Blazowa
Błażowa
Wappen von Błażowa
Błażowa (Polen)
DEC
Błażowa
Błażowa
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Karpatenvorland
Landkreis: Rzeszów
Fläche: 4,23 km²
Geographische Lage: 49° 53′ N, 22° 6′ O49.88333333333322.17Koordinaten: 49° 53′ 0″ N, 22° 6′ 0″ O
Höhe: 230 m n.p.m
Einwohner: 2.126 (31. Dez. 2007[1])
Postleitzahl: 36-030
Telefonvorwahl: (+48) 17
Kfz-Kennzeichen: RZE
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Rzeszów-Jasionka
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Gemeindegliederung: 9 Schulzenämter
Fläche: 112,7 km²
Einwohner: 10.6 (31. Dez. 2007[1])
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Stanisław Najda
Adresse: pl. Wolności 1
36-030 Błażowa
Webpräsenz: www.blazowa.itl.pl

Błażowa ist eine Stadt in Polen in der Wojewodschaft Karpatenvorland. Sie ist Sitz einer Stadt- und Landgemeinde im Powiat Rzeszowski.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Die Stadt liegt am Fluss Ryjak im Karpatenvorland Pogórze Dynowskie (Dynówer Vorgebirgsland).

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1429. Drei Jahre später wurde eine Pfarrei gegründet. 1624 fielen die Tataren in die Gegend ein. Sie brandschatzen dabei sowohl in der Stadt als auch in den umliegenden Dörfern. Auch 1672 war ein schwieriges Jahr für die Stadt, da erneut Tataren, aber auch Kosaken Zerstörungen in der Stadt anrichteten. Während des Großen Nordischen Kriegs marschierten 1704 schwedische Truppen in Błażowa ein. 1770 erhielt der, im Privatbesitz stehende, Ort sein Stadtrecht verliehen[2] . Infolge der Ersten Teilung Polens fiel der Ort 1772 an Österreich. 1790 wurde die erste Feuerwehr durch Henryk Fleming gegründet. 1884 wurde die Webervereinigung gegründet und im Jahr darauf eine Weberschule. 1895 wurde die bisher bestehende Feuerwehr in eine Freiwillige Feuerwehr umgewandelt. Der Bau der neogotischen Kirche erfolgte zwischen 1896 bis 1900 unter Leitung des Architekten Jan Sasa-Zubrzycki. 1907 wütete ein Brand in der Stadt und vernichtete sie größtenteils. Wenige aus Stein errichtete Gebäude, darunter auch die Kirche, blieben verschont. Nach Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Stadt 1918 Teil des durch den Friedensvertrag von Brest-Litowsk wiederentstandenen Polens. Beim Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde die Stadt im September 1939 von der Wehrmacht besetzt. Im selben Jahr wurden Juden in die Stadt deportiert; im Februar 1942 gab es in der Stadt etwa 1.100 Juden. Im Sommer des Jahres wurden sie deportiert und ermordet. 1944 musste sich die Wehrmacht aufgrund des Drucks durch die Rote Armee zurückziehen, die Gegend wurde von der sowjetischen Armee besetzt und die Stadt wurde Teil Polens. 1950 wurde ein staatlicher Kindergarten eingerichtet. Bei einer Verwaltungsreform in Polen war die Stadt am 1975 Teil der neu gebildeten Woiwodschaft Rzeszów. Nach deren Auflösung war Błażowa ab 1999 Teil der Wojewodschaft Karpatenvorland. 2002 erhielt das gimnazjum im. Anny Jenke ein neues Gebäude.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Neogotische Kirche, errichtet 1896-1900
  • Herrenhaus, errichtet im 18./19. Jahrhundert

Gemeinde

Zur Stadt- und Landgemeinde gehören neben der Stadt Błażowa die Schulzenämter (sołectwo) Białka, Błażowa Dolna, Błażowa Górna, Futoma, Kąkolówka, Kąkolówka-Ujazdy, Lecka, Nowy Borek und Piątkowa.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch die Stadt führen keine größeren Straßen. Über eine kleinere Landstraße ist die Wojewodschaftsstraße 878, etwa sieben Kilometer nördlich zu erreichen. Diese führt zur Kreisstadt Rzeszów und dort verlaufenden Europastraße 40. Etwa genau soweit entfernt ist die südlich verlaufende Wojewodschaftsstraße 884.

Der Flughafen Rzeszów-Jasionka ist der nächste internationale Flughafen. Er liegt etwa 26 Kilometer nördlich von Błażowa.

Persönlichkeiten

  • Cwi Elimelech Szapiro (1841-1924), von 1900-1914 Rabbiner in der Stadt

Söhne und Töchter der Stadt

Verweise

Weblinks

Fußnoten

  1. a b Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 31. Dezember 2007
  2. pl:Błażowa#Historia. Dort fehlt allerdings eine Quellenangabe
  3. gimnazjum entspricht etwa einer Realschule, während liceum etwa dem deutschen Gymnasium entspricht

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