Bleichsellerie
 

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Echter Sellerie
Echter Sellerie (Apium graveolens) Illustration von der Morphologie der Ursprungsart und Teilansichten von Blüten und Früchten.

Echter Sellerie (Apium graveolens)
Illustration von der Morphologie der Ursprungsart
und Teilansichten von Blüten und Früchten.

Systematik
Unterklasse: Asternähnliche (Asteridae)
Ordnung: Doldenblütlerartige (Apiales)
Familie: Doldenblütler (Apiaceae)
Unterfamilie: Apioideae
Gattung: Sellerie (Apium)
Art: Echter Sellerie
Wissenschaftlicher Name
Apium graveolens
L.

Der Echte Sellerie oder Wilde Sellerie (Apium graveolens) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Sellerie und der Familie der Doldenblütler (Apiaceae).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Echter Sellerie (Apium graveolens L.; früher Selinum graveolens) ist zweijährig und kommt vor allem auf Salzböden vor. Er erreicht eine Wuchshöhe bis zu einem Meter.

Nutzung

Die Art Echter Sellerie (Apium graveolens) wird seit langem als Heil-, Würz- und Gemüsepflanze angebaut. Echter Sellerie hat in allen Teilen ein typisches, kräftiges Aroma, das vor allem durch ätherische Öle, deren Hauptbestandteil D-Limonen ist, hervorgerufen wird.

Geschichte

Blätter und Blüten von wild wachsendem Sellerie dienten im alten Ägypten als Grabbeigaben. Von den Griechen sélinon, den Römern apium genannt, war Sellerie dem Gott der Unterwelt geweiht. Bei Leichenmählern wurde Sellerie serviert, Grabhügel wurden mit ihm bepflanzt und Grabmäler mit seinen Blättern bekränzt.

Seit 480 v. Chr. prägte die nach dem Sellerie benannte Stadt Selinunt Münzen mit einem Sellerieblatt. Die Spieler der Isthmischen und der Nemeischen Spiele wurden mit Sellerie bekränzt.

In Europa ist der Echte Sellerie seit dem frühen Mittelalter bekannt. Erwähnt wird er seit etwa 800. Dem Kräuterbuch des Botanikers Leonhart Fuchs von 1543 zufolge dienten Blüten und Blätter als Arznei. Bis ins 18. Jahrhundert blieb der Anbau auf Kloster- und Hofgärten beschränkt. Im Volksglauben wurde Sellerie eine aphrodisierende Wirkung zugeschrieben. Auch eine mild stimmungsaufhellende Wirkung wird ihm nachgesagt.

Heute wird Echter Sellerie in verschiedenen Varietäten weltweit angebaut und dient vor allem als Gemüse oder Würzpflanze.

Varianten

Vom Echten Sellerie gibt es drei wichtige Varianten, bei denen jeweils vorwiegend Blätter, Stängel und Wurzelknollen verwertet werden.

Schnittsellerie

Schnitt- oder Würzsellerie (Apium graveolens var. secalinum), der mit einer nicht oder kaum ausgeprägten Knolle und an Petersilie erinnernden Blättern der Wildform am nächsten steht, dient als Gewürzkraut. Verwendet werden nur die Blätter.

Staudensellerie

Staudensellerie

Staudensellerie (Apium graveolens var. dulce), auch Bleich-, Stiel- oder Stangensellerie genannt, hat lange, fleischige Blattstiele und eine kleine Wurzelknolle. In den Handel kommen die Blattstiele, die pro Pflanze bis zu einem Kilogramm wiegen können. Sie werden für Salate oder als Gemüse verwendet. Die blasse Färbung kommt entweder – wie bei Spargel – durch Aufhäufeln von Erde (oder das Abdecken mit Kunststofffolie) zustande, was die Chlorophyllbildung durch Lichtmangel beeinträchtigt, oder wurde den Sorten angezüchtet (selbstbleichend).

Knollensellerie

Knollensellerie

Knollensellerie (Apium graveolens var. rapaceum), auch Wurzelsellerie oder Zeller(-knolle) genannt, entwickelt eine halb unterirdisch wachsende, runde Sprossknolle, die einen Durchmesser von bis zu 20 Zentimetern haben kann. Sie kann als Suppengrün oder als Röst- oder Wurzelgemüse für Schmorgerichte verwendet werden, als Beilage zu Püree, als Salat, als Hauptgericht in Scheiben gebraten zu Sellerieschnitzeln oder auch zu Suppen verarbeitet werden. Knollensellerie enthält Vitamin A und K, Natrium und Kalium.

Anbau

Das Stängelgemüse wird im Garten, auch auf freiem Felde, vorweislich auf erdigem Boden angebaut und ist besonders beliebt im südlichen Brandenburg.

Nachbarn in der Mischkultur

Pflanzen vertragen sich mit unterschiedlichen Nachbarn, die direkt angrenzend wachsen, unterschiedlich gut. Ein wichtiger Faktor für dieses Phänomen ist die Allelopathie.

Literatur

  • Gerd u. Marlene Haerkötter: Rund um Petersilie & Sellerie, Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-8218-1308-3
  • Ewald Ernst: Kohlgemüse und Sellerie im Garten, Deutscher Landwirtschaftsverlag VEB, Berlin 1967, 1. Auflage, ASIN: B0000BQW6Y

Siehe auch

Weblinks


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