Blockdruck
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Der Blockdruck, auch Holztafeldruck genannt, war das gängige Druckverfahren, bis Johannes Gutenbergs den Buchdruck weiterentwickelte. Es wurde im China der Sui-Dynastie erfunden. Nach Europa gelangte es erst im 14. Jahrhundert.

Beim Holztafeldruck wurden aus Holztafeln Text und Darstellungen einer ganzen späteren Papierseite seitenverkehrt herausgeschnitten, diese eingefärbt und auf feuchtes Papier gepresst, „gedruckt“. Heute ist uns dieses Verfahren noch über den Holzschnitt oder den Linoldruck bekannt. Eine als Blockdruck ausgeführte gebundene Folge zusammengehöriger Holzschnitte wird Blockbuch genannt. Derartige Blockbücher, die in Europa erst im 15. Jahrhundert aufkamen, waren spätestens seit dem 8. Jahrhundert bekannt. Mit geschnittenen Holzklischees wurde in China schon während der Tang-Dynastie (615-906 n. Chr.) gedruckt, wobei Zeichnung und Begleittext in die gleiche Druckform eingeschnitten waren. Diese Drucktechnik verbreitete sich zunächst in Südostasien.

1966 wurde im koreanischen Gyeongju, früher Hauptstadt des Königreichs Silla, der bislang älteste noch erhaltene Blockdruck im buddhistischen Tempel Bulguksa gefunden – ein auf einer 8 cm breiten und 630 cm langen Rolle Maulbeerbaumpapier gedruckter Kanon über die Makellose Große Dharani Sutra, der buddhistische Lehrsätze enthält. Die Arbeit wird zwischen 704 und 751 datiert.

In Europa lässt sich die Verwendung des Holzstempels ab dem 12. Jahrhundert nachweisen: In Italien wurden auf diese Weise Stoffe bedruckt. Man vermutet, dass durch Spielkartenmaler diese Technik im 14. Jahrhundert auch nach Mitteleuropa gelangte. Um 1430 entstanden dann in Europa erste Blockbücher, bei denen jede Seite mit einer zusammenhängenden Holzplatte gedruckt wurde, die sowohl Schrift als auch Bilder enthalten konnte.


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