Bleichstetten
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde St. Johann
St. Johann (Württemberg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde St. Johann hervorgehoben
48.4527777777789.3430555555556727Koordinaten: 48° 27′ N, 9° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Reutlingen
Höhe: 727 m ü. NN
Fläche: 58,96 km²
Einwohner: 5283 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 90 Einwohner je km²
Postleitzahl: 72813
Vorwahl: 07122
Kfz-Kennzeichen: RT
Gemeindeschlüssel: 08 4 15 093
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Theodor-Heuss-Straße 9
72813 St. Johann
Webpräsenz:
Bürgermeister: Eberhard Wolf

St. Johann ist eine Gemeinde auf der Schwäbischen Alb, etwa 8 km östlich von Reutlingen. Sitz der Gemeindeverwaltung ist Würtingen. St. Johann ist mit einem Teil (44,2 %) seiner Gemarkung Teil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Die sechs Ortsteile der Gemeinde liegen auf der Albhochfläche über ein weites Gebiet verstreut.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Gemeinde St. Johann, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und gehören zum Landkreis Reutlingen:

Dettingen an der Erms, Bad Urach, Münsingen, Gomadingen, Engstingen, Lichtenstein, Pfullingen, Eningen unter Achalm und Metzingen.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus den Gemeindeteilen und früher selbstständigen Gemeinden Bleichstetten, Gächingen, Lonsingen, Ohnastetten, Upfingen und Würtingen. Zu den Gemeindeteilen Bleichstetten, Lonsingen, Ohnastetten und Upfingen gehören jeweils nur die gleichnamigen Dörfer. Zum Gemeindeteil Gächingen gehören das Dorf Gächingen, das Gehöft Birkenhof und das Haus Tiefental und zum Gemeindeteil Würtingen gehören das Dorf Würtingen und die Höfe Fohlenhof und St. Johann.

Im Gemeindeteil Bleichstetten liegt der abgegangene 1681 erbaute und 1828 abgebrochene Hof Rutschenhof. Im Gemeindeteil Gächingen liegt die Wüstung Zizelhausen. Der Name Zizelhausen besteht noch als Flurname im Süden der Gemarkung. Die älteste Erwähnung als Zozihuhus datiert auf das Jahr 760, weitere Nennungen sind Zusenhusen aus dem Jahr 1318 und Uzilishusin um 1100, die jedoch nicht mit Sicherheit dieses Dorf benennt. Im Norden des Gemeindeteils Upfingen liegt der abgegangene Ort Bickelhausen. Im Gemeindeteil Würtingen liegen die Wüstungen Burkhausen als Burkhusin um 1100 erwähnt. Heselbuch, das im 11. Jahrhundert als villa Hesilibuoch genannt wird, der 1290 als curia Horgenloch genannte Ort Horgenloch und das 1454 genannte Gehöft Taubenhof.[2]

Bleichstetten
Bleichstetten
Gächingen
Gächingen
Lonsingen
Lonsingen
Ohnastetten
Ohnastetten
Würtingen
Würtingen
Upfingen
Upfingen

Geschichte

Die Ortsteile Upfingen, Ohnastetten und Würtingen werden erstmal 1138 auf einer Urkunde des Klosters Zwiefalten genannt. Bleichstetten wurde 1102, Lonsingen 1268 und Gächingen 1275 schriftlich festgehalten.

Bei der Gemeindereform im Jahre 1975 wurden die Gemeinden Bleichstetten, Gächingen, Lonsingen, Ohnastetten, Würtingen und Upfingen zur neuen Gemeinde Würtingen zusammengeschlossen. Die neue Gemeinde wurde am 1. September 1976 nach dem Gestütshof St. Johann umbenannt.

Religionen

Der Ortsteil Lonsingen ist Sitz der Deutschen Indianer Pionier Mission.

Politik

St.Johann im Jahre 1892

Gemeinderat

Bei der Gemeinderatswahl am 13. Juni 2004 ergab sich folgende Sitzverteilung:

  • FWV - 13 Sitze
  • Offene Bürgerliste - 4 Sitze
  • Die Alternative - 3 Sitze

Bürgermeister

Der Bürgermeister wird für eine Amtszeit von 8 Jahren gewählt. Die derzeitige Amtszeit von Eberhard Wolf endet im April 2015.

  • 1972–1999: Raimund Speidel
  • seit 1999: Eberhard Wolf

Wappen

Blasonierung: In Blau ein steigendes silbernes Ross vor einer abgeschnittenen goldenen Ähre mit goldenen Grannen.

Städtepartnerschaften

St. Johann unterhält seit dem 30. Oktober 1999 eine Partnerschaft mit den französischen Gemeinden der Kommune von Thénezay.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Musik

Die Gächinger Kantorei wurde 1954 von Helmuth Rilling gegründet; sie hat heute ihren Sitz in Stuttgart.

  • Liederkranz Würtingen, gegründet 1874
  • Musikverein Upfingen e. V., gegründet 1964
  • Musikverein Würtingen e. V., gegründet 1922
  • Gesangverein "Frohsinn" Upfingen, gegründet 1921
  • Männergesangverein Eintracht Lonsingen, gegründet 1932
  • Sängerbund Bleichstetten, gegründet 1924
  • Liederkranz Ohnastetten, gegründet 1909
  • Musik in der Kirchengemeinde Würtingen - Band, Chor, Gitarre, Gesang - seit 2007

Bauwerke

Rossbrunnen in Lonsingen
  • Rathaus in Würtingen, Fachwerkbau von 1744
  • evangelische Andreaskirche in Würtingen
  • Aussichtsturm auf der Hohen Warte
  • spätgotische Wehrkirche St. Georg in Gächingen
  • spätgotische Marienkirche in Upfingen
  • Rossbrunnen in Lonsingen

Sport

  • SV Gächingen
  • SV Eintracht Bleichstetten, gegründet 1925
  • SV Lonsingen
  • Skizunft St. Johann, gegründet 9. Januar 1966
  • SV Würtingen, gegründet 1946
  • Sportkegler St. Johann
  • TSG Upfingen
  • Schützenverein Bleichstetten, gegründet 1956
  • Schützenverein Würtingen
  • Schützengilde Gächingen
  • Modellflugverein St. Johann
  • Sportschützen Ohnastetten

Vereine

  • Narrenverein Gischbl Weiber St.Johann e. V., gegründet 1997
  • Helfen in Partnerschaft e. V., gegründet 2001
  • Soifa Bobby Club St. Johann e. V., gegründet 2005

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Landesstraße 380 verbindet Gächingen, Lonsingen und Würtingen im Norden mit Reutlingen. Die L 249 verbindet Lonsingen und Upfingen mit Bad Urach. Die Ortsteile sind untereinander über Kreisstraßen verbunden.

Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet. Die Gemeinde befindet sich in der Wabe 221.

Staatliche Einrichtungen

Gebäudeschmuck an einem der Ställe

Der Gestütshof St. Johann ist eine Domäne des Haupt- und Landgestüts Marbach. Dort wurden schon im 17. Jahrhundert Pferde gehalten. Er hat der Gemeinde seinen Namen gegeben.

Bildung

  • Musikschule St. Johann
  • Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Würtingen


Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VII: Regierungsbezirk Tübingen. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004807-4. S. 71–73

Weblinks


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