Blocklehm

Geschiebelehm, auch als Blocklehm bezeichnet, ist der Teil des Grundmoränenmaterials, der durch oberflächliche Verwitterung aus dem kalkhaltigen Geschiebemergel hervorgegangen ist. Geschiebelehm kann darüber hinaus schon primär durch die Gletschererosion von kalkfreien Gesteinen entstehen.

Er besteht überwiegend aus Sand- und Schluff. Der Gehalt an Ton unterliegt starken Schwankungen, nimmt jedoch im Allgemeinen nach unten hin zu. Das glaziale, meist ungeschichtete Sediment kann weiterhin mit Gesteinsbruchstücken, Blöcken und anderen Geschiebekomponenten durchsetzt sein.

Inhaltsverzeichnis

Entstehung

Falls das Ausgangsmaterial des Gletschersediments keinen Kalkanteil besaß, entsteht ein kalkfreies Sediment, das aufgrund des fehlenden Kalkgehalts nicht als Mergel bezeichnet werden kann, ansonsten jedoch alle Eigenschaften des Geschiebemergels besitzt.

Im Falle des Geschiebemergels wird der ursprünglich vorhandene Kalkanteil durch Verwitterung (vor allem Lösung) allmählich reduziert, in vielen Fällen bis zur völligen Entkalkung. Der Grad der Entkalkung nimmt dabei von oben nach unten ab, es kann in tieferen Bereichen sogar zur Wiederauscheidung von Kalk mit Konkretionsbildung kommen. Aufgrund der nach der Eiszeit einsetzenden Bodenbildung und Durchwurzelung mit einhergehender guter Entwässerung ist der obere Bodenbereich jedoch meist völlig kalkfrei. Die Farbe des Geschiebemergels wechselt mit der Umwandlung in Geschiebelehm von dem vorhergehenden Grau bis Blau zu Ockergelb bis Braun (Verbraunung).

Siehe auch

Literatur

  • Hans Murawski: Geologisches Wörterbuch. 8. Auflage. Ferd. Emke Verlag, Stuttgart 1983, ISBN 978-3-432-84108-6, S. 80. 
  • Fritz Scheffer: Lehrbuch der Bodenkunde / Scheffer/Schachtschabel. neubearb. und erw. von Hans-Peter Blume u.a.,. 15. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg – Berlin 2002, ISBN 3-8274-1324-9, S. 470f. 

Weblinks


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