Blaue Kirche
Sankt-Elisabeth-Kirche
Fassade der kurzen Außenwand

Die Sankt-Elisabeth-Kirche (Slowakisch Kostol svätej Alžbety) ist eine katholische Kirche in Bratislava in der Slowakei. Sie ist der Heiligen Elisabeth von Ungarn geweiht. Aufgrund der Farbgebung der Außenfassade durch ein blaues Majolikamosaiks wird die Kirche auch als die blaue Kirche bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Die Kirche befindet sich in der Bezručova ulica (deutsch Raneyss-Gasse) Nummer 4 in der Altstadt der slowakischen Hauptstadt.

Architektur

Gebaut wurde die einschiffige Kirche in den Jahren 1907 und 1908 nach in der Zeit von 1903 bis 1904 entstandenen Plänen von Ödön Lechner im sogenannten Sezessionsstil. Es dominieren geschwungene für den ungarischen Jugendstil typische Formen. Lechner entwarf auch das benachbarte Gymnasium, als dessen Kapelle die Kirche zunächst diente, und die Pfarrei.

Der Grundriss des Gebäudes ist oval. An der Vorderseite befindet sich ein zylindrischer Kirchturm. Eine zunächst geplante Kuppel über dem Kirchenschiff kam nicht zur Ausführung. Statt dessen entstand ein Tonnengewölbe, das von einem steilen Walmdach bekrönt wird. Das Dach ist mit glasierten Ziegeln gedeckt und mit Verzierungen versehen, die auch der Gliederung des Gebäudes dienen.

Haupt- und Seiteneingang sind von romanisierenden Doppelsäulen eingerahmt über die Bögen spannen, die orientalisch anmuten. Weitere Säulen befinden sich auch an den Fenstern.

Die Fassade war ursprünglich in sanfteren Pastelltönen gehalten. Später erhielt das Gebäude seine charakteristische blaue Farbe. Eine Linie aus blauen Wandfliesen und ein Wellenband umfassen das Gebäude. Über dem Eingang befindet sich ein rundes Mosaik, welches das Rosenwunder darstellt.

Innenausstattung

Der Altar der Kirche

Das Innere der Kirche ist reich mit Bildern verziert. Auf dem Altar befindet sich eine Abbildung der Heiligen Elisabeth, die an Arme und Bettler Gaben verteilt.


Ein Modell der Kirche befindet sich in der Mini-Europa-Anlage in Brüssel und repräsentiert dort die Slowakei.

Literatur

  • Ernst Hochberger, Das große Buch der Slowakei, Sinn 1997, ISBN 3-921888-08-5, Seite 300
  • Marianne Mehling (Herausgeber), Knaurs Kulturführer, Droemersche Verlagsanstalt, München 1993, ISBN 3-426-26609-1, Seite 400

Weblinks

48.1434217.116757Koordinaten: 48° 8′ 36″ N, 17° 7′ 0″ O


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