Blumegg (Gemeinde Lannach)
Wappen Karte
Wappen von Lannach
Lannach (Österreich)
DEC
Lannach
Basisdaten
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Bundesland Steiermark
Politischer Bezirk Deutschlandsberg (DL)
Fläche 19,85 km²
Koordinaten 46° 57′ N, 15° 20′ O46.94340555555615.332963888889349Koordinaten: 46° 56′ 36″ N, 15° 19′ 59″ O
Höhe 349 m ü. A.
Einwohner 3.289 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 166 Einwohner je km²
Postleitzahl 8502
Vorwahl 03136
Gemeindekennziffer 6 03 18
AT225
Adresse der
Gemeindeverwaltung
Hauptstraße 28
8502 Lannach
Offizielle Website
Politik
Bürgermeister Josef Niggas (ÖVP)
Gemeinderat (2005)
(21 Mitglieder)
11 ÖVP, 5 SPÖ, 4 OBL, 1 FPÖ
Lage der Marktgemeinde Lannach
Karte
Lannach (2008)
Schloss Lannach (2008)
Ein markanter Turm (2008)

Lannach ist eine Marktgemeinde im Bezirk Deutschlandsberg in der Steiermark (Österreich).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Lannach liegt ca. 349 m über dem Meeresspiegel und bedeckt eine Fläche von 19,85 km². Nachbargemeinden von Lannach sind Sankt Josef (Weststeiermark), Sankt Stefan ob Stainz, Lieboch, Dobl und Mooskirchen.

Geschichte

Der Name „Lannach“ leitet sich von den früheren Großbesitzern, den Lunnachern ab. Ende des 16. Jahrhunderts wurde das Schloss Lannach errichtet.

Der Name der Gemeinde wird im Alltag auch mit betontem langen a (etwa: [l'ɑnaχ]) ausgesprochen. Historische Namen des kleinen Baches (Laan, Lahn), an dem der Ort liegt und die alte Schreibvariante Lanach (siehe die historischen Landkarten unten) sind Belege dafür, dass die Verdoppelung des n im Namen Lannach kein Beleg für eine Vokalverkürzung ist.

Die Laan (Lahn, Lann) ist ein südlicher Nebenarm der Kainach. Ihr Lauf und ihre Wasserführung sind in den Karten unterschiedlich dargestellt. Der Name wird nicht vom alten bairischen Wort für Lawine (Lahn) abgeleitet (bei Lannach gibt es keine steilen oder langen Hänge, an denen Lawinen üblicherweise entstehen), auch nicht von Lehne, sondern von keltisch „Lahn(e)“ ‑ träges Wasser.[1] Die zweite Silbe im Namen „Lannach“ ist das alte Wort für Bach, Fluss: Ach(e).[2]

1948 entstand das Kriegerdenkmal von Prof. Rudolf Zilli. 1962 erfolgte die Erhebung zur Pfarre. In den Jahren 1967/68 wurden die Gemeinden Blumegg, Teipl, Lannach, Heuholz, Breitenbach und Hötschdorf zur heutigen Gemeinde Lannach zusammengelegt. 1973 feierte Lannach sein 800-jähriges Bestehen. 1995 wurde Lannach zu einer Marktgemeinde und im Jahre 2003 wurde Lannach „Gemeinde Europas“.

Politik

Bürgermeister Josef Niggas wurde im Frühjahr 2005 für eine dritte Amtsperiode gewählt. In seiner zehnjährigen Amtszeit entstanden rund 1700 Arbeitsplätze in der Gemeinde, was sich wiederum auf die Kommunalsteuereinnahmen auswirkte.

Neben der ÖVP sind noch die Offene Bürgerliste (OBL), die SPÖ sowie die FPÖ im Gemeinderat vertreten.

Kritikpunkte der Opposition am Bürgermeister:

  • Die Steinhalle (Kosten außerhalb des geplanten Rahmens)
  • Das Seniorenheim (Grund weit über dem Wert angekauft)
  • der Seniorenpark (s.o., zu klein und nicht wirklich behindertengerecht)
  • Gewichtsbeschränkung auf bestimmten Straßen

Wirtschaft

Lannach ist - hauptsächlich durch die Kommunalsteuereinnahmen - eine der reichsten Gemeinden der Steiermark.

Auf dem Lannacher Industriegebiet und im Ortszentrum finden sich Firmen wie:

  • Magna Powertrain
  • Internorm
  • ELG Tanklager Lannach
  • Eberle KG
  • RWA - Raiffeisen Ware Austria AG
  • Lannacher Heilmittel
  • Saubermacher
  • Lannacher Beton
  • Kempowski Paul & Co.
  • Comm-Unity EDV GmbH
  • Comm-Unity Software Development GmbH & Co. KG
  • Grapos Limonaden
  • Autohaus Haas
  • LLT - Gefahrengut Logistik, u.v.m.

Vereine

Im Gemeindegebiet von Lannach bestehen drei Freiwillige Feuerwehren und zwei Betriebsfeuerwehren. Die Marktgemeinde ist in drei Löschbereiche aufgeteilt und grenzt die Zuständigkeiten der Freiwilligen Feuerwehren Lannach, Breitenbach-Hötschdorf und Blumegg-Teipl ein. Bei einem Großschadensfall wird zusätzlich zu den drei Freiwilligen Feuerwehren auch die Betriebsfeuerwehr MAGNA Lannach alarmiert.

Städtepartnerschaften

Weblinks

Historische Landkarten

Einzelnachweise

  1. Wilhelm Brandenstein: Steirisch Lahn–ein keltisches Wort. In: Indogermanische Forschungen. Band 60 (1952). Seite 21‑28. Zitiert nach: Fritz Freiherr Lochner von Hüttenbach: Wilhelm Brandenstein. Kleine namenkundliche Arbeiten. Akademische Druck‑ und Verlagsanstalt. Graz 1978. Seiten 125‑132. ISBN 3-201-01038-3. Das Wort wird dort mit altirisch lan ‑ voll und lat. planus ‑ eben behandelt. Die kleinen Nebenbäche im Kainachtal bestätigen diese Deutung: Sie sind nach Niederschlägen manchmal „eben und voll“ (mit Wasser, das mangels Gefälle nicht rasch abfließen kann und Versumpfungen fördert).
  2. Jakob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch (DWB). Band 1 A–Biermolke. Leipzig 1854. Stichwort „Ach“. Spalte 162 Zeile 60. Nachdruck Deutscher Taschenbuch Verlag. München 1991. dtv 5945. ISBN 3-423-05945-1. Gliederung zitiert nach: Der digitale Grimm - Elektronische Ausgabe der Erstbearbeitung. Version 12/04. Verlag Zweitausendeins, Frankfurt am Main. Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier in Verbindung mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. ISBN 3-86150-628-9.

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