Bochum-Höntrop
Karte
Basisdaten
Geografische Lage: 51° 27′ 50″ N, 7° 9′ 7″ O Koordinaten: 51° 27′ 50″ N, 7° 9′ 7″ O
Stadtbezirk: Wattenscheid
Fläche: 4,70 km² [1]
Einwohner: ca. 18.060, siehe [2]
Bevölkerungsdichte: ca. 2.246 Einwohner/km²
Höhe: 95 m ü. NN
Postleitzahl: 44869
Vorwahl: 02327

Höntrop ist ein Stadtteil von Bochum. Er ist mit ca. 20.000 Einwohnern einer der größten Stadtteile im Stadtbezirk Wattenscheid.

Höntrop grenzt an die Stadtteile Westenfeld, Sevinghausen und Eppendorf an, die früher gemeinsam mit Höntrop bis 1975 zur eigenständigen Stadt Wattenscheid gehörten, und liegt heute im Bochumer Westen. In nächster Umgebung liegen der Essener Stadtteil Freisenbruch sowie die Bochumer Ortsteile Linden und Dahlhausen.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Höntrop im Jahre 890 als „Hogingthorpe“ im Heberegister des im Jahre 802 gegründeten Klosters Werden. Darin wurden auch schon die Nachbarorte Eppendorf („Abbingthorpe“) und Westenfeld („Westanfelda“) genannt.

Der Ort erfuhr einen Aufschwung durch den Ruhrbergbau. Der Bahnhof Wattenscheid-Höntrop aus dem 19. Jahrhundert ist heute eine Haltestelle der S-Bahnlinie S1 des VRR von Dortmund nach Düsseldorf[3].

Höntrop gilt mit mehreren Karnevalsgesellschaften und einem eigenen Umzug neben Bochum-Linden als eine der Karnevalshochburgen im sonst eher wenig karnevalistischen Bochum.

Traditionell findet in Höntrop einmal jährlich zu Karneval das so genannte Gänsereiten als Volksfest statt. Das Gänsereiten hat im Stadtteil Höntrop eine über 400jährige Tradition, die der Überlieferung nach, von spanischen Soldaten übernommen wurde, die während des achtzigjährigen Krieges in der Nähe überwinterten.

Höntrop hat zwei Fussballvereine, die beide in der Kreisliga A spielen: der seit 1916 bestehende und traditionsreiche SV Höntrop 1916 und der junge, erst seit 1980 bestehende FC Höntrop 80. Während der FC Höntrop gegen den Abstieg kämpft, ist der SV Höntrop 1916 seit einigen Jahren ambitioniert, wieder in die Bezirksliga aufzusteigen.

Im Jahre 2000 wurde Höntrop durch einen Bergschaden bekannt, das Höntroper Loch. Dieser Tagebruch, der sich ab dem 2. Januar 2000 aufgrund eines Hohlraums der Zeche Vereinigte Maria Anna Steinbank entwickelte und in dem eine an einem Wohnhaus angebrachte Garage einfach verschwand, musste mit viel Beton verfüllt werden.

Auch die Kleinzeche Zeche Zollstraße befand sich von 1949 bis 1963 im Westen von Höntrop.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Statistisches Jahrbuch der Stadt Bochum 2006 ([1])
  2. Die Einwohnerzahlen sind nach statistischen Bezirken und nicht nach den Gemarkungen angegeben, die Zahlen hierfür sind im Artikel Einwohnerentwicklung von Bochum
  3. Online-Fahrplantabelle des VRR ([2])



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