Blautal

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Blau
Der Blautopf in Blaubeuren, Ursprung der Blau

Der Blautopf in Blaubeuren, Ursprung der Blau

Daten
Lage Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland
Länge 14,5 km
Quelle in Blaubeuren am Südrand der Schwäbischen Alb
48° 24′ 58″ N, 9° 47′ 2″ O48.4161111111119.7838888888889521
Quellhöhe 521 m ü. NN
Mündung in Ulm in die Donau48.3952777777789.9922222222222466Koordinaten: 48° 23′ 43″ N, 9° 59′ 32″ O
48° 23′ 43″ N, 9° 59′ 32″ O48.3952777777789.9922222222222466
Mündungshöhe 466 m ü. NN
Höhenunterschied 55 m
Abfluss über Donau
Großstädte Ulm
Der Lauf der Blau von Blaubeuren bis Ulm (Postkarte von Eugen Felle, um 1900)

Die Blau ist ein 14,5 km langer Nebenfluss der Donau im Osten von Baden-Württemberg (Deutschland).

Sie entspringt in Blaubeuren (Alb-Donau-Kreis) am Südrand der Schwäbischen Alb. Dort fließt ihr Wasser aus dem Blautopf, der Karstquelle mit der zweithöchsten Schüttung in Deutschland, ins Blautal in östlicher Richtung über Blaustein nach Ulm, wo die Blau in die Donau mündet.

Der Name Blau stammt nicht von der Farbe des Wassers, er ist vielmehr ein Flussname aus vorgermanischer Zeit (idg.-kelt. Blava), wie dies auch auf andere Zuflüsse der Donau zutrifft, etwa für Nau, Drau und Sau (Save).[1]

Inhaltsverzeichnis

Flussverlauf

Ab der Quelle im Blautopf fließt die Blau in östlicher Hauptrichtung an Blaubeuren, Gerhausen, Arnegg, Herrlingen, Klingenstein, Blaustein und dem Ulmer Stadtteil Söflingen vorbei. In Blaubeuren mündet, wenige hundert Meter unterhalb des Blautopfs, von rechts kommend die Ach, in Klingenstein mündet von links kommend die Lauter.

In Ulm fließt sie an den ehemaligen Werksgeländen der Nutzfahrzeughersteller Magirus-Deutz und Kässbohrer vorbei durch den „Blaupark“ und unter der B 10 hindurch, um danach verdohlt unter dem Ulmer Hauptbahnhof hindurchgeführt zu werden. Nach dem Hauptbahnhof zweigt sich die Blau in zwei Arme auf, die knapp 400 m voneinander entfernt beim Ulmer Fischerviertel in die Donau münden.

Blautal

Das Tal der Blau wurde von der Urdonau geformt. Als sich die Schwäbische Alb im Zuge der Auffaltung der Alpen hob, fraß sich die Urdonau zunächst immer tiefer ins Gestein, bis sie sich schließlich ein Bett weiter südlich suchte. Dabei wurde das Hochsträß von der restlichen Alb getrennt. Im südlichen Teil des Tals fließt heute die Schmiech, die bei Ehingen in die Donau mündet.

Touristik

Sportklettergebiet

Das Blautal bietet gute Sportklettermöglichkeiten und gehört zu den interessanten Klettergebieten der Schwäbischen Alb. Routen sind in fast allen Schwierigkeitsgraden eingerichtet. In zahlreichen Veröffentlichungen sind diese Routen und die dazu freigegebenen Felsen beschrieben. Naturschutzbestimmungen beschränken den Kletterbetrieb auf bestimmte Monate im Jahr.

Wassersport

Die Blau ist ein reizvolles Kanugewässer. Sie ist ab deren Einmündung eine Fortsetzung der Ach. Von Blaubeuren bis Klingenstein besteht jährlich zwischen 1. März und 30. Juni eine Befahrungsbeschränkung für Einzelfahrer, Ausnahmegenehmigungen können von der Naturschutzbehörde in Ulm erteilt werden. Organisierte Fahrten, gewerblicher Verleih und Veranstaltungen benötigen ganzjährig eine behördliche Erlaubnis [2].

Literatur

  • Blautal - Klettern im Ach- und Blautal rund um Blaubeuren, hrsg. von Andreas Buck, Albrecht Lonhardt und Walter Klein, Panico Alpinverlag, Köngen 2007, 7. Auflage, ISBN 978-3-926807-53-3

Einzelnachweise

  1. Hans Bahlow: Deutschlands geographische Namenwelt - Etymologisches Lexikon der Fluß- und Ortsnamen alteuropäischer Herkunft.
  2. Paddeln bei Naturschutz A-Z, Alb-Donau-Kreis

Weblinks


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