Blaublütige

Die Bezeichnung blaues Blut, auch kurz Blaublut, drückt bei Menschen die Zugehörigkeit zum Adel aus.

Der Begriff „blaues Blut“ stammt aus dem spanischen Sprachgebrauch („sangre azul“). Mit diesem Attribut wurden die spanischen Adligen bezeichnet, welche aufgrund ihrer Abstammung von den Westgoten und Heiratsverbindungen mit nordischen Adelshäusern besonders blass waren. Um das Schönheitsideal von blasser Haut noch zu verstärken, mieden es die spanischen Adligen, unter die Sonne zu gehen, wodurch die Haut in manchen Fällen so bleich war, dass die blauen Venen zum Vorschein kamen.

Im mittelalterlichen Spanien kämpfte nun der Adel westgotischer Herkunft gegen die Mauren (8./9. Jahrhundert). Während die Araber eine dunklere Haut hatten, sah man auf der weißen Haut des spanischen Adels die blauen Adern. Dies hinterließ den Irrglauben, dass blaues Blut durch die Adern der Adligen fließe.

Erst später kam dieser so entstandene Ausdruck des „blauen Blutes“ als angebliches Kennzeichen des Adels nach Mitteleuropa. In Frankreich („le sang bleu“) und im deutschsprachigen Raum ist der Ausdruck erst seit etwa 1810 bekannt.

Die Blaufärbung rührt in Wahrheit daher, dass lediglich der kurzwellige blaue Farbanteil des Lichtes durch die Haut dringt, während der rote und langwellige Anteil von der Haut und vom Blut selbst absorbiert wird. [1]

Literatur

  • Robert Steimel: „.... im vordersten Gefecht!“. Kleine Geschichte des deutschen Adels, Seite 48. Steimel-Verlag, Köln-Zollstock 1959

Weblinks

Anmerkungen

  1. Für eine nähere Erläuterung siehe den Artikel Blutfarbstoff

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