  • St. Ulrich in Kaufbeuren: Altar und Ambo
  • Kath. Pfarrkirche St. Maria in Gunzenhausen: Hochaltar
  • Passionsweg in ? mit Stationen aus Stahl, die über Graugußplatten mit den eingelassenen Jahreszahlen von 1933 bis 1945 zu einem galgenähnlichen Gerüst führen
  • Pfarrkirche St. Willibald in Ingolstadt-Oberhaunstadt: Altarinsel
  • Pfarrkirche St. Ulrich in Dillingen: Entwürfe für die Einteilung des Raumes, für den Altar, den Tabernakel, den Osterleuchter, die Taufschale, den Priestersitz, die Altar- und Apostelleuchter und die Kirchenbänke
  • Katholische Akademie in Bayernin München-Schwabing, Mandlstraße: Außenwandgestaltung „Vom Chaos zur Ordnung“

Zuletzt war er in Glonn in Oberbayern wohnhaft und wurde auf dem dortigen Waldfriedhof bestattet.

Literatur

  • Ernst Maria Lang: Das wars. Wars das? Erinnerungen, 2004, S. 474
  • Christ in der Gegenwart, 58. Jg. (2006), S. 251
  • Eichstätter Kurier vom 22. Mai 2007

Einzelnachweise

  1. http://www.kirchenundkapellen.de/kirchen/gergblasius.htm

Weblinks


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