Blatenský vrch
Blatenský vrch
Plattenberg 2005

Plattenberg 2005

Höhe 1.043 m n.m.
Lage Tschechien, Region Karlovy Vary
Gebirge Erzgebirge
Geographische Lage 50° 24′ 42″ N, 12° 47′ 30″ O50.41166712.7916671043Koordinaten: 50° 24′ 42″ N, 12° 47′ 30″ O
Blatenský vrch (Tschechien)
Blatenský vrch
Gestein Granit
Erschließung 1913 Bau des Aussichtsturms
Blick in die Wolfsbinge

Der Blatenský vrch (deutsch Plattenberg) ist einer der über 1000 Meter hohen Berge des Erzgebirges in unmittelbarer Nähe von Horní Blatná (Bergstadt Platten).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Bergmassiv besteht in der Hauptsache aus Granit. Bereits in der frühen Neuzeit herrschte in der Umgebung des Berges reger Zinn- und Eisenerzbergbau, auf den die Gründung der benachbarten Bergstadt Platten im Jahre 1532 zurückzuführen ist.

Entstehung des Namens

Der Name des Plattenberges ist mit großer Wahrscheinlichkeit durch seine relativ platte Form entstanden. Besonders aus südlicher Richtung hebt er sich kaum aus der Hochfläche des Erzgebirges hervor.

Touristische Erschließung

Die Wolfs- und Eispinge am Fuße des Berges lockten zu Beginn des 20. Jahrhunderts immer mehr Touristen zum Plattenberg, sodass sich der Wintersportverein der Bergstadt Platten entschloss, auf dem Gipfel einen Aussichtsturm mit Unterkunftshaus zu errichten. Der 21 m hohe Turm erhielt den Namen Erzherzogin-Zita-Aussichtsturm und wurde im Jahre 1913 eröffnet. In den zwanziger Jahren erfreute sich der Plattenberg so großer Beliebtheit, dass im Laufe des Jahres 1927 ein Saalanbau und die Verlegung des Einganges am Berghotel erforderlich wurden.

Nach der 1946 erfolgten Ausweisung fast aller deutschen Bewohner aus der Tschechoslowakei stand das Berghotel leer, es verfiel zur Ruine und wurde um 1970 abgerissen. Lediglich der Aussichtsturm blieb stehen und kann noch heute besucht werden.

Lage und Umgebung

Der Plattenberg ist in etwa 20 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Horní Blatná an der Bahnstrecke Karlsbad–Johanngeorgenstadt zu erreichen. Es führt auch eine schmale Zufahrtsstraße zum Gipfel, die von der Straße Horní Blatná - Boží Dar (Gottesgab) abzweigt.

Ausblicke

Bei guten Bedingungen reicht der Blick in Richtung

Routen zum Gipfel

Plattenberg mit Stráň (Ziegenschacht), einem Ortsteil von Potůčky
  • Von Johanngeorgenstadt über den Fußgängergrenzübergang nach Potůčky (Breitenbach) auf dem Anton-Günther-Weg zunächst der grünen, dann der gelben Markierung aufwärts durch den Wald folgen (ca. 8 km).
  • Von Boží Dar (Gottesgab) rot markierter Hauptwanderweg über Bludná (Irrgang) zum Berggipfel. (ca. 15 km).
  • Wer vom Gipfel den Abstieg nach Platten hinein wählt, erreicht nach wenigen hundert Meter die Eispinge (Ledová Jáma). Es handelt sich um eine enge und tiefe Schlucht, welche durch den Einsturz von Gängen aus dem Zinnbergbau in der Gründungsphase der Stadt entstanden ist. Bedingt durch die Lage hält sich am Boden der Schlucht stets kalte (schwere) Luft. Dies hat zur Folge, dass der dort hineinfallende Schnee auch im Sommer nicht vollständig taut. Der Abstieg in die Schlucht ist auf einem gesicherten Weg möglich. Angeblich hat man zur Völkerschlacht bei Leipzig 1813 aus der Pinge Eis geschnitten und dieses in Stroh verpackt, auf Kisten verladen und mit Pferdefuhrwerken nach Leipzig gebracht, um die Wunden der Verletzten zu kühlen.
  • Der bequemste Weg zweigt als schmale Fahrstraße von der Landstraße Horní Blatná (Bergstadt Platten) – Boží Dar (Gottesgab) ab und führt von dort nach Norden zum Gipfel (ca. 1 km).
  • Über den Gipfel führt der Anton-Günther-Weg.

Bergwirte/Pächter

  • 1921: Emil Hieke
  • 1925/30: Alfred Schmalz
  • 1931/32: Anton Felber
  • 1941: Josef Danzer

Literatur

  • Reinhart Hepper, Jörg Brückner, Helmut Schmidt: Sächsisch-böhmische Aussichtsberge des westlichen Erzgebirges in Wort und Bild mit touristischen Angaben. Horb am Neckar 2000, S. 27-29.

Weblinks

 Commons: Blatenský vrch (Plattenberg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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