Blitzhausen
Pleujouse
Wappen von Pleujouse
Basisdaten
Kanton: Jura
Bezirk: Porrentruy
Gemeinde: La BarocheVorlage:Infobox Ort in der Schweiz/Ortschaft
PLZ: 2953
Koordinaten: (582935 / 251324)47.4125067.212516580Koordinaten: 47° 24′ 45″ N, 7° 12′ 45″ O; CH1903: (582935 / 251324)
Höhe: 580 m ü. M.
Fläche: 1.82 km²
Einwohner: 91


(31. Dezember 2007)

Karte
Karte von Pleujouse

Pleujouse war bis zum 31. Dezember 2008 eine politische Gemeinde im Distrikt Porrentruy des Kantons Jura in der Schweiz.

Sie hat mit Wirkung auf den 1. Januar 2009 zusammen mit Asuel, Charmoille, Fregiécourt und Miécourt zur Gemeinde La Baroche fusioniert.

Die früheren deutschen Namen Blitzhausen und Plützhausen für Pleujouse werden heute nicht mehr verwendet.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Pleujouse liegt auf 580 m ü. M., 11 km östlich des Bezirkshauptortes Porrentruy (Luftlinie). Das Bauerndorf erstreckt sich in einem östlichen Seitental des Asuel-Baches in der Baroche, in der östlichen Ajoie (deutsch Elsgau) am Fuss des Kettenjuras.

Die Fläche des nur gerade 1.8 km² grossen ehemaligen Gemeindegebietes umfasst das Tal von Pleujouse, das von waldigen Jurahöhen umgeben wird: im Norden La Chaux (701 m ü. M.), im Osten Les Aidjolats (787 m ü. M.) und im Süden die Grande Roche (mit 825 m ü. M. die höchste Erhebung von Pleujouse). Über den Hügelzug von Les Aidjolats und Grande Roche verläuft die Wasserscheide zwischen den Einzugsgebieten von Rhein und Rhône. Das Gemeindegebiet wird nach Westen zur Allaine entwässert. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 3 % auf Siedlungen, 69 % auf Wald und Gehölze und 28 % auf Landwirtschaft.

Zu Pleujouse gehören mehrere Einzelhöfe. Nachbargemeinden von Pleujouse waren Charmoille, Fregiécourt, Asuel, Bourrignon und Pleigne.

Bevölkerung

Schloss von Pleujouse

Mit 91 Einwohnern (Ende 2007) gehört Pleujouse zu den kleinsten Gemeinden des Kantons Jura. Von den Bewohnern sind 91.3 % französischsprachig, 7.5 % deutschsprachig und 1.2 % rätoromanischsprachig (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Pleujouse belief sich 1850 auf 239 Einwohner, 1900 auf 135 Einwohner. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts nahm die Einwohnerzahl bis 1990 weiter auf 76 Personen ab. Seither wurde ein leicht steigender Trend verzeichnet.

Wirtschaft

Pleujouse ist ein noch vorwiegend durch die Landwirtschaft, insbesondere Obstbau, geprägtes Dorf. Auch das lokale Kleingewerbe bietet einige Arbeitsplätze an. Viele Erwerbstätige sind jedoch Wegpendler und arbeiten in der Region Porrentruy.

Verkehr

Pleujouse liegt abseits der grösseren Durchgangsstrassen an der Kantonsstrasse von Fregiécourt nach Asuel, wobei der Ortskern durch eine Stichstrasse erreichbar ist. Durch einen Postautokurs, der zwischen Porrentruy und Asuel verkehrt, ist Pleujouse an den öffentlichen Verkehr angebunden.

Geschichte

Bergfried

Das Dorf wird erstmals im Jahre 1105 als Pluiusa erwähnt. Diese Bezeichnung ist auf das lateinische Wort pluviosus (regnerisch) zurückzuführen, was durchaus zutrifft, denn Pleujouse erhält durch die in der Ajoie vorherrschenden West- und Nordwestwinde, welche die Regenwolken an der ersten hohen Jurakette stauen, orographisch bedingt mehr Regen als die Gemeinden in der Ebene der Ajoie.

Pleujouse teilte die wechselvolle Geschichte der Ajoie, die 1271 an das Fürstbistum Basel kam. Das Dorf unterstand vom 16. bis zum 18. Jahrhundert dem Meieramt Alle. Von 1793 bis 1815 gehörte Pleujouse zu Frankreich und war anfangs Teil des Département du Mont Terrible, ab 1800 mit dem Département Haut-Rhin verbunden. Durch den Entscheid des Wiener Kongresses kam der Ort 1815 an den Kanton Bern und am 1. Januar 1979 an den neu gegründeten Kanton Jura.

Sehenswürdigkeiten

Auf einem felsigen Gebirgsvorsprung über dem Dorf steht das um 1100 erbaute Schloss der Herren von Pleujouse. Neben den Ringmauern zählt der runde Bergfried zu den ältesten heute noch vorhandenen Anlagen. Das mächtige Wohnhaus stammt aus dem 15. Jahrhundert; es fiel 1980 einem Brand zum Opfer, wurde seither aber wiederhergestellt. Pleujouse ist Teil der Pfarrei Charmoille und besitzt keine eigene Kirche.

Weblinks


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