Bob- und Schlittenverband Deutschland

Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland e.V. (BSD) zählt in neun Landesverbänden ca. 100 Vereine mit ca. 8.000 Mitgliedern. Seine Geschäftsstelle hat ihren Sitz im bayerischen Berchtesgaden.

Fünf Clubs aus Friedrichroda, Ilmenau, Oberhof, Schierke und Winterberg standen am 5. November 1911 Pate, als der Deutsche Bobsleigh-Verband (DBV) in Frankfurt/Main gegründet wurde. Ebenfalls fünf Clubs, diesmal aus Bad Sachsa, Dresden, Hannover, Hildesheim und Ilmenau, begleiteten nur sieben Wochen später am 26. Dezember 1911 in Hannover die Gründung des Deutschen Rodelbundes (DRB).

Die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges brachten eine neue Organisation des Sports im geteilten Deutschland. In der jungen Bundesrepublik wurden Bob, Rodeln und Skeleton am 29. Oktober 1949 wiederum in Frankfurt/Main zum Deutschen Bob- und Schlittensportverband (DBSV) zusammengefasst. In der DDR gründete sich 1953 in Oberhof die Sektion Bob- und Schlittensport, 1957 dann in Ost-Berlin der Deutsche Schlitten- und Bobsportverband (DSBV - Präsidenten: 1953-1962 Heinz Rustemeier, 1962-1976 Erhard Feuereiss, 1976-1982 Hans Friedrich, 1982-1990 Martin Kilian, 1990 Karl-Heinz Anschütz).

Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung fusionierte der DSBV der DDR 1990 in Berchtesgaden mit dem DBSV. Das bisher letzte Eckdatum in mehr als neun Jahrzehnten national organisiertem Bob-, Rodel- und Skeletonsport bildete der 24. Juni 2000, als sich der DBSV auf seiner Jahreshauptversammlung in Ilsenburg/Harz den neuen Namen Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) gab.

Struktur

Seit 1911 lenkten 17 Präsidenten die Geschicke des deutschen Kufensports. Von 1911 bis 1945 waren das Rentsch-Seyd (1911-1912/BC Schierke), Wolf von Werder (1912-1921/BC Friedrichroda), Otto Griebel (1921-1925/BC Oberhof/BC Taunus), Dr. Rettig (1925-1929/MSC München), Walter Dicke (1929-1930/Sauerländischer BC), Erwin Hachmann (1930-1936/Berliner SC), Dr. Karl Ritter von Halt (1936-1945/München). Ab 1949 (DDR s.o.) waren DBSV-Präsidenten: Otto Griebel (1949-1952/BC Taunus Frankfurt), Hanns Kilian (1952-1968/SC Rießersee), Richard Hartmann (1968-1984/WSV Königssee) und von 1984 bis 2004 (mittlerweile BSD) Klaus Kotter aus Eggenfelden.

Am 26. Mai 2004 wählte die 50. Mitgliederversammlung des BSD den thüringischen Innenminister Andreas Trautvetter zum Nachfolger Kotters, der nun Ehrenpräsident des Verbandes ist. Vizepräsidenten sind derzeit Bernd Hasenzahl und Ferdi Tillmann, als Schatzmeister fungiert Georg Grabner. Für den sportlichen Bereich sind fünf Sportwarte zuständig:

Hinzu kommen drei Referenten:

  • Breitensport: Jürgen Hornung
  • Rechtsreferent: Norbert Ch. Hiedl
  • Trainerausbildung: Siegfried Radandt

Vereinsärzte sind Jochen Wagner und Christian Schneider als dessen Stellvertreter.

Für den Spitzensportlichen Bereich ist der frühere Alpine Skirennfahrer Stefan Krauß als Generalsekretär und Sportdirektor zuständig. Cheftrainer im Bob-und Skeletonbereich ist Raimund Bethge. Ihm zur Seite stehen als Bundestrainer Carsten Embach (Bob) und Bernhard Lehmann (Skeleton) sowie die Nachwuchstrainer Sepp Dostthaler (Bob) und Frank Schwarz (Skeleton). Im Rennrodelbereich ist Thomas Schwab Cheftrainer, dem die Bundestrainer Norbert Hahn, Martin Hillebrand und der Nachwuchstrainer Reinhard Witter zuarbeiten. Wissenschaftskoordinator ist der frühere Rennrodler Jens Müller.

Der BSD ist in neun Landesverbänden organisiert (Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen).

Weblinks


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